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Morning News

Zum Wochenauftakt verbuchte der DAX Zugewinne. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo klare Vorgaben vom Wochenschluss ebenso fehlten wie Impulse aus Japan, wo die Börsen wegen eines Feiertages geschlossen blieben, startete der heimische Leitindex fester in den Tag. Im frühen Handel stützten zunächst positive Nachrichten aus Griechenland, wo die Medien berichteten, dass Athen fällige Rückzahlungen u.a. an den Internationalen Währungsfonds und die Europäische Zentralbank begleichen werde.

Die finanziellen Mittel hierfür wurden aus Brüssel überwiesen. Die Brückenfinanzierung in Höhe von 7,16 Milliarden Euro war nötig geworden, da die Verhandlungen über ein drittes Hilfspaket für Griechenland laut Eurogruppenchef Dijsselbloem mehrere Wochen andauern werden. Der von der Europäischen Zentralbank gemeldete, deutlich gesunkene Überschuss in der Leistungsbilanz der Eurozone war indes nicht auf die Causa Griechenland, sondern insbesondere auf den rückläufigen Überschuss in der Handelsbilanz der Währungsunion zurückzuführen.

An einem insgesamt nachrichtenarmen Handelstag sorgte außerdem die Bundesbank für positive Impulse. Die Ökonomen sprachen in ihrem jüngsten Monatsbericht von einer stärkeren Ausweitung der gesamtwirtschaftlichen Aktivitäten in der Bundesrepublik. Die Säulen des anhaltenden Aufschwungs sind nach wie vor ein robuster Arbeitsmarkt, steigende Löhne und das in der Folge starke Konsumklima. Aus den USA gab es anschließend kaum Nennenswertes zu berichten. Allerdings äußerte der einflussreiche US-Notenbanker Bullard in einem Interview, dass die Chancen auf einen ersten Zinsschritt der Fed im September mittlerweile bei über fünfzig Prozent liegen. Dass die US-Indizes trotz erfreulicher Geschäftsberichte, eines gelungenen PayPal-IPOs und anhaltender Übernahmeaktivitäten schlussendlich dennoch lediglich mit marginalen Zugewinnen schlossen, war einem schwachen Rohstoffsektor sowie dem weiterhin aufwertenden US-Dollar geschuldet.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Börsen die positiven Vorgaben der Wall Street auf, während ein schwächerer Yen und die anhaltende Erholung des chinesischen Aktienmarktes zusätzlich stützen. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, die Hürde bei 11.800 Punkten zu überwinden, bevor massive Widerstände im Bereich zwischen 11.860 und 11.920 Punkten warten. Darüber ist der Weg für einen erneuten Angriff auf die 12.000 nahezu frei. Erste Ziele auf der Unterseite warten bis 11.670 Punkte. Darunter droht ein Test der 11.600.

Devisen

Nach dem Abverkauf der vergangenen Tage gelang es den Bullen zum Wochenstart zwischenzeitlich, die Talfahrt zu bremsen. Sollte die Hürde bei 1,0830 US-Dollar jedoch nicht zurückerobert werden, ist ein Test der 1,08 US-Dollar mit möglichen Anschlusstiefs bis auf 1,0740 US-Dollar nur eine Frage der Zeit. Sollte der Gegenschlag allerdings gelingen und auch die Hürde bei 1,0860 US-Dollar übersprungen werden, so ist ein schneller Angriff auf die 1,09 US-Dollar nicht ausgeschlossen.

Rohstoffmarkt

Die nahende US-Zinswende und der in der Folge festere US-Dollar bilden mit den chinesischen Goldreserven, die jüngst für eine negative Überraschung sorgten, weiterhin die giftige Gemengelage, die den Goldpreis schwächt. Das Edelmetall droht, nachhaltig unter die Unterstützung bei 1.100 US-Dollar zu fallen. Übergeordnetes Zwischenziel der Bären wäre dann das jüngst markierte Mehrjahrestief bei 1.086 US-Dollar. Erstes Zwischenziel der Bullen ist die Marke von 1.120 US-Dollar.

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