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Morning News

Der DAX beschloss die vergangene Handelswoche mit einem deutlichen Minus. Trotz positiver Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte die aufgeschobene Zinswende der US-Notenbank mehrheitlich begrüßten, während lediglich ein stärkerer Yen belastete, startete der heimische Leitindex mit Verlusten in den Handel.

Angesichts des überschaubaren Terminkalenders stand der Freitag ganz im Zeichen der neuerlichen Sorgen um die globale Konjunktur, die die US-Notenbank mit der erneuten Verzögerung der Zinswende wieder verstärkt hatte. US-Notenbankpräsidentin Yellen hatte am Donnerstagabend im Anschluss an die Verkündung des Sitzungsergebnisses mit Blick auf China und die Schwellenländer erläutert, dass die jüngsten Entwicklungen den Konjunkturmotor etwas bremsen könnten. Darüber hinaus bleibt somit vorerst auch weiterhin die Unsicherheit darüber bestehen, wann die US-Währungshüter nach neun Jahren nun erstmals wieder die Zinsen anheben werden. Die frischen Konjunktursorgen zogen zudem starke Verluste auf dem Rohstoffsektor nach sich, was den Gesamtmarkt noch zusätzlich belastete.

Nachrichtenseitig blieben marktbewegende Konjunkturdaten am Freitag rar. Ein leicht gesunkener Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone bewegte ebenso wenig wie die leichte Aufhellung beim Sammelindex der US-Frühindikatoren. Interessante Worte waren allerdings aus Großbritannien zu vernehmen, wo der leitendende Ökonom der Bank of England, Andy Haldane, die Möglichkeit einer weiteren Zinssenkung ins Spiel brachte. Nachdem viele Experten vor dem Hintergrund einer an Fahrt gewinnenden britischen Volkswirtschaft in den vergangenen Monaten eher mit einer Straffung der Geldpolitik rechneten, sendeten frische Zahlen u.a. vom Arbeitsmarkt und dem Industriesektor nun Signale, die auf eine nachlassende Wachstumsdynamik hindeuteten, so Haldane. Darüber hinaus bereiten auch anhaltend flache Inflationsdaten weiterhin Sorge. Die gestiegenen Abwärtsrisiken für die Konjunktur mündeten sowohl in Europa als auch in den USA in deutliche Kursverluste.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Asien greifen die Märkte die schwachen US-Vorgaben vom Wochenschluss auf, während positive Wortmeldungen zum Zustand der chinesischen Konjunktur sowie robuste chinesische Festlandsbörsen lediglich vereinzelt stützen können. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus auf der Oberseite zunächst auf die Marke von 10.000 Punkten gerichtet. Sollte es den Bullen nicht gelingen, die Widerstandszone zu durchbrechen, drohen ein Test der Unterstützung bei 9.880 Punkten sowie ein Angriff auf die Verteidigungslinie bei 9.800 Punkten.

Devisen

Der Euro konnte die starken Zugewinne im Anschluss an den US-Zinsentscheid vom Donnerstag nicht verteidigen. In der Folge fiel die Gemeinschaftswährung wieder bis in den Bereich von 1,13 US-Dollar zurück. Damit gelten auch vorerst wieder die alten Zwischenziele: Den Bullen muss es gelingen, die Widerstände bei 1,1350 US-Dollar aus dem Weg zu räumen, die Bären haben zunächst Ziele bis auf 1,1220 US-Dollar im Visier.

Rohstoffmarkt

Die frischen Konjunktursorgen drückten die Ölpreise zum Wochenschluss tief ins Minus. Im frühen Montagshandel läuft nun eine Erholungsbewegung. Sollte es den Bullen im Falle von Brent allerdings nicht gelingen, sich oberhalb der Marke von 48 US-Dollar zu etablieren, droht ein erneuter Test der Unterstützungszone bei 47 US-Dollar. Übergeordnetes Ziel auf der Oberseite ist hingegen der horizontale Widerstand bei 50 US-Dollar.

 

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