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Morning News

Am Dienstag beschloss der DAX den Handelstag mit einem tiefroten Minus. Mit freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo positive Vorgaben der Wall Street sowie die jüngste Stabilisierung der chinesischen Börsen stützten, startete der heimische Leitindex zunächst kaum verändert in den Tag.

Mit dem sich fortsetzenden Ausverkauf der VW-Aktie sollte jedoch alsbald eine rasante Talfahrt an den Aktienmärkten beginnen. Dabei war der VW-Skandal über manipulierte Abgasmessungen lediglich der Auslöser der anschließend folgenden, gewaltigen Lawine, bei der die Ängste über weitere negative Konsequenzen für den Automobilsektor sowie die damit einhergehenden Verluste des Sektors letztlich nur einer von vielen Gründen für die marktbreit fallenden Notierungen war. Darüber hinaus wurde die Lawine zudem von bestehenden Konjunktursorgen, die abermals an einem schwachen Rohstoffsektor abzulesen waren, sowie der generellen Vorsicht der Investoren, der sich in den vergangenen Tagen etwa am Ausverkauf auf dem Biotech-Sektor ablesen ließ, noch zusätzlich bestärkt. Über allem schwebte schlussendlich die anhaltende Unsicherheit über den weiteren geldpolitischen Kurs der US-Notenbank.

Die ohnehin überschaubare Nachrichtenlage vermochte dem Ausverkauf nichts entgegenzusetzen. Dies galt im frühen Handel sowohl für erfreuliche Nachrichten aus Deutschland, wo die Reallöhne im abgelaufenen Quartal deutlich gestiegen waren und diverse Studien einen anhaltenden Aufwärtstrend am Immobilienmarkt prognostizierten, als auch für die Mittelfrist-Prognose des Kieler Instituts für Weltwirtschaft, das für die heimische Wirtschaft in fünf Jahren eine niedrige Arbeitslosigkeit, deutlich anziehende Löhne sowie voll ausgelastete Kapazitäten prognostizierte. Am Nachmittag scheiterten erfreuliche Daten vom US-Immobilienmarkt schließlich ebenfalls daran, positive Akzente zu setzen. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag ebenfalls mit deutlichen Verlusten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Asien belasten schwache US-Vorgaben, während abermals enttäuschende Daten aus der chinesischen Industrie sowie ein festerer Yen den Abwärtsdruck zusätzlich erhöhen. Die Futures auf die US-Indizes werden ebenfalls leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive muss es den Bullen zunächst gelingen, die Widerstandszone bei 9.600 Punkten zurückzuerobern. Sollte der Gegenschlag jedoch scheitern, drohen ein schneller Angriff auf die 9.500 sowie ein Test der August-Tiefs bei 9.340 Punkten. 

Devisen

Die jüngste Abwärtsbewegung des Euro verlor am Dienstag an Fahrt. Den Bullen gelang es zumindest vorerst, einen Angriff auf die Marke von 1,11 US-Dollar abzuwehren. Sollte es allerdings nicht gelingen, sich oberhalb von 1,1130 US-Dollar zu etablieren, muss mit einem erneuten Angriff auf die 1,11 US-Dollar sowie Anschlusstiefs bis auf 1,1040 US-Dollar gerechnet werden.

Rohstoffmarkt

Die jüngste Erholung der Ölpreise wurde in den vergangenen Handelsstunden ausgebremst. Gegenwind kommt nicht nur von den anhaltenden Konjunktursorgen, die sich durch abermals schwache chinesische Industriedaten noch verstärkten, sondern auch vom zuletzt stärkeren US-Dollar. Die nächsten Etappenziele warten im Falle von Brent bei 50 US-Dollar auf der Oberseite sowie bei 47 US-Dollar auf der Unterseite.

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