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erstellt von flatex Team

Morning News

Nach zwischenzeitlich klaren Verlusten gelang es den Bullen am Donnerstag, ein Zeichen zu setzen und den DAX über die Marke von 11.100 Punkten zu hieven. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo ein festerer Yen und wachsende Sorgen angesichts des heiß gelaufenen chinesischen Aktienmarktes belasteten, startete der heimische Leitindex leichter in den Handel.

Die Investoren waren vor dem Treffen der Eurogruppe sichtlich angespannt, ein deutlich gestiegener Euro belastete die Notierungen zusätzlich. Eine ermutigende Wortmeldung der Europäischen Zentralbank zu den erfreulichen Perspektiven der Wirtschafts- und Währungsunion, welche durch die geldpolitische Strategie der Notenbank weiterhin u.a. von günstigen Kreditbedingungen und einer schwächeren Gemeinschaftswährung profitieren wird, konnte zunächst jedoch nicht entlasten. Leichte Hoffnungen keimten erst auf, als sich Medienberichte über eine möglicherweise wachsende Kompromissbereitschaft im Schuldenstreit mehrten. Wie so häufig in den vergangenen Wochen erwiesen sich die Spekulationen als haltlos. Wenige Stunden später sollte der Vorsitzende der Eurogruppe, Jeroen Dijsselbloem konstatieren, dass sich Griechenland in Richtung eines Euro-Austrittes bewege.

Es war der insgesamt positiven Nachrichtenlage außerhalb der Eurozone geschuldet, dass sich der DAX bis zum Handelsende anschließend gut 300 Punkte von seinem Tagestief entfernt haben sollte. Erfreuliche Nachrichten kamen zunächst aus Großbritannien, wo sich die Verbraucher weiterhin konsumfreudig zeigen und der Einzelhandel für den Monat Mai im Jahresvergleich den 26. Monat in Folge Umsatzzuwächse vermelden konnte. In den USA sorgten anschließend nicht nur die Aussicht auf eine gemächlich verlaufende Zinswende, sondern auch durch die Bank überzeugende Konsumdaten für Kurszuwächse. So wussten sowohl die wöchentlichen Arbeitsmarkten als auch der Sammelindex der Frühindikatoren sowie ein Konjunkturbarometer für die Region Philadelphia zu gefallen. Moderat anziehende Inflationsraten, die der US-Notenbank Spielraum lassen, und ein leichterer US-Dollar komplettierten die Reihe der Kaufargumente für die Bullen. Das wegen des festen US-Dollars gestiegene Leistungsbilanzdefizit verdeutlichte indes erneut, dass die Währung auch in den kommenden Monaten einige Probleme für die Volkswirtschaft nach sich ziehen wird. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die positiven Vorgaben der Wall Street mehrheitlich auf, während die weiterhin lockere Geldpolitik der japanischen Notenbank zusätzlich stützt und sich der Ausverkauf am chinesischen Aktienmarkt fortsetzt. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive warten die nächsten Ziele auf der Oberseite bei 11.200 und 11.250 Punkten. Auf der Unterseite gilt es zunächst, die Marke von 11.000 Punkten zu verteidigen, da andernfalls Anschlusstiefs bis auf 10.880 bzw. 10.800 Punkte drohen.

Devisen 

Während die Aussicht auf die anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank neue Kaufargumente für das Bullenlager lieferte, bleibt das Potenzial für die Gemeinschaftswährung auf der Oberseite angesichts der Zuspitzung im Schuldenstreit vorerst begrenzt. Erste Ziele auf der Oberseite finden sich zunächst im Bereich zwischen 1,14 und 1,1420 US-Dollar. Auf der Unterseite droht bei einem Bruch der 1,1320 US-Dollar ein schneller Test der 1,1280 US-Dollar. 

Rohstoffmarkt 

Die perspektivisch weiterhin lockere Geldpolitik der Fed, die auch den US-Dollar schwächt, sowie die Zuspitzung des Schuldenstreits zwischen Griechenland und seinen Gläubigern locken die Goldbullen zurück auf das Parkett. In der Folge durchbrach der Goldpreis am Donnerstag den hartnäckigen Widerstand bei 1.200 US-Dollar. Es gelang zunächst allerdings nicht, die 200-Tage-Linie bei 1.206 US-Dollar zu überwinden. Sollten die Bullen erfolgreich sein, könnten schnelle Hochs bis auf 1.220 US-Dollar folgen. Die Bären haben dagegen erste Ziele im Bereich um 1.190 US-Dollar im Visier.

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