flatex Magazin

News rund um den DAX und die Börse. Unser Marktanalyst Oswald Salcher und unsere Morning News halten Sie auf dem Laufenden.

Immer auf dem neuesten Stand. RSS-Feed abonnieren.

erstellt von flatex Team

Morning News

Nach der kräftigen Erholung zu Wochenbeginn verbuchte der DAX zur Wochenmitte erstmals wieder Verluste. Mit positiven Vorzeichen aus Asien, wo neben der Hoffnung auf eine Lösung im Schuldenstreit und freundlichen Vorgaben der Wall Street auch ein leichterer Yen stützen konnte, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Noch vor der Eröffnung hatten zudem aktualisierte Wachstumszahlen aus Frankreich gefallen, die bestätigten, dass die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone, vom gestiegenen Konsumklima belebt, zu Jahresbeginn deutlich an Fahrt gewonnen hatte. Dass Frankreich allerdings noch einen schweren Weg vor sich hat, signalisierten die später veröffentlichten, auf einen neuen Rekordwert angestiegenen Arbeitslosenzahlen. Hierzulande untermauerte der vielbeachtete Ifo-Index indes, dass das griechische Schuldendrama weiterhin die Unternehmen verunsichert und damit die Wirtschaft lähmt. Das Konjunkturbarometer fiel den zweiten Monat in Folge und deutlich stärker als erwartet zurück. Ifo-Präsident Sinn kommentierte, die Aussichten für die heimische Wirtschaft seien gedämpft. Allerdings machte eine weitere Studie zugleich Mut: Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erwartet vorerst bis zum Ende des nächsten Jahres weiterhin robustes Wachstum bei steigenden Beschäftigtenzahlen und anziehenden Löhnen.

Auch die US-Daten vom Nachmittag wussten zu gefallen. Aktualisierte Wachstumszahlen zum ersten Quartal signalisierten, dass die Wachstumsdelle doch deutlich kleiner ausgefallen war als zunächst befürchtet. Auch hier war es ein starker Binnenkonsum, der deutlich positiv zur Aufwärtsrevision der Ergebnisse beitragen konnte. Über allem schwebte am Mittwoch jedoch abermals das griechische Schuldendrama, welches die US-Börsen schlussendlich ebenfalls ins Minus drücken sollte. Während zunächst noch die Hoffnung bestand, dass Schuldner und Gläubiger auf Grundlage der neuesten griechischen Blaupause bald eine Einigung erzielen könnten, ging es für die Aktienmärkte am Mittag deutlich bergab, als die Nachricht die Runde machte, dass der Internationale Währungsfonds weiterhin Nachbesserungsbedarf bei den Steuer- und Reformplänen sieht. Die Verhandlungen, die bis in die Nacht weiterliefen, wurden schließlich auf heute morgen vertagt. Ab Mittag wird die Eurogruppe zusammentreffen, am Nachmittag treffen sich die EU-Staats- und Regierungschefs.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die negativen US-Vorgaben auf, die Sorgen um Griechenland, um zu stark gestiegene Kurse an den chinesischen Börsen und ein festerer Yen belasten zusätzlich. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist der Bereich um 11.450 bzw. 11.460 Punkte das Sprungbrett für einen erneuten Angriff auf die Marke von 11.500 Punkten. Sollten die Bären jedoch das Zepter an sich reißen, drohen nach einem gelungenen Angriff auf die 11.400 Punkte weitere Zwischenziele bis auf 11.370, 11.330 und 11.300 Punkte.

Devisen 

Nach dem jüngsten Abverkauf konnte sich der Euro etwas erholen und zur Wochenmitte die Marke von 1,12 US-Dollar zurückerobern. Positive Konjunkturdaten aus den USA sowie die Zuspitzung im Schuldenstreit dürften das weitere Aufwärtspotenzial allerdings vorerst in Grenzen halten. Erst ein Sprung über die Marke von 1,1280 US-Dollar sollte einen gelungenen Angriff auf die 1,13 US-Dollar wahrscheinlicher machen. Auf der Unterseite drohen bei einem Bruch der 1,12 US-Dollar schnelle Tiefs bis auf 1,1160 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Gefallene US-Lagerbestände, die von soliden US-Konjunkturdaten flankiert wurden, sorgten bis zur Wochenmitte wieder für steigende Notierungen am Ölmarkt. In der Folge gelang es Brent jedoch nicht, den hartnäckigen Widerstand bei 65 US-Dollar zu überwinden. Während die Bullen auf der Oberseite weiterhin die 65 US-Dollar anvisieren, findet sich das nächste Zwischenziel auf der Unterseite bei 62 US-Dollar.

Comments (0)

No comments found!

Write new comment

Disclaimer
Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

Sie sind noch
kein Kunde bei
flatex?

Eröffnen Sie ein Konto und profi-
tieren Sie von allen Vorteilen!

Jetzt Konto eröffnen

Twitter