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erstellt von flatex Team

Morning News

Der DAX präsentierte sich mit deutlichen Zugewinnen auch am Dienstag von seiner besten Seite. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo freundliche Vorgaben der Wall Street, die Hoffnung auf anhaltende Konjunkturstimuli durch die Notenbanken sowie mehrere chinesische Börsendebuts für ein überwiegend positives Sentiment sorgten, während fallende Kurse am Anleihemarkt nur vereinzelt belasten konnten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Schon in den ersten Handelsminuten war es dem Index mit einem deutlichen Satz nach oben gelungen, den Widerstand bei 11.800 Punkten zu überwinden. Flügel hatten die Aussagen von EZB-Direktor Coeure verliehen, der angekündigt hatte, dass die Europäische Zentralbank einige Anleihekäufe vorziehen werde, um trotz des für gewöhnlich dünnen Handels im Juli sowie im August die angepeilten Anleihekaufvolumina gewährleisten zu können. Der in der Folge deutlich schwächere Euro verstärkte die positiven Effekte am Aktienmarkt zusätzlich und drängte damit auch einen überraschend schwach ausgefallenen ZEW-Index in den Hintergrund. Die positiven Effekte des anhaltend schwachen Euro spiegelten sich auch in frischen Zahlen der Handelsbilanz der Eurozone wider: Der Handelsbilanzüberschuss des Währungsblocks war im März mit starken Exportzahlen deutlich angestiegen. 

Indes scheinen die Deflationsängste mit den jüngsten Inflationsdaten aus der Eurozone ad acta gelegt: Im April konnte der Abwärtstrend bei der Preisentwicklung im Euroraum gestoppt werden. Österreichs Notenbankpräsident Nowotny kommentierte, es gebe in der Eurozone nun keine Deflationsgefahren mehr. Das Kontrastprogramm boten die jüngsten Inflationsdaten aus Großbritannien: Dort waren die Preise im April erstmals seit den 1960er Jahren zurückgefallen, sodass die Chancen steigen, dass die britische Notenbank möglicherweise länger als geplant an der lockeren Geldpolitik festhalten wird. Am Nachmittag setzten frische Zahlen vom US-Immobilienmarkt nach zuletzt schwächeren Konjunkturdaten anschließend ein positives Ausrufezeichen. Angesichts des deutlich festeren US-Dollars konnten die Zahlen allerdings kaum nachhaltige Akzente setzen, die US-Indizes schlossen nahe ihrer Vortagesniveaus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien werden die Märkte von ermutigenden japanischen Wachstumsdaten, einem schwächeren Yen und der Hoffnung auf chinesische Konjunkturspritzen gestützt. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive gilt es, die Unterstützungszone bei 11.800 Punkten zu verteidigen, um Rückläufe bis in den Bereich um 11.680 bzw. 11.700 zu verhindern. Auf der Oberseite finden sich die ersten Ziele im Bereich zwischen 11.860 und 11.880 Punkten. Sollte in der Folge auch die 11.900 überwunden werden, könnte ein schneller Test der 12.000 erfolgen.

Devisen

Eine aktivere EZB, starke US-Konjunkturdaten, ein enttäuschender ZEW-Index und weitere Gewinnmitnahmen setzten den Euro am Dienstag merklich unter Druck. Sollte es den Bullen nicht gelingen, die Marke von 1,1140 US-Dollar zurückzuerobern, droht ein Test der 1,11 US-Dollar, dem Tiefs bis auf 1,10 US-Dollar folgen könnten. Erfolgt ein Gegenangriff der Bullen, finden sich die ersten Ziele im Bereich zwischen 1,12 und 1,1220 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Auch die Goldbullen mussten am Dienstag einen erheblichen Rückschlag verkraften. Der festere US-Dollar und starke US-Konjunkturdaten, die zudem die nahende US-Zinswende in Erinnerung riefen, drückten den Goldpreis deutlich in Richtung der wichtigen Unterstützung bei 1.200 US-Dollar. Sollte diese Unterstützung brechen, könnten schnelle Tiefs bis in den Bereich um 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar folgen. Erstes Ziel auf der Oberseite ist dagegen die 200-Tage-Linie bei 1.216 US-Dollar.

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