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Morning News

Zum Start der verkürzten Handelswoche ging es für den DAX deutlich bergab. Mit freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo die anhaltende Hausse am chinesischen Aktienmarkt, ein schwächerer Yen und ermutigende Wachstumsdaten der Exportnation Singapur stützten, startete der heimische Leitindex fester in den Handel.

Rückenwind kam zur Eröffnung zunächst noch von einem schwächeren Euro. Doch diesmal war die Euro-Schwäche keine, die von einer großzügigen EZB verursacht worden war. Auch der starke US-Dollar hatte nur einen geringen Anteil an der deutlichen Talfahrt der europäischen Gemeinschaftswährung, die über den Handelstag gegenüber dem US-Dollar gut einen Prozent einbüßte. Hinter dem großen Minus stand vielmehr die Sorge um die Stabilität der Eurozone als Ganzes, da sich zuletzt nicht nur die Situation in der Causa Griechenland weiter zuspitzte, sondern in Spanien, der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone, bei den Parlamentswahlen am Wochenende verstärkt Parteien gewählt worden waren, die den erfolgreichen Reformkurs der amtierenden Regierung bedrohen. 

Im weiteren Verlaufe des Handelstages verstärkten solide Konjunkturdaten aus den USA angesichts der damit womöglich näher rückenden Zinswende den Abwärtsdruck. Ermutigend waren etwa die Orderzahlen für langlebige US-Güter. Die fielen im April zwar leicht zurück, allerdings wurden die starken Zahlen für den Vormonat noch weiter nach oben korrigiert. Damit konnte ein zentraler Parameter der Statistik, eine Kennziffer für die Investitionstätigkeit der Unternehmen, zudem den zweiten Monat in Folge überzeugen. Insgesamt starke Zahlen vom US-Immobilienmarkt, wo die Preise bei anhaltender Nachfrage weiter steigen, sowie ein unerwartet robustes US-Konsumklima komplettierten die unter dem Strich positive Momentaufnahme zur Konjunktur, die von der leicht rückläufigen Aktivität auf dem US-Dienstleistungssektor nicht getrübt werden konnte. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag ebenfalls deutlich im Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die negativen US-Vorgaben auf, während ein schwächerer Yen im Gegenzug kaum zu stützen vermag. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Plus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive finden sich die ersten Ziele auf der Oberseite im Bereich zwischen 11.680 und 11.700 Punkten. Auf der Unterseite gilt es dagegen, die Unterstützungszone bei 11.600 Punkten zu verteidigen, da andernfalls ein schneller Test der 11.500 mit Anschlusstiefs bis in den Bereich zwischen 11.440 und 11.400 Punkten droht.

Devisen

Die näher rückende US-Zinswende, vor allem aber die Sorge um die Stabilität in der Eurozone, die von einem möglichen Grexit und dem weiteren Erstarken von Parteien der extremen politischen Linken oder Rechten im Euroraum erschüttert werden könnte, drückten den Euro am Dienstag deutlich ins Minus. Im frühen Mittwochshandel gelang es zwar, die Marke von 1,09 US-Dollar zurückzuerobern, allerdings bleibt abzuwarten, ob die Erholung nachhaltig ist. Fällt der Kurs unter 1,09 und in der Folge unter 1,0860 US-Dollar zurück, warten die nächsten Etappenziele im Bereich zwischen 1,0820 und 1,0830 sowie bei 1,08 US-Dollar. Erstes Zwischenziel auf der Oberseite ist die 1,0940 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Ermutigende US-Konjunkturdaten, die als Wetterleuchten eines nahenden Zinsschrittes der US-Notenbank interpretiert wurden sowie der in der Folge festere US-Dollar läuteten am Dienstag den Angriff der Bären auf die Unterstützung bei 1.200 US-Dollar ein. Im frühen Mittwochshandel versuchen die Bullen an der Marke von 1.190 US-Dollar, verlorenen Boden zurückzugewinnen. Sollte der Versuch scheitern, drohen zunächst weitere Tiefs bis in den Bereich um 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar. Sollten die Bullen erfolgreich sein, wartet das nächste Zwischenziel bei 1.200 US-Dollar.

 

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