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erstellt von flatex Team

Morning News

Am Donnerstag ging der DAX mit leichten Verlusten aus dem Handel. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo freundliche Vorgaben der Wall Street von der Aussicht auf steigende US-Zinsen überlagert wurden und überraschend positive japanische Industriedaten die Hoffnungen auf zusätzliche Konjunkturstimuli der japanischen Notenbank eindämmten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Trotz durchwachsener Nachrichten aus der heimischen Berichtsaison war es einer positiven Gemengelage, die sich aus dem Konjunkturoptimismus der US-Währungshüter, starken spanischen Konsumdaten sowie dem zuletzt deutlich schwächeren Euro speiste, zum Handelsstart zunächst gelungen, den Gesamtmarkt zu stützen. Doch obwohl auch starke Daten vom heimischen Arbeitsmarkt überzeugten und die Beschäftigtenzahlen im September auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung kletterten und darüber hinaus diverse Sentimentbarometer der EU-Kommission anschließend eine anhaltende konjunkturelle Erholung der Eurozone signalisierten, konnte sich der DAX dem Sog negativer Unternehmensnachrichten nicht entziehen, wobei sich insbesondere die Deutsche Bank mit der angekündigten Dividendenstreichung, die Deutsche Post mit einem gesenkten Gewinnziel und die Lufthansa, deren Aktienkurs unter deutlichen Gewinnmitnahmen litt, hervorgetan hatten. 

Die Nachrichten aus den USA brachten am Nachmittag dann Licht und Schatten, jedoch keine nachhaltigen Impulse mit sich. Robuste Wachstumszahlen der US-Volkswirtschaft für das abgelaufene Quartal blieben zunächst zwar leicht hinter den Erwartungen zurück, allerdings wusste im Kleingedruckten vor allem der anhaltend positive Trend bei den wichtigen Verbraucherausgaben zu gefallen. Auch die wöchentlichen Zahlen vom Arbeitsmarkt wussten einmal mehr zu überzeugen. Für den Wermutstropfen sorgten dagegen frische Daten vom Immobilienmarkt. Dort war die Zahl der noch nicht vollständig abgeschlossenen Hausverkäufe wider Erwarten den zweiten Monat in Serie und überdies deutlich zurückgefallen. Zudem wurden die Zahlen für den Vormonat noch weiter nach unten korrigiert. Nach der Intraday-Rallye vom Vortag fehlte den Bullen jedoch schlussendlich die Kraft, um die Gewinne am Donnerstag weiter auszubauen. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag im Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die schwachen US-Vorgaben mehrheitlich auf, während ein fester Konsumsektor, welcher vom Ende der chinesischen Ein-Kind-Politik profitiert sowie die Hoffnung auf frische japanische Konjunkturstimuli nur vereinzelt stützen können. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive kämpfen Bullen und Bären an der 10.800 weiterhin um den kurzfristigen Trend. Gelingt es den Bullen, das Bewegungshoch bei 10.886 Punkten zu überwinden, könnte ein schneller Angriff auf die 11.000 erfolgen. Auf der Unterseite gilt es dagegen, die Unterstützungszone bei 10.700 Punkten zu verteidigen, da andernfalls Anschlusstiefs bis auf 10.600 Punkte drohen.

Devisen

Nach den deutlichen Verlusten zur Wochenmitte konnte sich der Euro in den vergangenen Handelsstunden wieder stabilisieren. Der Versuch, die Marke von 1,10 US-Dollar zurückzuerobern, gelang jedoch erst am frühen Morgen. Gelingt es den Bullen, sich oberhalb von 1,10 US-Dollar zu etablieren, warten die nächsten Zwischenziele bei 1,1040 und 1,1070 US-Dollar. Übergeordnetes Ziel ist die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 1,1110 US-Dollar verläuft. Auf der Unterseite gilt es hingegen, die Marke von 1,09 US-Dollar zu verteidigen.

Rohstoffmarkt

Oil Brent in US: Nachdem die Bullen zur Wochenmitte deutliche Raumgewinne bis zum Widerstandsbereich bei 49 US-Dollar verbuchen konnten, gelang es in der Folge nicht, den Ausbruch mit einer Rückeroberung der 50-Dollarmarke zu bestätigen. Sollten die Bullen die genannten Hürden nicht überwinden können, ist ein Gegenangriff der Bären mit Rückläufen bis auf 47 US-Dollar wahrscheinlich.

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