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Morning News

Nach dem erfreulichen Wochenstart konnte der DAX am Dienstag erneut verlorenen Boden zurückgewinnen. Mit freundlichen Vorzeichen aus Fernost, wo positive US-Vorgaben und ein schwächerer Yen den hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Sammelindex der japanischen Frühindikatoren überlagerten, startete der heimische Leitindex fester in den Handel.

Wie schon am Montag blieb die Agenda auch am Dienstag überschaubar, sodass sich die Aufmerksamkeit zunächst voll und ganz auf den ZEW-Index richtete. Das Konjunkturbarometer der Finanzexperten hatte sich im April etwas überraschend und damit erstmals seit Oktober 2014 wieder eingetrübt. Wie so oft gab es auch in diesem Fall eine positive und eine negative Lesart. Die Positive: Da die Beurteilung der aktuellen Lage unerwartet stark ausgefallen war und der entsprechende Index von hohen Beschäftigtenzahlen und einem erfreulichen Konsumklima auf den höchsten Stand seit Juli 2011 getrieben wurde, seien von einem derart hohen Niveau aus kaum noch weitere Verbesserungen möglich. Die etwas konservativere Lesart verweist dagegen auf das schwache Wachstum der Weltwirtschaft, allen voran die Wachstumsprobleme in China sowie die Konjunkturdelle in den USA, welche trotz des schwachen Euros die Absatzaussichten für die heimischen Exporteure dämpft.

Die Bundesregierung bleibt aber vorerst optimistisch. Laut Medienberichten wird Bundeswirtschaftsminister Gabriel die Wachstumsprognose der Regierung für 2015 noch in dieser Woche weiter nach oben anpassen. Im Streit um das griechische Schuldenprogramm wird es bis zum Monatsende indes keine weiteren Verhandlungen geben. Nachdem sich die Zusammenarbeit mit den griechischen Behörden weiter schwierig gestaltet, gilt – bis auf Weiteres – die letzte Frist bis zum 30. Juni. An diesem Tag wird das verlängerte Hilfsprogramm endgültig auslaufen, insofern bis dahin keine Einigung über ein Reformpaket erzielt werden konnte. Im US-Handel wurden die Notierungen von durchwachsenen Zahlen aus der US-Berichtsaison ins Minus gezogen. Übernahmefantasien im Pharmasektor konnten zumindest den Tech-Sektor stützen. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag uneinheitlich.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Fernost fehlen angesichts durchwachsener Vorgaben der Wall Street die klaren Tendenzen, allerdings stützen die Spekulationen auf mögliche weitere chinesische Konjunkturstimuli. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive wartet die nächste Hürde auf der Oberseite bei 12.000 Punkten. Sollte es den Bullen nicht gelingen, den Widerstand nachhaltig zu überwinden, drohen zunächst Ziele bis auf 11.800 Punkte. Sollten die Bären auch hier die Oberhand behalten, finden sich die nächsten Ziele bis in den Bereich um die Marke von 11.600 Punkten.

Devisen

Beim Währungspaar wird aktuell insbesondere das Thema Griechenland gespielt. Fehlende Fortschritte, die die Wahrscheinlichkeit für einen Grexit erhöhen, drückten den Euro am Dienstag bis auf 1,0660 US-Dollar ins Minus. Allerdings gelang es den Bullen in der Folge, die Marke von 1,07 US-Dollar zurückzuerobern. Sollte sich die Gemeinschaftswährung über der Unterstützung bei 1,0740 US-Dollar halten, könnten Hochs bis in den Bereich um 1,08 US-Dollar folgen. Die Bären haben dagegen erste Ziele bei 1,07 US-Dollar sowie zwischen 1,0660 und 1,0680 US-Dollar im Visier.

Rohstoffmarkt

Mit vorsichtigen Entspannungssignalen von der arabischen Halbinsel fallen die Ölpreise im frühen Mittwochshandel zurück. Zuvor hatte Saudi-Arabien die Luftschläge im Jemen für beendet erklärt. Ein Ende der Spannungen ist allerdings längst nicht in Sicht. Der mögliche weitere Anstieg der US-Lagerbestände lenkt den Fokus zunächst aber wieder auf die starke Angebotsseite. Während die Bären nun erneut die Marke von 60 US-Dollar ins Visier nehmen, finden sich die Ziele für die Bullen im Bereich zwischen 63 und 64 US-Dollar.

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