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Morning News

Am Mittwoch verbuchte der DAX das vierte Minus in Serie. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo schwache Vorgaben der Wall Street, durchwachsene japanische Exportdaten, Kurskapriolen an den chinesischen Aktienmärkten und ein schwacher Rohstoffsektor belasteten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Im ersten Teil der Handelssitzung waren Nachrichten und Konjunkturdaten zunächst rar gesät. Erfreulich waren immerhin die Fortschritte in der Causa Griechenland, wo nach diversen Länderparlamenten schließlich auch der Deutsche Bundestag die Zustimmung zum neuen Rettungspaket erteilte. Darüber hinaus signalisierte das geringere Volumen der von der der Europäischen Zentralbank bewilligten Notkredite für die griechischen Banken, dass sich die Situation auf dem griechischen Bankensektor zuletzt wieder etwas entspannt haben dürfte. Überdies meldete die EZB für Juni zudem einen deutlich gestiegenen Saldo in der Leistungsbilanz der Währungsunion, der insbesondere auf den deutlich gestiegenen Überschuss in der Leistungsbilanz zurückzuführen war.

Im Mittelpunkt des Handelstages standen jedoch vielmehr die mit Spannung erwarteten Nachrichten aus den USA. Während die im Juli leicht gestiegenen Reallöhne keine Überraschung mit sich brachten, gelang es den jüngsten Inflationsdaten durchaus, Aufsehen zu erregen. Denn die Teuerungsrate bleibt weiterhin schwach. Zudem fiel die Kerninflationsrate in den drei Monaten bis Juli deutlich hinter den Wert für die drei Monate bis April zurück. Der Tenor der jüngsten Aussagen von Stanley Fischer, Vizepräsident der US-Notenbank, der unlängst erklärt hatte, dass die Währungshüter insbesondere wegen der anhaltend flachen Inflationsraten mit einem Zinsschritt zögern könnten, fand sich schließlich auch im Sitzungsprotokoll der Fed zum jüngsten Zinsentscheid. Die Notenbanker sehen die Voraussetzungen für einen ersten Zinsschritt zwar näher rücken, allerdings gebe es zum einen noch weiteren Spielraum für eine Erholung am Arbeitsmarkt und benötige es zum anderen deutlicherer Anzeichen dafür, dass sich die Inflation in Richtung der angestrebten Zielmarke bewege. Der deutlich schwächere US-Dollar signalisierte daraufhin, dass die Wetten auf ein erneutes Zögern der US-Notenbank beim Zinsentscheid im September steigen. Die anhaltenden Sorgen um China und der weiterhin schwache Rohstoffsektor hielten die US-Indizes allerdings abermals im Minus.
 
Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die negativen US-Vorgaben auf, während die andauernden Konjunktursorgen um China und ein festerer Yen zusätzlich belasten. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es zunächst, sich oberhalb der Juli-Tiefs bei 10.650 Punkten zu behaupten. Gelingt es den Bullen jedoch nicht, einen Angriff der Bären zu stoppen, warten die nächsten Verteidigungslinien bei 10.600 und 10.570 Punkten. Auf der Oberseite hätte ein Gegenschlag der Bullen zunächst Raum bis auf 10.740 bzw. 10.750 Punkte. Leichte Entwarnung kann indes erst oberhalb der 200-Tage-Linie bei 10.950 Punkten bzw. oberhalb von 11.000 Punkten gegeben werden.

Devisen

Das Sitzungsprotokoll zum jüngsten Zinsentscheid der US-Notenbank verstärkte den Eindruck, dass die Währungshüter den ersten Zinsschritt weiterhin hinauszögern könnten. In der Folge überwand der Euro die Marke von 1,11 US-Dollar und kam erst im Bereich um 1,1140 US-Dollar zum Stehen. Gelingt es den Bullen, die Vortageshochs zu überwinden, wären schnelle Bewegungshochs bis auf 1,12 US-Dollar denkbar. Gelingt es jedoch nicht, die 1,11 bzw. die 1,1080 US-Dollar zu verteidigen, drohen erneute Rückläufe bis in den Bereich um 1,1020 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Die anhaltenden Konjunktursorgen, die Kurskapriolen in China, die einsetzenden Spekulationen auf eine weiterhin zögerliche US-Notenbank und der in der Folge leichtere US-Dollar brachten zur Wochenmitte deutlichen Rückenwind für das Bullenlager mit sich. Gelingt es dem Edelmetall, die Widerstandszone um 1.140 US-Dollar zu überwinden, könnten schnelle Hochs bis auf 1.150 US-Dollar folgen. Auf der Unterseite haben die Bären zunächst die Marke von 1.120 US-Dollar im Visier.

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