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Morning News

Der DAX beschloss die abgelaufene Handelswoche nach zwei Verlusttagen freundlich. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo die positiven Vorgaben der Wall Street von einem festeren Yen und Gerüchten über eine chinesische Finanztransaktionssteuer überlagert wurden, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Im ersten Teil der Handelssitzung konnten überwiegend positive Nachrichten aus Deutschland stützen. Zunächst wurde ein stärker als erwartet ausgefallener Ifo-Geschäftsklimaindex präsentiert. Das vielbeachtete Konjunkturbarometer kletterte im April zum sechsten Mal in Serie nach oben und markierte damit ein Zehnmonatshoch. Getragen wurde der starke Wert allerdings insbesondere von der guten Beurteilung der aktuellen Geschäftslage. Der Wert für die ungleich wichtigeren Geschäftserwartungen fiel dagegen erstmals seit Oktober 2014 zurück. Sorgen bereiten u.a. das schwache Wachstum der Schwellenländer und natürlich die anhaltende Unsicherheit über den Ausgang der griechischen Hängepartie. Unter dem Strich setze die heimische Wirtschaft ihren Aufschwung aber weiter fort, so der Tenor des Kommentars von Ifo-Präsident Sinn. 

Stütze des Aufschwungs in der größten Volkswirtschaft der Eurozone wird der Arbeitsmarkt bleiben. Der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, rechnet für 2015 jedenfalls mit weiteren Beschäftigungsrekorden. Weitaus weniger erfreulich ist die Stimmung dagegen innerhalb der Eurogruppe. Laut Medienberichten kam es vergangenen Freitag beim Treffen der Finanzminister zum Eklat, als Griechenlands Finanzminister von anwesenden Kollegen verbal angegriffen wurde. Zudem konstatierte Griechenlands stellvertretender Ministerpräsident Dragasakis am Wochenende, dass das verschuldete Land bis spätestens Anfang Mai eine Verständigung mit seinen Gläubigern erreicht haben müsse, um die dringendsten Finanzprobleme lösen zu können. Die Situation im Südosten des Euroraumes spitzt sich also weiter zu. Im späten US-Handel blieb es zum Wochenschluss dagegen weitestgehend ruhig. Deutlich stärker als erwartet gestiegene Orderzahlen für langlebige Wirtschaftsgüter konnten auf den ersten Blick zwar gefallen, allerdings stand ohne die volatilen Zahlen für Transportgüter abermals ein Minus unter dem Strich. Der Gesamtmarkt wurde jedoch erneut vom starken Tech-Sektor gestützt. Die US-Indizes beschlossen die Handelswoche mit Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien können neben den positiven US-Vorgaben vom Wochenschluss auch neuerliche Spekulationen auf Konjunkturstimuli der chinesischen Regierung stützen, während ein festerer Yen etwas bremst. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, die Unterstützungszone bei 11.800 Punkten zu verteidigen. Gelingt es, sich oberhalb dieser Marke zu etablieren, finden sich die nächsten Zwischenziele bei 11.870 bzw. bei 11.900 Punkten. Auf der Unterseite drohen bei einem Fall unter 11.800 Punkte schnelle Tiefs bis auf 11.600 Punkte.

Devisen 

Der Euro hält sich oberhalb von 1,0850 US-Dollar zum Wochenstart zunächst stabil. Die jüngsten Nachrichten zur griechischen Hängepartie könnten allerdings für Gegenwind sorgen, nachdem der starke Ifo-Index zuletzt Aufwind für das Bullenlager brachte. Sollte es gelingen, die Hürde bei 1,09 US-Dollar zu überspringen, wäre auf der Oberseite zunächst Platz bis in den Bereich um 1,0960 US-Dollar. Sollten die Bären jedoch einen erfolgreichen Angriff auf die 1,08 US-Dollar starten, drohen zunächst Tiefs bis auf 1,0680 US-Dollar.

Rohstoffmarkt 

Die angespannte Situation auf der arabischen Halbinsel hält Brent weiter oberhalb von 65 US-Dollar. Laut Medienberichten verstärkte Saudi-Arabien jüngst die Truppenpräsenz an der Grenze zu Jemen. Hält das Momentum der Bullen an, könnten schnelle Hochs bis auf 67 US-Dollar folgen. Das nächste Zwischenziel auf der Unterseite wartet bei 62 US-Dollar. 

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