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Morning News

Am Dienstag knüpfte der DAX an die Zugewinne vom Wochenstart an. Mit freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo durchwachsene chinesische und japanische Industriedaten von positiven Vorgaben der Wall Street, einem schwächeren Yen und der anhaltenden Hoffnung auf eine einvernehmliche Lösung im griechischen Schuldenstreit in den Hintergrund gedrängt wurden, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Das zurückgefallene französische Geschäftsklima, das noch vor der Eröffnung vermeldet wurde, vermochte indes nicht zu belasten. Dies war wiederum erfreulichen Konjunkturdaten zu verdanken, die auch aus Frankreich folgen sollten, denn im Euroraum kletterte die Unternehmensstimmung auf ein Vierjahreshoch. Dabei wusste nicht nur der Sammelindex zu überzeugen, auch die einzelnen Sentimentbarometer, die für Industrie und Dienstleister aus Frankreich und Deutschland gemeldet wurden, überraschten jeweils positiv. Zudem gelang es der französischen Industrie im Juni, die anhaltende Lethargie und damit erstmals seit April 2014 auch die Expansionsschwelle zu überwinden. Garniert wurde die positive Momentaufnahme aus der Eurozone von überraschend starken Orderzahlen für die italienische Industrie sowie robusten italienischen Konsumdaten, die zugleich schwächere Umsatzzahlen des verarbeitenden Gewerbes für April vergessen machten. 

Unterdessen gewinnen die Verhandlungen zum griechischen Schuldenprogramm weiter an Fahrt. Während sich Frankreichs Premier Valls noch am Vorabend zuversichtlich zeigte, dass ein Konsens in greifbare Nähe rückt, berichten die Medien für den Fall einer raschen Einigung am Abend bereits über die Vorbereitung einer schnellen Finanzspritze, mit der Griechenland die Schulden an den Internationalen Währungsfonds zum Monatsende begleichen könnte. Die US-Daten vom Nachmittag brachten anschließend Licht und Schatten, wobei unter dem Strich klar die positive Lesart überwog. So fielen im Mai etwa die Bestellzahlen für langlebige Wirtschaftsgüter abermals zurück, allerdings stiegen die Orderzahlen, um die Bestellungen für den mobilen Transportsektor bereinigt, bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr an. Auch auf dem US-Immobilienmarkt stehen die Zeichen weiter günstig, wie frische Konjunkturdaten untermauerten. Der einzig wirkliche Wermutstropfen war dagegen ein stärker als erwartet zurückgefallenes Sentimentbarometer für den Industriesektor – und dennoch bleibt das verarbeitende Gewerbe in den USA weiter klar auf Expansionskurs. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag im Plus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die positiven US-Vorgaben auf, während ein leichterer Yen und die Hoffnung auf eine Einigung im Schuldenstreit zusätzlich stützen. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Plus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive muss es den Bullen gelingen, den Widerstandsbereich bei 11.600 Punkten nachhaltig zu überwinden. Dafür müsste der Sprung über die Vortageshochs gelingen, die im Bereich um 11.640 Punkte warten. Sollten die Bullen scheitern und die Marke von 11.500 Punkten fallen, finden sich die nächsten Etappenziele auf der Unterseite bei 11.440 bzw. 11.400 Punkten.

Devisen

Mit einer wahrscheinlichen Lösung für Griechenland und den unter dem Strich weiterhin ermutigenden Konjunkturdaten aus den USA erscheint die nahende US-Zinswende zurück auf dem Radar. Der Euro verlor am Dienstag in der Spitze zwei Cent. Die Talfahrt wurde erst im Bereich der Unterstützung bei 1,1160 US-Dollar gestoppt. Zur Stunde holen die Bullen zum Gegenschlag aus. Sollte es jedoch nicht gelingen, sich oberhalb von 1,12 US-Dollar zu etablieren, drohen ein Test des Vortagestiefs und weitere Rückläufe bis in den Bereich zwischen 1,11 und 1,1120 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Eine sich abzeichnende Lösung für Griechenland, ermutigende US-Konjunkturdaten und ein festerer US-Dollar, Vorboten einer nahenden US-Zinswende, bescheren dem Edelmetall weiter kräftigen Gegenwind. Bullen und Bären ringen aktuell an der Unterstützungszone um 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar miteinander. Sollten die Bären die Oberhand behalten, könnten schnelle Tiefs bis auf 1.160 US-Dollar folgen. Für die Bullen gilt es hingegen, die Marke von 1.180 US-Dollar zurückzuerobern, um Ziele bis 1.190 US-Dollar ins Visier nehmen zu können.

 

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