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Morning News

Am Donnerstag fiel der DAX mit dem fünften Minus in Serie weiter zurück. Mit negativen Vorzeichen aus Asien, wo schwache Vorgaben der Wall Street, ein festerer Yen und nicht zuletzt die andauernden Sorgen um die chinesische Wirtschaft, die in einen erneuten Ausverkauf an den chinesischen Börsen sowie in weiteren Schwellenländern mündeten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Während die heimischen Notierungen neben den Konjunktursorgen überdies auch von einem deutlich anziehenden Euro belastet wurden, vermochten es ermutigende Einschätzungen zum Zustand der heimischen Wirtschaft nicht, den Markt zu schützen. Die Experten des Bundesfinanzministeriums hoben in ihrem Monatsbericht jedenfalls die anhaltend positive gesamtwirtschaftliche Entwicklung heraus, durch die Bund und Länder bis Juli deutlich mehr Steuereinnahmen verzeichneten. Mit Blick auf die weiterhin vollen Auftragsbücher der Industrie erwarten die Ökonomen, dass sich der Aufschwung der heimischen Wirtschaft in einem moderaten Tempo fortsetzen werde, falls externe Schocks nicht zu einem nachhaltigen Vertrauensverlust der heimischen Unternehmen führen sollten.

Doch erfreuliche Konjunkturdaten aus Großbritannien und den USA signalisierten in der Folge, dass der Konjunkturmotor zumindest in den westlichen Industrienationen weiter auf stabilen Drehzahlen läuft. So meldeten die britischen Einzelhändler für Juli erneut Umsatzzuwächse, wodurch der hiesige Einzelhandel das achtundzwanzigste Plus in Folge verbuchen konnte – die längste Erfolgsserie seit mehr als sieben Jahren. Auch in den USA stehen die Zeichen weiterhin auf Wachstum. Die wöchentlichen Zahlen vom Arbeitsmarkt, unerwartet robust Signale eines Konjunkturbarometers für die Region Philadelphia und erfreuliche Daten vom Immobilienmarkt untermauerten erneut, dass der Trend in der größten Volkswirtschaft der Erde weiter klar nach oben gerichtet ist. Der leicht zurückgefallene Sammelindex der Frühindikatoren überraschte zwar, allerdings hatte das Konjunkturbarometer in den Vormonaten, insbesondere aber im Juni, teils deutliche Anstiege verzeichnet. Der von China ausgehende, sich fortsetzende Ausverkauf an den Aktienmärkten der Schwellenländer und die damit einhergehenden Konjunktursorgen drückten die US-Indizes bis zum Handelsschluss dennoch tief ins Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Asien greifen die Märkte die negativen US-Vorgaben auf, während abermals schwache chinesische Industriedaten, wachsende Spannungen an der koreanischen Grenze und ein sich fortsetzender Ausverkauf diverser Schwellenländer-Assets zusätzlich belasten. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, die Marke von 10.200 Punkten zu verteidigen, da angesichts der hohen Abwärtsdynamik sonst durchaus schnelle Anschlusstiefs bis in den Bereich zwischen 10.050 und 10.000 Punkten drohen. Bei einem erfolgreichen Bärenangriff auf die 10.000 könnte weiteres Abwärtspotenzial bis auf 9.800 Punkte erschlossen werden. Nächstes Zwischenziel auf der Oberseite ist die Marke von 10.250 Punkten.

Devisen

Trotz der erneut starken Konjunkturdaten aus den USA erhöhen die jüngsten Marktturbulenzen die Chancen darauf, dass die US-Notenbank den ersten Zinsschritt weiter hinauszögern könnte. Der Euro kann profitieren und kam im frühen Freitagshandel erst im Bereich der Marke von 1,13 US-Dollar zum Stehen. Falls ein erneuter Angriff erfolgreich wäre, warten die nächsten Ziele bei 1,1330 und 1,1370 US-Dollar. Sollte die 1,1280 US-Dollar jedoch nicht gehalten werden können, drohen zunächst Rückläufe bis auf 1,1240 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Das Edelmetall profitiert von den jüngsten Unsicherheiten und Marktturbulenzen und wird wieder vermehrt als sicherer Hafen gesucht. Zusätzlicher Rückenwind kommt dabei von einem zuletzt deutlich schwächeren US-Dollar. Die nächsten Ziele auf der Oberseite warten nun im Bereich um 1.180 US-Dollar sowie im Bereich der 200-Tage-Linie bei 1.190 US-Dollar. Sollten die Bullen die Marke von 1.160 US-Dollar nicht verteidigen können, drohen dagegen Rückläufe bis auf 1.140 US-Dollar.

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