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erstellt von flatex Team

Morning News

Mit einem minimalen Zugewinn von zwei Punkten hielt sich der DAX auch am Donnerstag unbeschadet und verbuchte somit das vierte Plus in Serie. Mit mehrheitlich freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo enttäuschende japanische Handelszahlen von positiven US-Vorgaben und einem schwächeren Yen überlagert wurden und späte Verluste an den chinesischen Festlandsbörsen kaum mehr nachhaltig wirken konnten, startete der heimische Leitindex fester in den Handel.

Der Tag stand ganz im Zeichen des mit Spannung erwarteten Zinsentscheides der US-Notenbank - entsprechend hielten sich die Anleger bei einer Handelsspanne von 60 Punkten über weite Strecken der Handelssitzung auch mit Engagements zurück. Erfreuliche Nachrichten aus Italien, wo der Überschuss in der Handelsbilanz im Juli dank anziehender Exportzahlen weiter gestiegen war, zeitigten folglich ebenso wenig eine Reaktion am Aktienmarkt wie mahnende Zeilen der Europäischen Zentralbank, die in ihrem Wirtschaftsbericht eine Belastung der konjunkturellen Erholung des Währungsblocks durch die Schwäche der Schwellenländer konstatierte. Die globale Unsicherheit, so das Resümee der Währungshüter, habe zugenommen. 

Im zweiten Teil der Handelssitzung vermochten auch die abermals erfreulich ausgefallenen, wöchentlichen Zahlen vom US-Arbeitsmarkt, ein im zweiten Quartal unerwartet deutlich gesunkenes US-Leistungsbilanzdefizit, robuste Zahlen vom US-Immobilienmarkt sowie Schwächesignale eines vielbeachteten Konjunkturbarometers für die Region Philadelphia nicht zu bewegen. Am Abend verkündeten die US-Währungshüter schließlich, die Zinsen vorerst weiterhin unangetastet zu belassen. US-Notenbankpräsidentin Yellen erläuterte anschließend, dass die US-Wirtschaft zwar weiterhin wachse, die von China ausgelösten Turbulenzen an den Finanzmärkten und die Wachstumsschwäche der Schwellenländer allerdings negative Konsequenzen für den Konjunkturmotor zeitigen könnten. Die nach unten angepassten Zinsprojektionen signalisierten zudem, dass die Zinswende in den kommenden Monaten und Jahren noch gemächlicher verlaufen solle als ohnehin bereits verkündet. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag nach einer anschließenden Berg- und Talfahrt uneinheitlich.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien präsentieren sich die Märkte nach dem US-Zinsentscheid überwiegend freundlich, während in Japan allerdings ein festerer Yen belastet. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive bleibt die 10.200 auch zum Wochenschluss der Dreh- und Angelpunkt. Gewinnen die Bullen die Oberhand, warten die nächsten Zwischenziele bei 10.250, 10.340 sowie bei 10.400 Punkten. Gewinnen die Bären die Oberhand, droht bei einem Bruch unter die Marke von 10.070 Punkten ein Angriff auf die Unterstützungszone bei 10.000 Punkten.

Devisen

Der Zinsentscheid der US-Notenbank sowie die weiter nach unten korrigierten Zinsprojektionen der Währungshüter brachten deutlichen Gegenwind für den US-Dollar mit sich. In der Folge konnte der Euro die Marke von 1,14 US-Dollar zurückerobern. Gelingt es nun, die Hürde bei 1,1440 US-Dollar zu überwinden, wartet das nächste Zwischenziel im Bereich der Mai-Hochs bei 1,1470 US-Dollar. Kann die Marke von 1,14 US-Dollar nicht verteidigt werden, drohen Rückläufe bis auf 1,1350 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Die Aussicht auf eine weiterhin anhaltend lockere Geldpolitik der US-Notenbank und die gleichzeitige Schwäche des US-Dollars lockten die Goldbullen auf das Parkett. Ein erster Ausbruchsversuch über die Widerstandszone bei 1.130 US-Dollar konnte zunächst jedoch abgewehrt werden. Sollte ein erneuter Angriff gelingen, könnten schnelle Hochs bis auf 1.140 US-Dollar folgen. Erstes Ziel der Bären ist hingegen die Unterstützungszone bei 1.120 US-Dollar.

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