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Morning News

Nach zwei Verlusttagen holten die DAX-Bullen zur Wochenmitte zum Gegenschlag aus. Trotz mehrheitlich roter Vorzeichen aus Asien, wo schwache Vorgaben der Wall Street belasteten und ein leichterer Yen nur vereinzelt für Entlastung sorgen konnte, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Im frühen Handel hatten Konsumdaten aus den größten Volkswirtschaften der Eurozone, die noch vor der Eröffnung gemeldet wurden, für eine uneinheitliche Momentaufnahme gesorgt. Während sich die heimischen Verbraucher werden spendierfreudig zeigen und das Konsumklima bereits den achten Monat in Serie zulegen konnte, enttäuschte das Konsumklimabarometer aus Frankreich, welches im Mai unerwartet zurückgefallen war. An einem insgesamt nachrichtenarmen Handelstag blieb die Trading Range in der Folge über weite Strecken eng. Die anhaltenden Sorgen um die Eurozone, welche die europäischen Börsen bereits zum Auftakt der kurzen Handelswoche belastet hatten, spiegelten sich währenddessen in einem frischen Mehrwochentief des Euro wider. 

Diese Sorgen schienen jedoch plötzlich verflogen, als die Nachrichtenagenturen von einem Konsens zwischen Griechenland und seinen Gläubigern berichteten, der zumindest auf Arbeitsebene erreicht worden sei. Als Griechenlands Ministerpräsident Tsipras die Meldungen mit den Worten, man stehe kurz vor einer Einigung, nur wenig später mehr oder minder bestätigte, übernahmen die Bullen das Kommando am Markt. EU-Kommissionsvize Dombrovskis dementierte in der Folge allerdings. Weitere Fortschritte seien zwar erreicht, allerdings sei man noch immer nicht am Ziel und Eile daher dringend geboten. Eine Einigung sei laut Olivier Blanchard, Chefvolkswirt des Internationalen Währungsfonds, noch immer möglich. Doch das Zeitfenster schließt sich. Bereits am 5. Juni muss Griechenland weitere Schulden in Höhe von 300 Millionen Euro begleichen. Mit den frischen Hoffnungen auf eine baldige Lösung im griechischen Schuldenkonflikt ging es schließlich auch für die US-Indizes nach oben.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. An den Börsen in Asien können positive US-Vorgaben und ein schwächerer Yen nur vereinzelt stützen, während im Gegenzug die Ängste vor einer Überhitzung des chinesischen Aktienmarktes belasten. Die Futures auf die US-Indizes werden etwas leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus auf der Oberseite zunächst auf den Widerstandsbereich bei 11.800 Punkten gerichtet. Sollte ein Angriff der Bullen gelingen, finden sich die nächsten Ziele im Bereich zwischen 11.860 und 11.880 sowie bei 11.900 Punkten. Sollte der Index dagegen unter die Marken von 11.700 bzw. 11.680 Punkten zurückfallen, droht ein schneller Test der 11.600.

Devisen

Die Causa Griechenland ist der momentane Taktgeber für das Währungspaar. Mit den frischen Hoffnungen auf eine Lösung im Schuldenstreit gelang es dem Euro zur Wochenmitte, die Marke von 1,09 US-Dollar zurückzuerobern. Nächstes Zwischenziel ist nun die Marke von 1,0940 US-Dollar. Sollten die Bullen die Marke von 1,09 US-Dollar nicht verteidigen können, nehmen die Bären erste Ziele bei 1,0860 sowie zwischen 1,0820 und 1,0830 US-Dollar ins Visier.

Rohstoffmarkt

Mit dem zuletzt deutlich stärkeren US-Dollar ging es für die Ölpreise merklich bergab. Darüber hinaus belastete jüngst die Sorge vor einer Ausweitung der Produktion im Irak. In den vergangenen Handelstagen fiel Brent bis in den Bereich der Unterstützungszone bei 62 US-Dollar zurück. Fallende US-Lagerbestände könnten heute allerdings für eine stärkere Gegenbewegung am Markt sorgen. Übergeordnetes Ziel für die Bullen bleibt zunächst die Marke von 65 US-Dollar. Auf der Unterseite haben die Bären dagegen die 60-Dollarmarke im Visier. 

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