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Morning News

Zur Wochenmitte knüpfte der DAX an die Verluste vom Vortag an. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo sowohl die negativen Vorgaben der Wall Street als auch neuerliche Sorgen um die chinesische Konjunktur sowie ein sich eintrübendes japanisches Geschäftsklima und ein festerer Yen belasteten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Erfreuliche Konjunkturdaten aus Frankreich, wo sich das Geschäftsklima im Juli unerwartet weiter aufgehellt hatte, konnten noch vor der Eröffnung zumindest etwas stützen, während die zuletzt eher enttäuschenden Zahlen der US-Berichtsaison weiterhin das Marktsentiment belasteten. Im frühen Handel missfielen anschließend frische Daten aus Italien. Dort signalisierten rückläufige Umsatzzahlen der Einzelhändler eine unerwartet Konsumschwäche. Auch die Orderzahlen für die Industrie der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone enttäuschten. Erfreulich waren immerhin die Nachrichten zur Causa Griechenland. Laut EU-Währungskommissar Moscovici könnte das dritte Hilfsprogamm bis Ende August ausgehandelt sein. Am Abend brachte das griechische Parlament schließlich weitere wichtige Reformen, Voraussetzungen für ein erneutes Hilfsprogramm, auf den Weg.

In Großbritannien rückt indes die Zinswende näher, wie die Zeilen des jüngsten Sitzungsprotokolls der Bank of England andeuteten. Indiz dafür ist ein stärkerer Fokus der Notenbanker auf die Entwicklung der Inflationsrisiken, die zumindest für einige Notenbanker im aktuellen Zinsumfeld zunehmend nach oben zeigen. Angesichts des keineswegs schwachen Pfundes, flacher Inflationsraten und erneut fallender Energiepreise bleibt aber zunächst abzuwarten, ob die geäußerten Einschätzungen schon bald zu den entsprechenden Reaktionen der Notenbanker führen werden. Die US-Immobilienmarktdaten vom Nachmittag überzeugten im Anschluss auf ganzer Linie. Während sich die Preise für Wohneigentum in den USA weiter erholen, waren die Verkaufszahlen für bestehende Häuser im Juni auf ein Achtjahreshoch geklettert. Dass die US-Börsen dennoch leichter schlossen, war den Nachwehen der schwachen Geschäftszahlen aus dem Tech-Sektor geschuldet, die am Anfang der Handelswoche für Verunsicherung und Skepsis sorgten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien egalisieren die sich weiter erholenden chinesischen Börsen, starke japanische Exportzahlen und ein schwächerer Yen die negativen Vorgaben aus den USA. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive finden sich die nächsten Etappenziele auf der Oberseite weiterhin bei 11.600 sowie bei 11.670 Punkten, während es für die Bullen auf der Unterseite gilt, die Unterstützungszone bei 11.480 bzw. 11.500 Punkten zu verteidigen, um Anschlusstiefs bis auf 11.400 Punkte zu verhindern.

Devisen

Nachdem sich der Euro mit dem Rückenwind durch schwache US-Quartalszahlen am Dienstag zwischenzeitlich deutlich erholen konnte, wurde der Aufwärtsdrang der Bullen zur Wochenmitte von starken US-Konjunkturdaten gebremst. Gelingt es der europäischen Gemeinschaftswährung nicht, die jüngsten Bewegungshochs bei 1,0960 US-Dollar zu überwinden, droht ein Bärenangriff auf die 1,09 US-Dollar, der weitere Rückläufe bis auf 1,0860 US-Dollar nach sich ziehen könnte. Sollten sich die Bullen wiederum behaupten können, lockt erneut die Marke von 1,10 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Die Ölpreise stehen weiter unter Druck. Neben dem Atom-Deal mit dem Iran, einem festen US-Dollar und den mitunter aufkommenden Sorgen vor einem Abkühlen der Weltwirtschaft waren es jüngst die unerwartet gestiegenen US-Lagerbestände, die weiteren Rückenwind für das Bärenlager brachten. Im Falle von Brent haben die Bären nun die Marke von 54 US-Dollar im Visier. Ein möglicher Gegenschlag nach den jüngsten Verlusten könnte die Bullen dagegen zunächst bis in den Bereich um die Marke von 58 US-Dollar führen.

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