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Morning News

Auch am Donnerstag ging der DAX mit einem Minus, dem dritten in Serie, aus dem Handel. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo die sich fortsetzende Erholung der chinesischen Börsen, ein schwächerer Yen und starke japanische Exportzahlen die schwachen Vorgaben der Wall Street egalisierten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Noch vor Eröffnung hatten zudem frische Zahlen aus der heimischen Berichtsaison gestützt, die mehrheitlich zu gefallen vermochten. Erfreulich waren anschließend auch die spanischen Arbeitsmarktdaten: In der viertgrößten Volkswirtschaft der Eurozone fielen die Arbeitslosenzahlen im abgelaufenen Quartal deutlich zurück, was zugleich ein Vierjahrestief bedeutete. Eine zunehmende Entspannung deutet sich auch in der Causa Griechenland an, bei der EU-Kommissionspräsident Juncker einen Grexit nach der jüngsten Verabschiedung wichtiger Reformen durch das griechische Parlament definitiv vom Tisch wähnt. An einem insgesamt ruhigen Handelstag waren es einzig der deutlich anziehende Euro sowie das stärker als erwartet zurückgefallene Konsumklima in der Eurozone, die nicht ins solide Stimmungsbild im Euroraum passen wollten.

In Großbritannien sorgten überraschend schwache Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel hingegen durchaus für einige Sorgenfalten. Die US-Daten vom Nachmittag wussten dagegen auf ganzer Linie zu überzeugen. Die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten sendeten zunächst derart robuste Signale, dass die Statistiker in der Historie bis in das Jahr 1973 zurückgehen mussten, um ähnlich starke Zahlen ausfindig zu machen. Passend dazu hatte sich auch ein nationales Konjunkturbarometer der Federal Reserve Chicago im Juni wieder deutlich aufgehellt. Flankiert wurden die positiven Daten von einem deutlich besser als erwartet ausgefallenen Sammelindex der Frühindikatoren. Damit deutet sich zumindest im großen Bild an, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der größten Volkswirtschaft der Erde für einen baldigen Zinsschritt der US-Notenbank stimmen könnten. Auf der Unternehmensebene hingegen wird der starke US-Dollar, der durch den nahenden Zinsschritt weiter aufwerten könnte, zunehmend zur Belastung, wie auch die jüngsten, mehrheitlich enttäuschenden US-Quartalszahlen verdeutlichten. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag abermals mit Verlusten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die negativen US-Vorgaben auf, während enttäuschende Signale aus der chinesischen Industrie sowie ein schwacher Rohstoffsektor noch zusätzlich belasten. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst leichter erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, die Marke von 11.500 sowie den Bereich bei 11.530 bzw. 11.540 Punkten zurückzuerobern. Gelingt dies nicht, drohen ein Test der nachbörslichen Vortagestiefs bei 11.440 Punkten sowie ein Angriff auf die 11.400.

Devisen

Mit der Verabschiedung weiterer wichtiger Reformen in Athen gelang es dem Euro, seine jüngste Erholung fortzusetzen. Die hohe Hürde bei 1,10 US-Dollar war allerdings zunächst Endstation. Gelingt den Bullen ein neuer Anlauf, wären bei einem erfolgreichen Angriff schnelle Anschlussziele bis auf 1,1050 US-Dollar möglich. Fällt der Kurs allerdings unter die Marke von 1,0940 US-Dollar zurück, könnten die Bären schnell zum Angriff auf die 1,09 US-Dollar übergehen.

Rohstoffmarkt

Beim Edelmetall zeigen sich die Bären weiterhin in Angriffslaune. Mit starken US-Konjunkturdaten im Rücken drang eine neue Angriffswelle bis auf 1.077 US-Dollar vor. Übergeordnet drohen nun Ziele bis auf 1.060 US-Dollar, falls es den Bullen nicht gelingen sollte, über das letzte Bewegungstief bei 1.086 sowie in der Folge über die Marke von 1.090 US-Dollar zu springen.

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