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erstellt von flatex Team

Morning News

Zum Wochenschluss verbuchte der DAX bereits das sechste Minus in Serie. Mit negativen Vorzeichen aus Asien, wo enttäuschende chinesische Industriedaten die Sorgen um die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde sowie den anhaltenden Ausverkauf in den Schwellenländern noch verstärkten und schwache US-Vorgaben und die Unsicherheiten um die zunehmenden Spannungen an der innerkoreanischen Grenze und um die Neuwahlen in Griechenland zusätzlich belasteten, startete der heimische Leitindex deutlich leichter in den Tag.

Überdies war das vor dem Handelsstart veröffentlichte GfK-Konsumklimabarometer hinter den Erwartungen zurückgeblieben, was ebenfalls missfiel. Trotz dieser giftigen Gemengelage war es ermutigenden Konjunkturdaten aus der Eurozone im Anschluss zumindest phasenweise gelungen, den Gesamtmarkt etwas zu stützen. Unter den robusten Signalen, die sowohl der Industriesektor als auch die Dienstleister der Währungsunion sendeten, taten sich insbesondere unerwartet positive Signale des heimischen Industriesektors hervor, während der französische Industriesektor zumindest vorerst weiterhin nicht in die Gänge zu kommen scheint. Ein Konsumklimabarometer für den Wirtschaftsblock sendete im August ebenfalls ermutigende Signale. 

Am Nachmittag verstärkten durchwachsene US-Konjunkturdaten das negative Sentiment noch zusätzlich, da ein Sentimentbarometer für den Industriesektor der größten Volkswirtschaft der Erde im Juli auf den tiefsten Stand seit 21 Monaten zurückgefallen war. Dennoch verharrt das Konjunkturbarometer damit weiter deutlich oberhalb der Expansionsschwelle, was die bestehenden Sorgen hinsichtlich eines baldigen Zinsschrittes der US-Notenbank trotz der angewachsenen Unsicherheiten immerhin aufrecht erhalten konnte. Die US-Indizes beschlossen die Handelswoche mit einem deutlichen Minus. Mit Blick auf die steigenden Ängste um den erlahmenden chinesischen Konjunkturmotor meldete sich am Wochenende auch der Internationale Währungsfonds zu Wort. Die Experten des IWF betrachten sowohl die jüngsten Kurskapriolen als auch die Abkühlung des chinesischen Konjunkturklimas als natürliche Reaktionen. Es sei allerdings verfrüht, von einer Krise der chinesischen Volkswirtschaft zu sprechen. China werde in diesem Jahr ein Wachstum deutlich oberhalb der Sechsprozentmarke erreichen. 

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Asien greifen die Märkte die negativen Vorgaben vom Wochenschluss auf, während die Notierungen angesichts des anhaltenden Ausverkaufs in den Schwellenländern sowie auf dem Rohstoffsektor abermals deutlich ins Minus gedrückt werden. Die Futures auf die US-Indizes fallen ebenfalls deutlich zurück. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst tief im Minus erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive findet sich das nächste, übergeordnete Zwischenziel auf der Unterseite bei 9.600 Punkten. Auf der Oberseite muss es zunächst gelingen, die Marke von 9.800 Punkten zurückzuerobern. Übergeordnetes Ziel für die Bullen ist zunächst die Marke von 10.000 Punkten.

Devisen

Angesichts der gestiegenen Konjunktursorgen und der jüngsten Marktturbulenzen mehren sich die Zweifel, dass die US-Notenbank in diesem Umfeld tatsächlich die Zinsen anheben wird. Nutznießer dieser Situation ist der Euro, der mit hoher Dynamik in Richtung der Hürde bei 1,15 US-Dollar läuft. Ein erster Angriff der Bullen konnte am frühen Montagmorgen allerdings abgewehrt werden. Sollte es gelingen, die kleinen Hürden bei 1,1450 und 1,1480 US-Dollar abermals zu überwinden, ist ein erneuter Angriff nur eine Frage der Zeit. Ein Gegenschlag der Bären könnte den Euro dagegen zunächst bis auf 1,1370 US-Dollar zurückwerfen.

Rohstoffmarkt

Die anhaltenden Konjunktursorgen, insbesondere die schwachen chinesischen Konjunkturdaten aus der Vorwoche sowie ein anhaltend bearishes Sentiment für Rohstoffe werfen die Ölpreise weiter zurück. Während die Bären auf der Unterseite mittlerweile die Marken von 44 und 42 US-Dollar ins Visier nehmen, hätte eine Erholungsbewegung zunächst Raum bis in den Bereich zwischen 46 und 47 US-Dollar.

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