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Morning News

Der DAX beschloss den Freitag abermals mit Zugewinnen. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo eine negative Gemengelage aus schwachen US-Vorgaben, der Sorge um eine drohende Zahlungsunfähigkeit Griechenlands, einem festeren Yen und einem anhaltenden Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt die Notierungen auf breiter Front ins Minus drückte, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Auch am Freitag sollten die Nachrichten zu Griechenland die Richtung vorgeben. Nachdem die Gipfeltreffen in Brüssel am Vortag keinen Durchbruch brachten, kam mit den Medienberichten über ein Angebot zur fünfmonatigen Verlängerung des Hilfsprogramms seitens der Gläubiger erneut Hoffnung auf. Die zwischenzeitliche Erholung der Kurse wurde zudem von positiven Daten aus Italien flankiert, wo Geschäfts- und Konsumklima im Juni stärker zugelegt hatten als erwartet. Zudem gefielen frische Zahlen der Europäischen Zentralbank, die zwar ein leicht abgeschwächtes Geldmengenwachstum, zugleich jedoch auch eine anziehende Kreditvergabe für den Euroraum signalisierten.

Auch die Signale aus den USA vermochten zu gefallen. Dort scheinen die Verbraucher nach einer zwischenzeitlichen Wachstumsschwäche wieder an den Aufschwung zu glauben – im Juni kletterte das Konsumklima auf ein Fünfmonatshoch. Gemischt ausgefallene Quartalszahlen sorgten schlussendlich allerdings dafür, dass die US-Börsen den Handelstag uneinheitlich beschlossen. Am Wochenende überschlugen sich dann die Ereignisse. Während die chinesische Notenbank wie von vielen im Vorfeld erwartet abermals den Leitzins senkte, verdüstere sich die Lage für das vom Bankrott bedrohte Griechenland, da Griechenlands Premier Tsipras völlig überraschend ein Referendum über die Sparauflagen angekündigt hatte. Dieser Volksentscheid am kommenden Wochenende habe laut Eurogruppenchef Dijsselbloem die Tür für weitere Gespräche geschlossen. Das Rettungsprogramm werde am Dienstag auslaufen, so Dijsselbloem weiter. Ein Austritt Griechenlands aus der Währungsunion ist laut Einschätzung vieler Kommentatoren nunmehr kaum abzuwenden. 

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. Die Sorge um den Grexit, ein festerer Yen, enttäuschende japanische Industriedaten und ein sich fortsetzender Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt drücken die Börsen in Fernost tief ins Minus. Auch die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive richtet sich der Fokus auf der Unterseite zunächst auf die 10.800. Sollte die Marke brechen, drohen übergeordnete Anschlusstiefs bis auf 10.500 Punkte. Auf der Oberseite gilt es zunächst, die Marke von 11.000 Punkten zurückzuerobern.

Devisen

Die Entwicklungen im griechischen Schuldenpoker drücken die europäische Gemeinschaftswährung tief ins Minus. Aktuell kämpfen die Bullen darum, die Marke von 1,10 US-Dollar zurückzuerobern. Gelingt dies nicht, droht ein erneuter Test des Tagestiefs bei 1,0960 US-Dollar, der im Falle eines erfolgreichen Bärenangriffs weitere Tiefs bis auf 1,09 bzw. 1,0870 US-Dollar mit sich bringen kann. In den kommenden Stunden dürften die nachhaltigen Impulse für das Währungspaar ausschließlich von politischer Seite kommen.

Rohstoffmarkt

Durch die Eskalation im Schuldenstreit mit Griechenland sind zur Stunde die sicheren Häfen gefragt, weshalb auch der Goldpreis trotz eines deutlich festeren US-Dollars profitieren kann. Die nächsten Ziele auf der Oberseite warten nun bei 1.190 und bei 1.200 US-Dollar sowie im Bereich der 200-Tage-Linie bei 1.205 US-Dollar. Auf der Unterseite haben die Bären dagegen die Unterstützungszone um 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar sowie die Marke von 1.160 US-Dollar im Visier.

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