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Morning News

Zum Auftakt der neuen Handelswoche verbuchte der DAX erneut Verluste. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo enttäuschende japanische Wachstumszahlen und ein anhaltender Kapitalabfluss aus chinesischen Assets durch positive US-Vorgaben vom Wochenschluss, einen schwächeren Yen und die Hoffnung auf zusätzliche japanische Konjunkturstimuli egalisiert wurden, startete der heimische Leitindex fester in den Handel.

An einem insgesamt nachrichtenarmen Handelstag vermochten zunächst lediglich die Zeilen aus dem jüngsten Monatsbericht der Bundesbank zu gefallen. Die Ökonomen sehen die Bedingungen für die Fortsetzung des kräftigen Wirtschaftswachstums in der größten Volkswirtschaft der Eurozone in der zweiten Jahreshälfte zumindest vom aktuellen Standpunkt aus als gegeben an. Starke Impulse werden angesichts der guten Beschäftigungslage sowie steigender Löhne weiterhin vom Binnenkonsum erwartet. Die Exportwirtschaft dürfte darüber hinaus von der schwachen Währung, der fortschreitenden konjunkturellen Erholung der Eurozone sowie der Wachstumsdynamik in wichtigen Absatzmärkten wie den USA und Großbritannien profitieren.

Insbesondere dem schwachen Euro war es indes zu verdanken, dass der Währungsblock im Juni einen neuen Rekordüberschuss in der Handelsbilanz verbuchen konnte. Im Vorjahresvergleich waren die Exporte im Juni um ansehnliche zwölf Prozent gestiegen. Der innerhalb des Währungsraums ebenfalls im zweistelligen Prozentbereich gestiegene Warenverkehr verdeutlicht zudem, dass die Erholung des Wirtschaftsblockes weiter voranschreitet. Im Anschluss sendeten die US-Daten vom Nachmittag gemischte Signale. Überzeugen konnten ermutigende Daten vom Immobilienmarkt, wo die Stimmung unter den Häuslebauern im August auf den höchsten Stand seit November 2005 geklettert war. Ein Konjunkturbarometer für die Region New York markierte im Gegenzug allerdings ein Sechsjahrestief. Im dünnen US-Handel setzte sich schließlich das Bullenlager durch, die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien können positive Vorgaben der Wall Street, ermutigende Daten vom chinesischen Immobilienmarkt sowie ein schwächerer Yen nur vereinzelt stützen, während anhaltende Konjunktursorgen und schwächere chinesische Festlandsbörsen auf den Notierungen lasten. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive muss es den Bullen zunächst gelingen, die Marke von 11.000 Punkten zurückzuerobern. In der Folge warten die nächsten Hürden anschließend bei 11.100 sowie im Bereich zwischen 11.140 und 11.150 Punkten. Die Bären haben dagegen zunächst die 200-Tage-Linie bei 10.930 Punkten im Visier. Gelingt der Durchbruch, drohen unterhalb von 10.880 Punkten schnelle Anschlusstiefs bis auf 10.800 Punkte.

Devisen

Die Marke von 1,11 US-Dollar ist aktuell abermals der Dreh- und Angelpunkt für die Angriffsversuche von Bullen und Bären. Zu Wochenbeginn gelang es dem Bullenlager zunächst, mehrere Angriffsversuche auf die Verteidigungslinie abzuwehren. In der Folge konnten sich die Bären allerdings dennoch durchsetzen. Im frühen Dienstagshandel konnte der Vorstoß bis in den Bereich um 1,1050 US-Dollar ausgeweitet werden. Sollten die Bären die Tagestiefs überwinden, droht bei einem Bruch der 1,1020 US-Dollar ein schneller Test der 1,10 US-Dollar. Gelingt den Bullen ein Gegenschlag, wartet das nächste Etappenziel oberhalb der 1,11 bei 1,1160 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Beim Goldpreis dreht sich aktuell alles um den Widerstand bei 1.120 US-Dollar. Während ein stärkerer US-Dollar das Aufwärtspotenzial begrenzen kann, sind es durchwachsene US-Konjunkturdaten und die aus Fernost heraufziehende Verunsicherung, welche die Hoffnung auf ein weiteres Hinauszögern des ersten Zinsschrittes durch die US-Notenbank nähren und damit im Bullenlager für Rückenwind sorgen. Gelingt den Bullen der Sprung über die Hürde bei 1.120 US-Dollar, warten die nächsten Etappenziele bei 1.130 sowie bei 1.140 US-Dollar. Erst ein Bruch der Marke von 1.100 US-Dollar würde dagegen die Chance auf weitere Rückläufe erhöhen.

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