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Morning News

Nach den Gewinnen zum Wochenstart fiel der DAX am Dienstag deutlich zurück. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo schwache Vorgaben der Wall Street, hinter den Prognosen zurückgebliebene Umsatzzahlen aus dem japanischen Einzelhandel und vereinzelt einsetzende Gewinnmitnahmen belasteten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Ein erfreuliches Konsumklimabarometer aus Frankreich, das noch vor der Eröffnung veröffentlicht wurde und den höchsten Wert seit mehr als fünf Jahren auswies, vermochte es nicht, positive Akzente zu setzen. Ins negative Sentiment passten dagegen die jüngsten Signale vom heimischen Arbeitsmarkt: Wie das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung meldete, werde sich der Arbeitsmarkt im weiteren Verlauf des Frühjahrs merklich abkühlen. Deutlich mehr Sorgen bereitet den Investoren zur Zeit allerdings die Causa Griechenland. Laut einer Sentix-Studie rechnet mittlerweile beinahe jeder zweite Anleger innerhalb des nächsten Jahres mit einem Austritt Griechenlands aus der Eurozone. Die Sorge hat damit die Niveaus von 2012 erreicht, als die Euro-Krise noch deutlicher als zuletzt die Schlagzeilen bestimmte. 

Auch außerhalb des Euroraumes blieb die Nachrichtenlage insgesamt trüb. In Großbritannien, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Europäischen Union, blieben die Wachstumszahlen für das erste Quartal deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das magere Plus für Q1 bedeutete zugleich den schwächsten Zuwachs seit Ende 2012. Auch aus der größten Volkswirtschaft der Erde kamen einmal mehr uneinheitliche Signale: So konnten zwar besser als erwartet ausgefallene Zahlen vom Immobilienmarkt positiv überraschen, allerdings wurden diese Daten von einem unerwarteten Rückschlag beim Konsumklima überlagert. Der Gesamtmarkt wurde jedoch schließlich von mehrheitlich positiven Quartalszahlen und einem leichteren US-Dollar gestützt, der die Hoffnung der Investoren auf ein Hinauszögern der Zinswende widerspiegelt, da die jüngste Datenlage zur US-Konjunktur weiterhin keinerlei Euphorie aufkommen lässt.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien, wo viele Investoren mit Blick auf den mit Spannung erwarteten Zinsentscheid der US-Notenbank an die Seitenlinie wechseln, belasten abermals einsetzende Gewinnmitnahmen. Die Futures auf die US-Indizes notieren aktuell im Minus. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es nach den Verlusten zu Wochenbeginn, einen neuerlichen Angriff der Bären auf die Unterstützung bei 11.800 Punkten zu verhindern. Sollte dies nicht gelingen, drohen frische Bewegungstiefs bis auf 11.600 Punkte. Auf der Oberseite könnten Kurse oberhalb von 12.000 Punkten dagegen für etwas Entlastung sorgen. 

Devisen

Durchwachsene US-Konjunkturdaten und die jüngsten Signale aus Athen, die eine lange vermisste Kooperationsbereitschaft bei den Verhandlungen zum Schuldenprogramm andeuten, brachten zuletzt starken Rückenwind für den Euro mit sich. Ein erster Angriff auf die Widerstandszone bei 1,10 US-Dollar scheiterte zwar, allerdings ist im Laufe des Tages angesichts des Enttäuschungspotenzials bei wichtigen US-Konjunkturdaten mit einem neuerlichen Angriff der Bullen zu rechnen, welcher den Euro im Erfolgsfall dann schnell bis auf 1,1040 US-Dollar führen könnte. Einzig die US-Notenbank könnte die Bemühungen der Bullen mit einem Schlag zunichte machen, falls diese am Abend einen zeitnahen Zinsschritt andeuten sollte. Dann allerdings dürfte der Euro recht schnell wieder in den Bereich zwischen 1,07 und 1,08 US-Dollar zurückfallen.

Rohstoffmarkt 

Das Momentum der Bullen hält an. Vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank am Abend sorgten durchwachsene US-Konjunkturdaten und ein schwächerer US-Dollar für einen steigenden Goldpreis. In der Folge erfolgte ein erster Angriff auf den Widerstand bei 1.210 US-Dollar, der von den Bären jedoch abgewehrt werden konnte. Sollten die Bullen das momentane Ringen für sich entscheiden, könnte es schnell bis auf 1.220 US-Dollar nach oben gehen. Die deutlich größere Herausforderung wartet dann allerdings bei 1.224 US-Dollar. Hier arbeitet aktuell die 200-Tage-Linie. Auf der Unterseite haben die Bären dagegen erste Ziele bei 1.200 US-Dollar im Visier.

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