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erstellt von flatex Team

Morning News

Zum Wochenschluss verbuchte der DAX leichte Verluste. Mit positiven Vorzeichen aus Asien, wo neben freundlichen Vorgaben der Wall Street auch die weiterhin lockere Geldpolitik der japanischen Notenbank sowie die positiven Wachstumsperspektiven für die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt stützten, während die weiterlaufende Korrektur am chinesischen Aktienmarkt kaum belasten konnte, startete der heimische Leitindex fester in den Handel.

An einem insgesamt nachrichtenarmen Handelstag signalisierten heimische Inflationsdaten noch vor der Eröffnung, dass der Druck auf die Verbraucherpreise zumindest vonseiten der Erzeugerebene vorerst verhalten bleiben wird. Am Hexensabbat, dem großen Verfallstag für Futures und Optionen, wussten im Anschluss die starken Zahlen aus der Leistungsbilanz der Eurozone zu gefallen. Der Überschuss im Monat April war deutlich gestiegen, was insbesondere auf den deutlich gestiegenen Überschuss in der Handelsbilanz zurückzuführen war. Rückenwind für die Notierungen kam bis dato darüber hinaus von einem schwächeren Euro, der bis zum Mittag um gut einen Cent bis auf 1,13 US-Dollar zurückgefallen war.

Nach dem Auslaufen der Terminkontrakte am Mittag fiel der DAX vom Tageshoch anschließend jedoch um 250 Punkte zurück und die Causa Griechenland bestimmte fortan wieder die Geschicke der Märkte. Vor dem Sondergipfel der Staats- und Regierungschefs des Euroraums am heutigen Montag wechselten die Anleger, von schwachen US-Börsen flankiert, vermehrt an die Seitenlinie. Griechenlands Ministerpräsident Tsipras zeigte sich am Freitag zwar zuversichtlich, doch derlei Verlautbarungen waren in den vergangenen Wochen bis dato kaum Fortschritte im Schuldenstreit gefolgt. Am späten Sonntag jedenfalls traf ein neuer Kompromissvorschlag aus Griechenland in Brüssel ein. Erste Reaktionen seitens der europäischen Partner stimmen vorsichtig optimistisch, man sprach von einer guten Grundlage für Fortschritte. Allerdings bleibt abzuwarten, ob diese Arbeitsgrundlage ausreichen wird, um die griechische Zahlungsunfähigkeit noch abwenden zu können. Der Verhandlungsmarathon wird den ganzen Montag weiterlaufen. Um 12.30 Uhr tritt die Eurogruppe zusammen, ab 19 Uhr werden die Staats- und Regierungschefs der Eurogruppe schließlich eine Entscheidung forcieren. 

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag freundlich. In Asien, wo sich die Investoren mit Blick auf das bevorstehende Gipfeltreffen in Brüssel zuversichtlich zeigen, verbuchen die Märkte mehrheitlich Gewinne. Die Futures auf die US-Indizes werden ebenfalls fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Plus erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive warten die nächsten Zwischenziele auf der Oberseite bei 11.100, 11.140, 11.200 und 11.250 Punkten. Auf der Unterseite gilt es dagegen zunächst, die 11.000-Punktemarke zu verteidigen. Gelingt dies nicht, drohen schnelle Anschlusstiefs bis auf 11.880 bzw. 11.800 Punkte.

Devisen

Vor den möglicherweise entscheidenden Stunden für Griechenland bleibt die Lage am Devisenmarkt unverändert. Obwohl der Zinsausblick der US-Notenbank den Dollar schwächt, bleibt das Aufwärtspotenzial für den Euro aufgrund der Causa Griechenland vorerst begrenzt. Für die Bullen gilt es zunächst, die Hürden bei 1,14 sowie bei 1,1420 US-Dollar zu überwinden, während auf der Unterseite erst ein Bruch unter die 1,1280 US-Dollar nachhaltigere Tiefs mit sich bringen könnte.

Rohstoffmarkt

Am Ölmarkt rücken die Konsequenzen durch einen möglichen Atom-Deal mit dem Iran in den Vordergrund. Sollten sich die Verhandlungsparteien einigen und die Sanktionen gegen den Iran weiter schrittweise gelockert werden, dürften noch einmal enorme Mengen an Rohöl auf den Weltmarkt strömen. Damit rückt die ohnehin starke Angebotsseite zurück in den Fokus der Investoren. Nachdem es Brent zum Wochenschluss nicht gelungen war, den Widerstand bei 65 US-Dollar zu überwinden, übernahmen die Bären das Zepter. Ein erster Test der Unterstützung bei 62 US-Dollar konnte jedoch abgewehrt werden. Sollte der Kurs die Marke von 63 US-Dollar unterschreiten, ist ein erneuter Angriffsversuch der Bären zu erwarten.

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