flatex Magazin

News rund um den DAX und die Börse. Unser Marktanalyst Oswald Salcher und unsere Morning News halten Sie auf dem Laufenden.

Immer auf dem neuesten Stand. RSS-Feed abonnieren.

erstellt von flatex Team

Morning News

Der DAX beschloss den Mittwochshandel mit Zugewinnen. Trotz mehrheitlich roter Vorzeichen aus Asien, wo eine richtungslose Wall Street keine Impulse liefern konnte und schwache Konsumdaten aus China und Japan belasteten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag. Noch vor der Eröffnung hatten robuste Konsumdaten aus der Eurozone gestützt.

In Deutschland war das GfK-Konsumbarometer vor dem Hintergrund der anhaltenden Flüchtlingskrise zwar zum dritten Mal in Serie zurückgefallen, allerdings liegen die wichtigen Parameter Einkommenserwartung und Anschaffungsneigung angesichts des robusten Arbeitsmarktes weiterhin auf hohem Niveau, sodass von Verbraucherseite auch mit Blick auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft mit anhaltenden Impulsen für die Binnenkonjunktur zu rechnen ist. Ähnliches galt für Frankreich. Auch hier verharrt das Konsumklima trotz der jüngsten Abkühlung weiterhin auf vergleichsweise hohem Niveau. Im frühen Handel gefielen dann zunächst ermutigende Daten aus der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone: Italienische Sentimentbarometer meldeten ein sich aufhellendes Geschäftsklima sowie eine steigende Konsumlust unter der Bevölkerung. Der Vormittag wurde schließlich von erfreulichen Signalen vom heimischen Arbeitsmarkt abgerundet. Dort war die Arbeitskräftenachfrage im Oktober auf ein historisches Rekordhoch geklettert. 

Trotz der Datenfülle herrschte angesichts des bevorstehenden US-Zinsentscheides am Abend über weite Strecken der Handelssitzung zunächst Windstille am Markt. Als die US-Währungshüter, die das Zinsumfeld wie erwartet unangetastet beließen, anschließend verkündeten, auf der Dezember-Sitzung zumindest über die Möglichkeit einer Zinsanhebung diskutieren zu wollen, brach der Dow Jones in einer ersten Reaktion zunächst um mehr als 100 Punkte ein, bevor er sich im Anschluss wieder deutlich erholte. Da die globalen Konjunkturrisiken in der Erläuterung zum Zinsentscheid keine Rolle mehr spielten, während sich das moderate Wachstumstempo der US-Volkswirtschaft auch in den vergangenen Wochen und Monaten weiter fortgesetzt hat, wurde ein möglicher Zinsschritt, der insbesondere von der Entwicklung am Arbeitsmarkt sowie den Inflationsraten abhängen wird, von den Investoren als Zeichen der Zuversicht und Stärke interpretiert. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag trotz eines deutlich festeren US-Dollars mit Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag uneinheitlich. In Asien werden die Märkte neben der Sorge vor steigenden US-Zinsen zudem von einem festeren Yen belastet, nachdem unerwartet starke japanische Industriedaten die Hoffnungen auf geldpolitische Stimuli durch die japanische Notenbank bremsen. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive richtet sich der Fokus auf der Oberseite nun auf den massiven Widerstandsbereich bei 11.000 Punkten. Bei 11.050 Punkten wartet zudem die 200-Tage-Linie. Erste Ziele auf der Unterseite finden sich bei 10.860, 10.800 sowie bei 10.700 Punkten.

Devisen

Ein möglicher Zinsschritt der US-Notenbank im Dezember brachte den Euro am Donnerstag deutlich unter Druck. Die Gemeinschaftswährung fiel zwischenzeitlich gar unter die Marke von 1,09 US-Dollar zurück, bevor sich der Kurs in der Folge wieder etwas erholen konnte. Sollte die Unterstützungszone bei 1,0920 bzw. 1,0930 US-Dollar jedoch erneut durchbrochen werden und ein neuer Angriff auf die 1,09 US-Dollar erfolgreich sein, drohen Anschlusstiefs bis auf 1,0840 US-Dollar. Erstes Etappenziel auf der Oberseite ist die Marke von 1,10 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Gold in USD: Nachdem erneut ein Ausbruchsversuch über den Widerstandsbereich bei 1.180 US-Dollar scheiterte, setzten die Bären mit dem Rückenwind durch den nahenden US-Zinsschritt zum Gegenschlag an. Der Vorstoß führte deutlich unter die 200-Tage-Linie. Zwar gelang es den Bullen zunächst, die Marke von 1.160 US-Dollar zurückzuerobern, allerdings muss es auch gelingen, die 200-Tage-Linie zurückzuerobern, die aktuell bei 1.172 US-Dollar verläuft. Sollten die Bullen scheitern, drohen bei einem Bruch der Verteidigungslinie bei 1.160 US-Dollar weitere Rückläufe bis auf 1.140 US-Dollar.

Comments (0)

No comments found!

Write new comment

Disclaimer
Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

Sie sind noch
kein Kunde bei
flatex?

Eröffnen Sie ein Konto und profi-
tieren Sie von allen Vorteilen!

Jetzt Konto eröffnen

Twitter