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Morning News

Zum Wochenstart wurde der DAX mit dem siebten Minus in Serie deutlich unter die Marke von 10.000 Punkten gedrückt. Mit negativen Vorzeichen aus Asien, wo der sich fortsetzende Ausverkauf an den chinesischen Börsen auch die übrigen Indizes in Fernost mit in die Tiefe zog und der Abverkauf anderer Asset-Klassen, etwa bei den Rohstoffen und den Schwellenländerwährungen befeuert wurde, startete der heimische Leitindex deutlich leichter in den Handel.

An einem nachrichtenarmen Handelstag bestimmte die Angst an den chinesischen Finanzplätzen, wo es zu Panikverkäufen gekommen war, abermals das Geschehen auf dem Börsenparkett. Angekündigte Stützungsmaßnahmen der chinesischen Notenbank, die auf eine Kürzung der Mindestreserven abzielen, welche die Banken vorhalten müssen, verpufften ebenso wie die jüngsten Interventionen am chinesischen Aktienmarkt, was die Ängste vor einem anhaltenden Ausverkauf und einer harten Landung der chinesischen Wirtschaft möglicherweise noch verstärkt haben könnte. Die negativen Auswirkungen des sich abkühlenden chinesischen Konjunkturmotors auf die globale Konjunktur jedenfalls sind unbestritten, auch wenn sich jüngst die Stimmen mehrten, die die jüngsten Panikverkäufe als übertrieben abstempelten.

Entsprechende Belege lieferten etwa der Internationale Währungsfonds, der in Bezugnahme auf die jüngsten Geschehnisse in China keinesfalls von Krise, sondern lediglich von notwendigen Anpassungen spricht, oder der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in Person des Außenwirtschaftsbeauftragten Treier. Dieser hatte am Wochenende vor den realwirtschaftlichen Auswirkungen durch die schwächelnden Schwellenländer gewarnt und zugleich die Erwartungen an das weltwirtschaftliche Wachstum in diesem Jahr gesenkt. Ein Konjunkturbarometer der Federal Reserve Chicago signalisierte indes, dass die wirtschaftliche Aktivität in der größten Volkswirtschaft der Erde im Juli deutlich angezogen hatte, was wiederum die Position untermauert, dass der Konjunkturmotor insbesondere in vielen Industrienationen weiterhin mit soliden Drehzahlen läuft. Dass die Märkte in Europa und Übersee dennoch Achterbahn fuhren, war letztendlich mehreren Faktoren geschuldet, zu denen neben den gestiegenen (Konjunktur-)Sorgen an den Märkten, die am Anstieg diverser ´Angst-Indizes´ wie etwa dem VIX abzulesen war, u.a. auch die Unsicherheit über den Zeitpunkt der nächsten US-Zinswende, fallende Rohstoffpreise, ein deutlich festerer Euro oder die im August traditionell niedrigeren Umsätze an den Börsen gehörten. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag schließlich abermals mit deutlichen Verlusten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien setzt sich der Ausverkauf in Japan sowie an den chinesischen Festlandsbörsen fort, während sich viele andere Märkte nach dem jüngsten Sell-off leicht erholt präsentieren. Auch die Futures auf die US-Indizes ziehen deutlich an. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst erholt erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ähnelt die momentane Ausgangssituation der gestrigen. Auf der Unterseite gilt es zunächst, die Marke von 9.600 Punkten zu verteidigen, da sonst erneut schnelle Rückläufe bis auf 9.400 Punkte drohen. Erste Ziele auf der Oberseite warten bei 9.700 Punkten sowie in der Folge bei 9.770 und 9.800 Punkten.

Devisen

Die anhaltenden Kurskapriolen und die gestiegene Unsicherheit an den Finanzmärkten mehren die Zweifel an einem zeitnahen Zinsschritt der US-Notenbank. Der Euro ist weiterhin Nutznießer dieser Situation. Zum Wochenstart verbuchte die europäische Gemeinschaftswährung abermals deutliche Zugewinne. Erst im Bereich von 1,1670 US-Dollar konnte der Vormarsch der Bullen gestoppt werden. In der Folge konsolidierte der Euro deutlich. Die Abwärtsbewegung kam im frühen Dienstagshandel knapp oberhalb von 1,15 US-Dollar zu Stehen. Nun läuft ein erneuter Bullenangriff auf die 1,16 US-Dollar. Gelingt es, die Hürde zu überwinden, warten die nächsten Zwischenziele im Bereich der Vortageshochs. Unterhalb von 1,1540 US-Dollar drohen allerdings ein Bärenangriff auf die 1,15 US-Dollar und Anschlusstiefs in den Bereich um 1,1470 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Die anhaltenden Konjunktursorgen drückten die Ölpreise auch zu Wochenbeginn weiter ins Minus. Den Bullen gelang es erst im Bereich der Unterstützung von 42 US-Dollar, den Abwärtstrend zu stoppen. Sollte es jedoch nicht gelingen, die Marke von 44 US-Dollar zurückzuerobern, drohen ein erneuter Angriff auf die Unterstützung sowie ein Test der Unterstützungszone bei 40 US-Dollar.

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