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Morning News

Nach den starken Vortagesverlusten präsentierte sich der DAX zur Wochenmitte leicht erholt. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo schwache Vorgaben der Wall Street sowie neuerliche Schwächesignale aus der chinesischen Industrie belasteten, startete der heimische Leitindex kaum verändert in den Tag.

Zur Eröffnung hatten ermutigende Konjunkturdaten aus Frankreich gestützt. Während sich die Stimmung auf dem Dienstleistungssektor der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im September nur leicht aufgehellt hatte, übersprang der schwächelnde Industriesektor Frankreichs erstmals seit Juni wieder die Wachstumsschwelle. In Deutschland signalisierten die entsprechenden Daten indes weiterhin robustes Wachstum, auch wenn sich die Sentimentbarometer im September leicht eingetrübt hatten. Gleiches gilt auch für die gesamte Eurozone: Die hohen Orderzahlen signalisieren auch für die kommenden Monate solides Wachstum.

Diese Einschätzung teilt auch EZB-Präsident Draghi, der bei einer Anhörung am Mittwoch zwar auf gestiegene Abwärtsrisiken für die Konjunktur, zugleich aber auch auf ein robustes Konsumklima, die anziehende Kreditvergabe sowie niedrige Ölpreise verwies, welche die Konjunktur im Euroraum neben der weiterhin anhaltend lockeren Geldpolitik stützen sollten. Zugleich betonte er jedoch auch, dass die Europäische Zentralbank bei weiter fallenden Inflationserwartungen durchaus bereit sei, die Geldpolitik weiter zu lockern. Im ereignisarmen Nachmittagshandel signalisierte ein Konjunkturbarometer für den US-Industriesektor schließlich, dass auch hier weiterhin mit robustem Wachstum gerechnet werden darf, auch wenn das Sentimentbarometer angesichts eines belastend starken US-Dollars sowie mäßiger Nachfrage von den Überseemärkten im September auf einem 22-Monatstief verharrte. Im Soge des schwachen Rohstoffsektors, der einmal mehr von enttäuschenden chinesischen Konjunkturdaten belastet wurde, beschlossen die US-Indizes den Handelstag mit leichten Verlusten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag uneinheitlich. In Asien greifen die Märkte die negativen Vorgaben auf, während ein festerer Yen und Schwächesignale aus der japanischen Industrie zusätzlich belasten. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird derDAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive bleibt der Fokus zunächst auf die Marke von 9.600 Punkten gerichtet. Sollte es den Bullen nicht gelingen, die Hürde zu überwinden, drohen ein Angriff auf das jüngste Bewegungstief bei 9.490 Punkten sowie übergeordnet ein Test des August-Tiefs bei 9.340 Punkten. Kannder Widerstand durchbrochen werden, sind die Vortageshochs bei 9.700 Punkten nächstes Etappenziel auf der Oberseite. 

Devisen

Die jüngsten Ausführungen von EZB-Präsident Draghi brachten am Mittwoch keine Hinweise auf eine baldige, neuerliche geldpolitische Lockerungsrunde der Europäischen Zentralbank mit sich. Entsprechende Gerüchte, die in den Vortagen immer wieder aufgetaucht waren, hatten zuletzt teilweise auch die europäische Gemeinschaftswährung belastet. Im Anschluss an die Anhörung Draghis gewann der Euro an Boden. Ein erster Test des Widerstandsbereichs bei 1,12 US-Dollar scheiterte jedoch. Sollte ein erneuter Angriff gelingen, warten die nächsten Zwischenziele bei 1,1220 und 1,1270 US-Dollar. Auf der Unterseite haben die Bären erste Ziele bei 1,1130 sowie bei 1,11 US-Dollar im Visier.

Rohstoffmarkt

Enttäuschende chinesische Konjunkturdaten warfen die Ölpreise zur Wochenmitte zurück, bevor stärker als erwartet gesunkene US-Lagerbestände für etwas Unterstützung sorgten. Mit Blick auf den Brent-Chart warten die nächsten Zwischenziele auf der Oberseite im Bereich zwischen 49 und 50 US-Dollar. Auf der Unterseite drohen bei einem Bruch der Verteidigungslinie bei 47 US-Dollar schnelle Anschlusstiefs bis auf 45 US-Dollar.

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