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Morning News

Am Donnerstag ging der DAX nach einer Berg- und Talfahrt schlussendlich mit einem marginalen Plus von zwei Zählern aus dem Handel. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo die Sorgen um Griechenland und den heiß gelaufenen chinesischen Aktienmarkt im Verbund mit schwachen Vorgaben der Wall Street und einem festeren Yen eine negative Gemengelage bildeten, die die Notierungen ins Minus drückte, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Noch vor der Eröffnung hatte zudem das gesunkene GfK-Konsumklimabarometer missfallen. Die Stimmung unter den heimischen Verbrauchern bleibt unter dem Strich zwar auf einem unverändert hohen Niveau, allerdings hinterlässt die mit der Hängepartie um Griechenland verbundene Unsicherheit mehr und mehr ihre Spuren beim für den konjunkturellen Aufschwung zuletzt federführenden Konsumenten. Indes gab es in der Causa Griechenland auch am Donnerstag wenig Erhellendes aus Brüssel zu vernehmen. Während Griechenlands Ministerpräsident Tsipras nach wie vor von einer guten Verhandlungsbasis sprach, gab sich die Bundesregierung betont zurückhaltend. Während Bundeskanzlerin Merkel keinen Fortschritt sah, sprach Bundesfinanzminister Schäuble gar von einem Rückschritt in den Verhandlungen. 

Da Griechenland zum Monatsende eine milliardenschwere Rückzahlung an den Internationalen Währungsfonds leisten muss, spitzt sich die Lage damit weiter zu. Dadurch wurden auch mehrheitlich positive US-Daten in den Hintergrund gedrängt, obwohl die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten erneut überzeugten und frische Zahlen zur Entwicklung der persönlichen Einkommen sowie der Ausgaben, die noch stärker gestiegen waren als erwartet, vielversprechende Signale sendeten. Einziger Wermutstropfen von der Konjunkturseite blieb ein überraschend zurückgefallenes Sentimentbarometer für den US-Dienstleistungssektor. Allerdings ist der übergeordnete Trend auch hier weiterhin klar aufwärtsgerichtet. Die Sorgen vor einer griechischen Zahlungsunfähigkeit und der schwache Energiesektor drückten die US-Indizes zum Ende des Handelstages schließlich ins Minus. 

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die schwachen US-Vorgaben auf, die Sorgen um Griechenland, ein festerer Yen und ein erneuter Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt belasten die Börsen noch zusätzlich. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive finden sich die nächsten Etappenziele für die Bullen im Bereich um 11.450 bzw. 11.460 sowie bei 11.500 Punkten. Auf der Unterseite gilt es dagegen, die Marke von 11.400 Punkten zu verteidigen. Sollten die Bullen das Vortagestief bei 11.350 Punkten durchbrechen, droht ein schneller Test der 11.300.

Devisen 

In den vergangenen Handelsstunden etablierte sich die Marke von 1,12 US-Dollar als Dreh- und Angelpunkt im Währungspaar. Immer wieder gelang es den Bullen, die Marke zurückzuerobern, da die Angriffsversuche der Bären bei 1,1160 US-Dollar scheiterten. Auf der Oberseite gelang es den Bullen im Gegenzug jedoch nicht, die Marke von 1,1220 US-Dollar nachhaltig zu überwinden. Der Patt zwischen Bullen und Bären dürfte sich fortsetzen, bis Klarheit über den Ausgang des griechischen Schuldenstreites besteht. Sollte es einem Lager jedoch gelingen, die genannten Hürden zu überwinden, wartet das nächste Ziel auf der Oberseite bei 1,1280 US-Dollar, auf der Unterseite bei 1,11 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Der Goldpreis verharrt weiterhin im Bereich der Unterstützungszone um 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar. In gewisser Weise spiegelt sich hier der Stillstand bei den Verhandlungen um das griechische Schuldenprogramm sowie das Patt im Währungspaar Euro/Dollar, den Impulsgebern der vergangenen Tage wider. Sollte es den Bullen nicht gelingen, zum Gegenschlag auszuholen und den Goldpreis deutlich über 1.180 US-Dollar zu hieven, dürften die Bären zum Angriff auf die Marke von 1.160 US-Dollar übergehen. Nächstes Angriffsziel auf der Oberseite ist die Marke von 1.190 US-Dollar.

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