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Morning News

Am Donnerstag war es dem DAX mit einem satten Plus gelungen, an die Gewinne vom Vortag anzuknüpfen.

Mit uneinheitlichen Vorzeichen aus Asien, wo schwache Vorgaben der Wall Street belasteten und die Investoren vor den mit Spannung erwarteten Notenbankentscheidungen der EZB sowie der Bank of Japan in der kommenden Woche ohnehin die Seitenlinie bevorzugten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag. Positive Konjunkturdaten aus Frankreich, wo sich das Geschäftsklima im Oktober weiter aufhellte und ein Vierjahreshoch markierte, sowie aus Spanien, wo die Arbeitslosenquote im abgelaufenen Quartal auf den tiefsten Stand seit 2011 gefallen war, konnten den Markt im frühen Handel allerdings stützen. Eine für das kommende Jahr gesenkte Wachstumsprognose des Deutschen Industrie- und Handelskammertages fiel dagegen kaum ins Gewicht und war nach dem Zinsentscheid der EZB sowie der anschließenden Pressekonferenz von EZB-Präsident Draghi ohnehin schnell vergessen. Zwar beließen die Währungshüter die Geldpolitik erwartungsgemäß unangetastet, allerdings stellte Mario Draghi für Dezember angesichts niedriger Inflation und zunehmenden Konjunkturrisiken, die am Nachmittag zudem von einem sich eintrübenden Konsumklima in der Eurozone untermauert wurden, weitere geldpolitische Lockerungsmaßnahmen in Aussicht. Neben einer Ausweitung des Anleihekaufprogrammes steht auch eine weitere Absenkung des Einlagesatzes zur Diskussion. Der Aktienmarkt reagierte mit einem Kursfeuerwerk, das durch einen deutlich schwächeren Euro noch heller strahlte.

Auch außerhalb der Eurozone gab es durchaus Grund zur Freude. In Großbritannien zeichneten sich die überraschend stark gestiegenen Umsatzzahlen des Einzelhandels verantwortlich. In den USA wussten die wöchentlichen Arbeitsmarktdaten einmal mehr zu überzeugen. Auch vom US-Immobilienmarkt, wo die Preise weiter steigen und die Verkaufszahlen bestehender Häuser das zweithöchste Niveau seit 2007 erreichten, kamen gesunde Signale. Gleiches galt für ermutigende Unternehmenszahlen aus der laufenden Berichtsaison. Der einzige Wermutstropfen aus der größten Volkswirtschaft der Erde kam seitens der Frühindikatoren: Der Sammelindex hatte sich im September etwas stärker eingetrübt als zunächst prognostiziert. Dies reichte jedoch nicht, um die Anleger zu verstimmen. Die US-Indizes folgten den Vorgaben aus Europa und beschlossen den Handelstag mit deutlichen Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag freundlich. In Asien greifen die Märkte die positiven Vorgaben aus Europa und den USA auf, während ermutigende Signale aus der japanischen Industrie und vom chinesischen Immobilienmarkt zusätzlich stützen. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Plus erwartet.

Sollte es angesichts der angedeutet starken Eröffnung gelingen, sich zunächst oberhalb der Marke von 10.600 Punkten etablieren zu können, findet sich das nächste Zwischenziel für die Bullen bei 10.660 Punkten. Die 100-Tage-Linie wartet knapp darüber bei 10.675 Punkten. Gelingt es nicht, sich oberhalb der 10.600 zu etablieren, drohen Rückläufe bis auf 10.570 bzw. 10.530 Punkte.

Devisen

Mit der Aussicht auf weitere geldpolitische Stimuli der Europäischen Zentralbank ging es für den Euro am Donnerstag deutlich bergab. Die Abwärtsdynamik war so hoch, dass auch die 200-Tage-Linie deutlich durchbrochen wurde. Gelingt es den Bullen nicht, zum Gegenschlag auszuholen und die Linie, die aktuell bei 1,1125 US-Dollar verläuft, zurückzuerobern, droht bei anhaltender Abwärtsdynamik unterhalb der Tagestiefs bei 1,1070 US-Dollar ein schneller Angriff auf die Marke von 1,10 US-Dollar. Ein Gegenschlag der Bullen hätte dagegen zunächst Raum bis auf 1,1160 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Obwohl die Europäische Zentralbank frische Stimuli in Aussicht stellte, zeigte sich der Goldpreis nur wenig beeindruckt. Neben dem deutlich festeren US-Dollar bremsten auch überzeugende Konjunkturdaten aus den USA, die einen baldigen ersten Zinsschritt der US-Notenbank immerhin legitimieren könnten. Auf der Oberseite bleibt der Fokus daher zunächst auf die 200-Tage-Linie gerichtet, die aktuell bei 1.175 US-Dollar verläuft. Sind die Bullen erfolgreich, warten die nächsten Hürden bereits im Bereich um 1.180 US-Dollar. Übergeordnetes Ziel ist das jüngste Bewegungshoch bei 1.191 US-Dollar. Auf der Unterseite drohen bei einem Fall unter die Marke von 1.160 US-Dollar hingegen Anschlusstiefs bis auf 1.140 US-Dollar.

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