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erstellt von flatex Team

Morning News

Der DAX setzte die anhaltende Verlustserie zu Wochenbeginn mit dem fünften Minus in Serie fort. Mit negativen Vorzeichen aus Asien, wo besorgniserregende chinesische Industriedaten, der daraufhin einsetzende Ausverkauf an Chinas Börsen, ein festerer Yen und schließlich schwache US-Vorgaben vom Wochenschluss in heftige Kursabschläge auf breiter Front mündeten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Die mehrheitlich erfreulichen Konjunkturdaten aus der Eurozone, die im Laufe des Handelstages folgen sollten, vermochten es anschließend allerdings nicht, die Ängste vor einer globalen Konjunkturflaute zu zerstreuen, die – von der Abkühlung Chinas ausgehend – durch den nahenden Zinsschritt der US-Notenbank und den in der Folge festeren US-Dollar, der die größte Volkswirtschaft der Welt abbremst, zementiert werden könnte. Mit Blick auf den vielbeachteten Ifo-Index stehen die Zeichen in Deutschland indes weiterhin auf Wachstum. Das Konjunkturbarometer hatte sich nach dem Griechenlandkompromiss überraschend aufgehellt.

Auch die Europäische Zentralbank registriert weiterhin erfreuliche Signale. Neben dem anhaltenden, kräftigen Geldmengenwachstum gefällt insbesondere die Entwicklung bei der Kreditvergabe im Euroraum, die sich – allerdings nach wie vor auf niedrigem Niveau – weiter verstärkt. Die am Abend aus Paris gemeldeten, neuerlichen Rekordarbeitslosenzahlen waren gemeinhin erwartet worden und somit nicht mehr als ein Wermutstropfen. Die US-Börsen konnten sich dem negativen Sentiment im zumindest nachrichtenseitig überschaubaren US-Handel nicht entziehen. Ermutigenden Orderzahlen für die US-Industrie, die auch um den volatilen Transportsektor bereinigt durch die Bank überzeugen konnten, war es allerdings gelungen, den Gesamtmarkt etwas zu stützen. Anhaltende Übernahmeaktivitäten sowie ein deutlich schwächerer US-Dollar waren weitere Gründe, weshalb sich die Kursverluste in Übersee in überschaubaren Grenzen hielten. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag im Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien belasten schwache Vorgaben der Wall Street sowie die anhaltenden Sorgen um die chinesische Konjunktur sowie die Stabilität des chinesischen Aktienmarktes, während ein etwas leichterer Yen kaum zu stützen vermag. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Plus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive droht ein Test der 11.000 Punktemarke, falls es nicht gelingen sollte, die Unterstützungszonen um 11.100 Punkte bzw. um die Vortagestiefs um 11.050 Punkte zu verteidigen. Auf der Oberseite gilt es für die Bullen dagegen, den Widerstandsbereich bei 11.180 bzw. 11.200 Punkten zu überwinden.

Devisen

Der Euro konnte zum Auftakt der neuen Handelswoche deutliche Zugewinne verbuchen. Neben robusten Konjunkturdaten aus der Eurozone, die für Rückenwind sorgten, mehren sich angesichts schwacher chinesischer Konjunkturdaten sowie einer durchwachsenen US-Berichtsaison, die primär auf den starken US-Dollar zurückzuführen ist, die Zweifel, dass die US-Notenbank an ihrem Zeitplan zur Zinswende festhalten wird. Die europäische Gemeinschaftswährung jedenfalls überwand wichtige Widerstände und kam erst bei 1,1120 US-Dollar zum Stehen. Aktuell läuft zwar eine kleine Konsolidierungsbewegung, allerdings besteht durchaus die Chance auf einen erneuten Angriff auf die 1,11 bzw. die 1,1120 US-Dollar, falls es gelingt, die Unterstützung bei 1,1050 US-Dollar zu verteidigen.

Rohstoffmarkt

Schwache Konjunkturdaten aus China und eine weiterhin starke Angebotsseite halten den Druck auf die Ölpreise aufrecht. Sollte es den Bullen im Falle von Brent nicht gelingen, die Marke von 54 US-Dollar zurückzuerobern, drohen weitere Tiefs bis auf 52 bzw. 50 US-Dollar.

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