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Morning News

Zum Abschluss der vergangenen Handelswoche verbuchte der DAX leichte Verluste. Mit freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo ein festerer Yen von positiven Vorgaben der Wall Street sowie anhaltenden Spekulationen auf zusätzliche chinesische Konjunkturstimuli überlagert wurde, startete der heimische Leitindex kaum verändert in den Tag.

Noch vor der Eröffnung hatten aktualisierte Wachstumsdaten bestätigt, dass der heimische Konjunkturmotor in den ersten drei Monaten des neuen Jahres deutlich an Drehzahl verloren hatte. Auch der vielbeachtete Ifo-Index signalisierte im Mai erstmals seit Oktober 2014 wieder Schwäche. Allerdings fiel das Minus zugleich schwächer aus als erwartet. Ifo-Präsident Sinn konstatierte, die deutsche Wirtschaft bleibe auf Kurs. Die weiteren Daten aus der Eurozone brachten ebenfalls Licht und Schatten mit sich: Während das Konsumklima in Frankreich zulegen konnte und damit im Mai zugleich den höchsten Stand seit Oktober 2011 markierte, fielen in Italien sowohl die Umsatzzahlen der italienischen Einzelhändler als auch die Orderzahlen für die Industrie überraschend zurück. EZB-Präsident Draghi, der am Freitag in Portugal sprach, sieht die Wirtschaft im Euroraum insgesamt allerdings weiterhin auf Kurs – der Ausblick sei aktuell besser als in den zurückliegenden sieben Jahren.

Zuversichtlich ist auch US-Notenbankpräsidentin Yellen. So nähere sich der US-Arbeitsmarkt weiter seiner vollen Stärke, die Konjunktur werde sich weiter erholen. Die Konjunkturdelle im ersten Quartal sei dagegen vielmehr Ergebnis temporärer Störgeräusche. Ein erster Zinsschritt noch in diesem Jahr bleibe auf dem Tisch, zumal ein Hinauszögern bis zum Erreichen der verfolgten Notenbankziele bei Inflation und Beschäftigung zudem Überhitzungsrisiken für die Volkswirtschaft berge. Vor dem Hintergrund dieser Aussagen würde die im April angezogene US-Kerninflationsrate den Spielraum der Fed sogar noch weiter einschränken. Der in der Folge festere US-Dollar und die Aussicht auf die nahende US-Zinswende drückten die US-Indizes vor dem langen Wochenende schließlich ins Minus. Zum Wochenstart blieben die US-Märkte ebenso wie viele Märkte in Europa geschlossen. Erfreuliche Daten gab es am Montag einzig aus Asien, wo ermutigende japanische Exportdaten zu überzeugen wussten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. An den Börsen in Fernost stützen u.a. ein schwächerer Yen, überzeugende Wachstumszahlen der Exportnation Singapur sowie ein weiteres Anrennen der Bullen am chinesischen Aktienmarkt. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, den Unterstützungsbereich um die Marke von 11.800 Punkten zu verteidigen. Sollte dies nicht gelingen, drohen schnelle Tiefs bis auf 11.760 bzw. 11.680 Punkte. Erste Ziele auf der Oberseite finden sich zwischen 11.860 und 11.880 sowie bei 11.900 Punkten.

Devisen

Die Aussagen von US-Notenbankpräsidentin Yellen vom Wochenschluss brachten dem US-Dollar spürbaren Rückenwind. In der Folge fiel die europäische Gemeinschaftswährung unter wichtige Unterstützungen zurück. Sollte das Momentum der Bären anhalten, droht zum Start der verkürzten Handelswoche ein Test der Marke von 1,09 US-Dollar. Sollten die Bären erfolgreich sein, finden sich die nächsten Ziele im Bereich zwischen 1,0870 und 1,0880 sowie zwischen 1,0820 und 1,0830 US-Dollar. Bei einer Erholung hätten die Bullen auf der Oberseite zunächst Raum bis auf 1,10 US-Dollar. Wichtige US-Konjunkturdaten könnten im Laufe des Handelstages für weitere Impulse sorgen.

Rohstoffmarkt

Auch die Goldbären wagten sich nach den Aussagen von Janet Yellen vermehrt auf das Parkett zurück. Mit Rückenwind durch den starken US-Dollar bereiten sie nun den Angriff auf die wichtige Unterstützung bei 1.200 US-Dollar vor. Gelingt der Angriff, warten die nächsten Etappenziele im Bereich um 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar. Erstes Ziel auf der Oberseite ist die 200-Tage-Linie bei 1.214 US-Dollar. 

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