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Morning News

Der DAX beendete die vergangene Handelswoche mit Zugewinnen. Mit mehrheitlich positiven Vorzeichen aus Asien, wo freundliche Vorgaben der Wall Street, die anhaltende Hoffnung auf die Notenbanken sowie ein schwächerer Yen stützen konnten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Gemischte Zahlen kamen zunächst aus Italien, wo dem gestiegenen Überschuss in der Handelsbilanz der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone leicht rückläufige Exportzahlen sowie stärker rückläufige Importzahlen zugrunde lagen. Der Überschuss in der Handelsbilanz der Eurozone blieb im Anschluss zudem überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die im August gegenüber dem Vormonat zurückgefallenen Exportzahlen waren dabei sicher auch ein Sinnbild für den sich abkühlenden globalen Konjunkturmotor. Dass die Bullen trotz der durchwachsenen Konjunkturdaten dennoch die Oberhand behielten, war nicht zuletzt den jüngsten Inflationsdaten aus der Eurozone geschuldet. Denn die im Jahresvergleich erstmals seit März zurückgefallenen Verbraucherpreise nähren weiterhin die Hoffnung, dass sich die Europäische Zentralbank mit einer Ausweitung oder Verlängerung des laufenden Anleihekaufprogramms gegen den anhaltenden Trend stemmen wird. 

Die US-Daten vom Nachmittag brachten im Anschluss ebenfalls Licht und Schatten mit sich. Der im September abermals gesunkene Ausstoß der US-Industrie untermauerte zunächst, dass die Produzenten angesichts des starken US-Dollars und mäßiger globaler Nachfrage weiterhin mit enormem Gegenwind zu kämpfen haben. Zugleich ist jedoch weiterhin auf den US-Verbraucher Verlass: Der robuste Aufwärtstrend am Arbeitsmarkt kann auch weiterhin ein positives Konsumklima schüren, welches damit wohl auch perspektivisch weiterhin als wichtige Stütze für die Binnenkonjunktur fungieren wird. Darüber hinaus gehen mit den positiven Daten zudem die Hoffnungen auf bald spürbare Lohnsteigerungen einher. Als Hauptstütze für den US-Aktienmarkt fungierte jedoch auch am Freitag die Hoffnung darauf, dass sich die US-Notenbank mit Blick auf die nahende Zinswende weiter geduldig zeigen wird. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien werden die positiven US-Vorgaben vom Wochenschluss von durchwachsenen chinesischen Konjunkturdaten überlagert, die zum einen zwar die Abkühlung des Konjunkturmotors in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde bestätigen, zum anderen jedoch durchaus zuversichtlich stimmen, da mit Blick auf robuste Konsumdaten auch Hoffnungen hinsichtlich der Wirksamkeit der Konjunkturstimuli sowie eine glückende Transformation des Wirtschaftsmodells geschürt werden. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, die 10.000-Punktemarke zu verteidigen. Sollte dies gelingen, sind auf der Oberseite weitere Hochs bis auf 10.200 bzw. 10.250 Punkte möglich. Gewinnen die Bären allerdings die Oberhand, drohen bei einem erfolgreich Angriff auf die 10.000 schnelle Anschlusstiefs bis auf 9.880 bzw. 9.800 Punkte.

Devisen

Zum Wochenschluss bewegte sich beim Währungspaar wenig. Während eine mögliche Verzögerung der US-Zinswende das Abwärtspotenzial für den Euro begrenzt, bremsen auf der Oberseite flache Inflationsdaten aus der Eurozone, die eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank wahrscheinlicher machen. Erst bei einem nachhaltigen Unterschreiten der 1,1280 US-Dollar auf der Unterseite bzw. bei einem Sprung über die 1,1470 US-Dollar auf der Oberseite wird eine größere Ausbruchsbewegung wahrscheinlicher.

Rohstoffmarkt

Die robusten US-Konsumdaten vom Wochenschluss sowie ein ausgebliebener Super-GAU bei den chinesischen Konjunkturdaten nahmen den Goldbullen in den vergangenen Handelsstunden etwas den Wind aus den Segeln. Sollte es den Bullen nicht gelingen, die wichtige 200-Tage-Linie zurückzuerobern, die aktuell bei 1.177 US-Dollar verläuft, so drohen weitere Rückläufe bis auf 1.160 US-Dollar. Sollten die Bullen allerdings erfolgreich sein, so dürfte nach dem Überwinden des Bewegungshochs bei 1.191 US-Dollar ein schneller Angriff auf die Widerstandszone bei 1.200 US-Dollar erfolgen.

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