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Morning News

Am Donnerstag verbuchte der DAX erneut Verluste. Mit mehrheitlich freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo positive Vorgaben der Wall Street, ein schwächerer Yen und neuerlich aufkommende Hoffnungen hinsichtlich chinesischer Konjunkturstimuli enttäuschende Industriedaten aus China überlagerten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Ermutigende Konsumdaten aus Deutschland und Frankreich, die noch vor der Eröffnung gemeldet wurden, hatten zunächst ebenso stützen können wie erfreuliche Arbeitsmarktdaten aus Spanien. Doch mit den nachfolgenden, enttäuschend ausgefallenen Einkaufsmanagerindizes aus der Eurozone sollte die Stimmung am Markt alsbald drehen. Bereits die Sentimentbarometer für das verarbeitende und nicht-verarbeitende Gewerbe Frankreichs trieben wieder die Sorgenfalten auf die Stirn: Während das Barometer für die Industrie weiter unterhalb der Wachstumsschwelle verharrt und im April sogar noch zurückgefallen war, droht auch dem Dienstleistungssektor, der nur noch knapp oberhalb der Wachstumsschwelle notiert, der Stillstand. In Deutschland verringerte sich das Wachstumstempo in beiden Sektoren ebenfalls unerwartet deutlich. Für die Eurozone war es unter dem Strich der erste Rückschlag nach vier positiven Monaten.

Doch auch andernorts konnten die Konjunkturdaten an diesem Tag nicht überzeugen. In Großbritannien waren es die Umsatzzahlen der Einzelhändler, die die Marktprognosen für den März unerwartet deutlich verfehlten. Anstatt des erhofften Anstieges musste der Einzelhandel gar einen Rückschlag hinnehmen. In den USA waren anschließend die wöchentlichen Zahlen vom Arbeitsmarkt etwas hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Der Aufwärtstrend ist dennoch weiterhin robust. Enttäuschender war eher der Rückschlag für das verarbeitende Gewerbe: Ein Sentimentbarometer für den Industriesektor fiel im April stärker zurück als vom Markt erwartet. Frische Zahlen vom Immobilienmarkt verfehlten die Prognosen zu guter Letzt deutlich, womit das Auf und Ab bei den Konjunkturdaten aus der größten Volkswirtschaft der Erde weiter anhält. Ein abermals fester Rohstoffsektor und die starke Technologiebörse Nasdaq, die alte Höchststände erreichte, konnten die US-Börsen dennoch stützen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien können die freundlichen US-Vorgaben nur vereinzelt stützen, während ein festerer Yen und Gerüchte über eine chinesische Transaktionssteuer belasten. Die Futures auf die US-Indizes präsentieren sich uneinheitlich. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive muss es den Bullen gelingen, den Widerstand bei 11.800 Punkten zurückzuerobern, da sonst zunächst schnelle Tiefs bis auf 11.600 Punkte drohen. Gelingt es, sich oberhalb von 11.800 Punkten zu etablieren, könnte sich der Fokus schnell wieder auf die 12.000 richten.

Devisen

Positive Signale aus Frankfurt, wo die Europäische Zentralbank den Rahmen für griechische Notkredite ausweitete und schwache US-Konjunkturdaten, die ein deutliches Kontrastprogramm zu den ermutigenden Zahlen vom Vortag bildeten, brachten Rückenwind für die europäische Gemeinschaftswährung. Der Euro konnte in der Folge den Widerstand bei 1,08 US-Dollar überwinden und lief bis an die Widerstandszone bei 1,0840 US-Dollar heran. An dieser Stelle drehte der Euro wieder ab. In den nächsten Handelsstunden wird es zunächst darauf ankommen, ob die Bullen die Marke von 1,08 US-Dollar verteidigen können. Sollte es gelingen, finden sich die nächsten Ziele oberhalb von 1,0840 US-Dollar im Bereich zwischen 1,0880 und 1,09 US-Dollar. Sollten die Bären allerdings die Oberhand gewinnen oder der später auf dem Programm stehende Ifo-Index enttäuschen, könnten schnelle Tiefs bis in den Bereich um 1,0680 US-Dollar folgen.

Rohstoffmarkt

Die unsichere Situation im Mittleren Osten, wo Luftschläge der saudischen Luftwaffe zuletzt für Verunsicherung sorgten sowie die steigende Zahl von US-Ölplattformen, die aufgrund der niedrigen Ölpreise vom Netz genommen werden, sorgen bei einer zugleich anziehenden Nachfrage wieder für etwas Rückhalt im Bullenlager. Ein Test des Widerstandes bei 65 US-Dollar scheiterte jedoch erneut. Sollte es den Bullen nicht gelingen, die Marke zu überwinden, drohen Rückläufe bis 62 bzw. bis auf 60 US-Dollar.

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