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Morning News

Am Donnerstag beschloss der DAX den Handelstag mit Verlusten. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo schwache Vorgaben der Wall Street, Schwächesignale der japanischen Industrie sowie ein festerer Yen belasteten, startete der heimische Leitindex kaum verändert in den Tag.

Das noch vor der Eröffnung veröffentliche GfK-Konsumklimabarometer für Oktober, das sich vor dem Hintergrund steigender Konjunktursorgen bereits den zweiten Monat in Folge eingetrübt hatte, fiel angesichts des noch immer hohen Niveaus kaum ins Gewicht. Es deutet sich an, dass der Konsum auch weiterhin wichtiger Treiber für den deutschen Wachstumsmotor bleiben dürfte. Erfreuliche Impulse kamen vorbörslich überdies vom anhaltend positiven Geschäftsklima aus Frankreich. Positive Signale sendete im Anschluss auch der vielbeachtete Ifo-Index, der sich im September überraschend den dritten Monat in Serie aufgehellt hatte. Allerdings zogen einige Experten die Aussagekraft der Ergebnisse in Zweifel, da die Umfrage noch vor dem VW-Skandal um manipulierte Abgaswerte stattgefunden hatte. Der jüngste Skandal war es auch, der die Notierungen im Anschluss wieder ins Minus ziehen sollte. Auslöser war ein Bericht der Auto Bild: Auch bei einem Fabrikat des Münchner Autobauers BMW seien im Straßentest überhöhte Abgaswerte festgestellt wurden. Das Dementi des Autobauers folgte zwar prompt, allerdings genügten die Gerüchte bereits, um den nervösen Aktienmarkt wieder deutlich ins Minus rutschen zu lassen. Überdies belastete auch ein anziehender Euro. 

Ermutigende Konjunkturdaten aus Italien konnten dagegen keine positiven Akzente mehr setzen. Die gestiegenen Umsatzzahlen der italienischen Einzelhändler sowie gestiegene Orderzahlen für die italienische Industrie nährten allerdings die Hoffnung, dass der ermutigende Aufwärtstrend in der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone weiter anhalten könnte. Die US-Konjunkturdaten vom Nachmittag sendeten im weiteren Verlauf des Handelstages gemischte Signale. Während die wöchentlichen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt – wie zuletzt gewohnt – überzeugen konnten, fielen die Orderzahlen für langlebige Wirtschaftsgüter nach zwei starken Vormonaten wieder etwas zurück. Zudem signalisierte ein sich eintrübendes Konjunkturbarometer der Chicago Fed nur mehr Stagnation für die größte Volkswirtschaft der Erde. Starke Zahlen vom US-Immobilienmarkt komplettierten die uneinheitliche Nachrichtenlage. Am späten Abend bekräftigte US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen schließlich, dass sie aktuell weiterhin mit einem Zinsschritt in diesem Jahr rechnet, falls negative Überraschungen für die Wirtschaft ausbleiben sollten. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag abermals im Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. An den Märkten in Asien belasten schwache US-Vorgaben, hohe Kapitalabflüsse aus China sowie ernüchternde Wortmeldungen zum Zustand der japanischen Wirtschaft seitens der japanischen Regierung. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus vorerst weiterhin auf die Marke von 9.600 Punkten gerichtet. Gelingt es den Bullen nicht, den Widerstandsbereich nachhaltig zu überwinden, droht ein erneuter Angriff auf die August-Tiefs bei 9.340 Punkten. Das nächste Zwischenziel auf der Oberseite wartet hingegen bei 9.700 Punkten.

Devisen

Am Donnerstag konnte der Euro einmal mehr von der Unsicherheit am Aktienmarkt profitieren. Die anhaltenden Schwächesignale aus den Schwellenländern könnten dazu führen, dass die US-Notenbank die Zinswende weiter hinauszögern wird. Der Euro gewann merklich an Boden und scheiterte erst am Widerstand bei 1,13 US-Dollar. Am späten Donnerstagabend fiel der Euro dann allerdings deutlich von seinen Hochs zurück, nachdem US-Notenbankpräsidentin Yellen in einer Rede bekräftigt hatte, noch in diesem Jahr einen ersten Zinsschritt wagen zu wollen, falls die Umstände dies begünstigen sollten. Im frühen Freitagshandel finden sich die nächsten Zwischenziele im Chartbild nun bei 1,1130 sowie 1,11 US-Dollar auf der Unterseite sowie bei 1,1220 und 1,1270 US-Dollar auf der Oberseite.

Rohstoffmarkt

Gemischt ausgefallene US-Konjunkturdaten sowie anhaltende Probleme in den Schwellenländern, die die Hoffnung auf ein weiteres Hinauszögern der US-Zinswende erhöhten, brachten am Donnerstag deutlichen Rückenwind für den Goldpreis mit sich. Das Edelmetall durchbrach den Widerstand bei 1.140 US-Dollar und kam erst unterhalb der Widerstände bei 1.160 US-Dollar zum Stehen. Gelingt es den Bullen nicht, die Hürde zu überwinden, droht ein erneuter Bärenangriff auf die 1.140 US-Dollar.

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