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erstellt von flatex Team

Morning News

Zur Wochenmitte fiel der DAX erneut unter die Marke von 11.000 Punkten zurück. Mit mehrheitlich positiven Vorzeichen aus Asien, wo freundliche Vorgaben der Wall Street, ein schwächerer Yen und die Hoffnung auf zusätzliche chinesische Konjunkturmaßnahmen durchwachsene japanische Exportzahlen überlagerten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Erfreuliche Nachrichten gab es zunächst aus Deutschland, wo die Wirtschaftsforschungsinstitute Ifo und RWI positive Prognosen für die heimische Wirtschaft stellten und die Zahl der Unternehmensinsolvenzen zu Jahresbeginn auf den niedrigsten Stand seit 20 Jahren gefallen war. Weniger erfreulich waren Handelszahlen aus Italien. Dort fielen die Exportzahlen im April zurück, was zu einem gesunkenen Überschuss in der Handelsbilanz führte. In der Causa Griechenland gab es keine neuen Wasserstandsmeldungen. Vielmehr rechnen Spitzenpolitiker damit, dass das Treffen der Eurogruppe am Donnerstag keine schnelle Einigung im Schuldenstreit bringen werde, was die Notierungen erneut ins Minus drückte.

Ermutigende Nachrichten kamen im weiteren Verlauf des Handelstages aus Großbritannien, wo der jüngste Arbeitsmarktbericht ein unverändert positives Bild zur Beschäftigungslage zeichnete. Darüber hinaus gibt auch der Aufwärtstrend bei der Entwicklung der Reallöhne weiteren Anlass zur Hoffnung, dass die britische Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf wieder an Fahrt gewinnt. Der Zinsentscheid der US-Notenbank am Abend brachte wie erwartet keine Überraschungen mit sich. Allerdings sind die Notenbanker zuversichtlich, dass die schwach ins Jahr gestartete Wirtschaft wieder deutlich an Fahrt gewinnen wird. Zwar wolle man vor dem ersten Zinsschritt noch weitere Fortschritte sehen, so US-Notenbankpräsidentin Yellen auf der Pressekonferenz, allerdings erwartet die Mehrzahl der Ausschussmitglieder, dass ein Zinsschritt noch in diesem Jahr erfolgen werde. Über den Zeitpunkt des ersten Zinsschrittes werde weiter von Sitzung zu Sitzung entschieden. Perspektivisch wird die Fed das Tempo der Zinswende weiter drosseln. Die Zinsprojektionen für die Jahre 2016 und 2017 wurden weiter gesenkt. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien werden die positiven US-Vorgaben von einem festeren Yen und Gewinnmitnahmen in China überlagert, wo sich die Mahnungen mehren, dass der chinesische Aktienmarkt heiß gelaufen sei. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zunächst im Minus erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive droht auf der Unterseite ein Test des jüngsten Bewegungstiefs bei 10.800 Punkten. Die ersten Etappenziele auf der Oberseite warten dagegen bei 10.900, 10.960 und 11.000 Punkten.

Devisen 

Die abermals gesenkten Zinsprojektionen der US-Notenbank, die signalisieren, dass die Geldpolitik der Fed auch perspektivisch locker bleiben wird, bescherten dem Euro deutlich Auftrieb. Am Vorabend überwand die Gemeinschaftswährung die Marke von 1,13 US-Dollar. Sollte es nun gelingen, auch den Widerstandsbereich um 1,1360 US-Dollar zu überwinden, gerät die Marke von 1,14 US-Dollar ins Visier. Auf der Unterseite haben die Bären zunächst erste Ziele bis 1,1320 bzw. bis 1,1280 US-Dollar im Auge.

Rohstoffmarkt 

Zur Wochenmitte ging es für die Ölpreise zwischenzeitlich deutlich bergauf. Die weiterhin rückläufigen US-Lagerbestände – das Minus in der Vorwoche war das siebte in Serie – brachten Rückenwind für das Bullenlager mit sich. Allerdings wurde die Aufwärtsbewegung vom Widerstand bei 65 US-Dollar gestoppt. Die Marke bleibt weiterhin das erste Angriffsziel der Bullen, während die Bären auf der Unterseite erste Ziele bis 62 US-Dollar im Visier haben.

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