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erstellt von flatex Team

Morning News

Am Mittwoch ging es für den DAX mit den stärksten Tagesverlusten in diesem Jahr deutlich nach unten. Mit durchwachsenen Vorgaben aus Asien, wo positive Impulse der Wall Street angesichts weiterer Gewinnmitnahmen sowie aufgrund der allgemeinen Zurückhaltung vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank kaum stützen konnten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

 Im frühen Handel zeigten sich Bullen und Bären mit uneinheitlichen Daten aus Europa zunächst hin- und hergerissen. Positive Signale aus dem spanischen Einzelhandel, die den Aufwärtstrend in der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone unterstrichen, ein sich aufhellendes Geschäftsklima in Italien sowie ermutigende Daten der Europäischen Zentralbank, die Hoffnung auf eine steigende Kreditvergabe an den Privatsektor machen, konnten den Markt zunächst stützen. Weniger erfreulich waren indes die nur mäßig gestiegenen Orderzahlen für den heimischen Maschinenbau, ein deutlich gefallenes Konsumklimabarometer aus Italien sowie uneinheitliche Signale vonseiten diverser Sentimentbarometer der EU-Kommission. 

Deutlich bergab ging es am Aktienmarkt jedoch erst mit enttäuschend ausgefallenen BIP-Daten aus den USA. Im abgelaufenen Quartal lief der Konjunkturmotor in der größten Volkswirtschaft der Erde auf Sparflamme, das Wachstum kam beinahe vollständig zum Erliegen. Da dies die Chancen auf eine weitere Verzögerung der US-Zinswende erhöht, geriet der US-Dollar ins Taumeln. Besser als erwartet ausgefallene Zahlen vom US-Immobilienmarkt konnten diesen Sturz kaum bremsen. Der aufwertende Euro führte in der Folge am heimischen Aktienmarkt zu hohem Abgabedruck. Erst am Abend konnten die Dollar-Bullen wieder etwas an verlorenem Boden zurückgewinnen, als der Zinsentscheid der US-Notenbank zwar wie erwartet keine Änderungen der aktuellen Geldpolitik mit sich brachte, zugleich aber auch keine Indizien dahingehend gefunden werden konnten, dass die Fed den ersten Zinsschritt weiter hinausschieben werde. Vielmehr verwiesen die Notenbanker angesichts des zuletzt schwächeren Wachstums auf lediglich temporäre Effekte. Zugleich rechnen die Ökonomen aber mit einer Fortsetzung des konjunkturellen Aufwärtstrends, sodass ein baldiger Zinsschritt weiterhin denkbar wäre, falls sich die Datenlage verbessern sollte. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag ebenfalls im Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die schwachen US-Vorgaben auf, während mäßige japanische Industriedaten und ein festerer Yen zusätzlich belasten. Die Futures auf die US-Indizes fallen ebenfalls zurück. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive hätte eine Gegenbewegung zunächst Raum bis zur Widerstandszone bei 11.600 Punkten. Auf der Unterseite drohen dagegen weitere Tiefs bis auf 11.200 Punkte. Übergeordnetes Ziel der Bären ist die 11.000 

Devisen 

Einmal mehr waren es schwache US-Konjunkturdaten, welche der europäischen Gemeinschaftswährung Flügel verliehen. Erst unterhalb von 1,12 US-Dollar konnte den rasenden Euro-Bullen Einhalt geboten werden. Aktuell befindet sich der Euro in einer Konsolidierungsphase. Für die Bullen gilt es nun, sich oberhalb von 1,11 US-Dollar zu behaupten, um das Ziel bei 1,12 US-Dollar nicht aus den Augen zu verlieren. Auf der Unterseite haben die Bären dagegen die 1,10 US-Dollar im Visier.

Rohstoffmarkt

Schwache Wachstumsdaten aus den USA waren das Angriffssignal für die Bullen, die in der Folge die Hürde von 1.210 US-Dollar überwanden. Doch am Abend zerstreute die US-Notenbank mit ihrer Lesart, dass die jüngste Wachstumsschwäche lediglich eine Konjunkturdelle sei, die Hoffnung auf ein längeres Hinauszögern des ersten Zinsschrittes. Die nächsten Ziele auf der Oberseite warten damit weiterhin bei 1.210 bzw. im Bereich von 1.220 US-Dollar. Auf der Unterseite drohen bei einem Fall unter die 1.200 schnelle Tiefs bis auf 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar. 

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