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Morning News

Am Mittwoch verbuchte der DAX mit abermals moderaten Zugewinnen das dritte Plus in Serie. Mit freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo positive Vorgaben der Wall Street und ein Stabilisierungsversuch der chinesischen Börsen stützten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag. Im ersten Teil der Handelssitzung waren Konjunkturdaten rar.

Den Hoffnungen auf eine weitere Lockerung der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die von abermals flachen Inflationsdaten aus dem Euroraum genährt wurden, erteilte Bundesbankpräsident Weidmann in einem Interview allerdings sogleich eine Absage: Das momentan laufende Anleihekaufprogramm sei noch in der Umsetzung und es bestünde auch trotz der Konjunkturflaute in wichtigen Schwellenländern keine Notwendigkeit einer schnellen Ausweitung des Programms. Immerhin werde die Weltwirtschaft in diesem Jahr noch immer um drei Prozent wachsen, so zumindest die leicht nach unten korrigierte Wachstumsprognose der OECD. Mit Blick auf Deutschland werde der robuste Aufwärtstrend zudem weiter andauern. Sorgen bereiten der Organisation hingegen das sich abkühlende Konjunkturklima in China sowie der nahende Zinsschritt der US-Notenbank, die die Probleme in den Schwellenländern noch verstärken dürften. Unter dem Strich haben sich die globalen Wachstumserwartungen weiter abgeschwächt, so das Fazit der OECD-Ökonomen. 

Mit Blick auf die nahenden Zinswenden in Großbritannien und den USA senden die Konjunkturdaten weiterhin widersprüchliche Signale. In Großbritannien waren es nun starke Zahlen zur Entwicklung der Reallöhne, die vor dem Hintergrund des anhaltenden Aufwärtstrends am Arbeitsmarkt für einen nahenden Zinsschritt der Bank of England sprechen. In den USA waren es hingegen starke Sentimentdaten vom Immobilienmarkt, hohe Kapitalzuflüsse in US-Assets im Juli sowie ein unerwartet starker Aufwärtstrend bei den Stundenlöhnen, die signalisierten, dass die US-Währungshüter durchaus die Argumente bei der Hand hätten, um am Abend einen ersten Zinsschritt zu verkünden. Abermals flache Inflationsdaten signalisierten im Gegenzug allerdings erneut, dass auch die Tauben unter den US-Währungshütern durchaus noch über gewichtige Argumente verfügen. Von einem sich erholenden Rohstoffsektor und neuerlichen Übernahmeaktivitäten gestützt, beschlossen die US-Indizes den Handelstag erneut mit Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag uneinheitlich. In Asien greifen die Märkte die positiven US-Vorgaben auf, während sich der Aufwärtstrend an den chinesischen Börsen fortsetzt und ein schwächerer Yen enttäuschende japanische Handelszahlen überlagert. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive finden sich die nächsten Ziele oberhalb von 10.200 Punkten vorerst weiterhin bei 10.340 sowie bei 10.400 Punkten, während unterhalb von 10.200 Punkten ein Test der Wochentiefs bei 10.070 Punkten sowie ein Angriff auf die Unterstützungszone bei 10.000 Punkten droht.

Devisen

Flache Inflationsdaten aus der Eurozone drückten den Euro zur Wochenmitte zwischenzeitlich tief ins Minus, bevor ebenfalls flache US-Inflationsdaten für eine Erholung sorgten, da sie den Tauben unter den US-Währungshütern vor dem anstehenden Zinsentscheid am Donnerstagabend frische Munition lieferten. Damit dürfte sich der Euro in den kommenden Handelsstunden vorerst weiterhin um die Marke von 1,13 US-Dollar bewegen. Die nächsten Etappenziele finden sich bei 1,1220 US-Dollar auf der Unterseite sowie bei 1,1350 US-Dollar auf der Oberseite.

Rohstoffmarkt

Die rückläufige Teuerungsrate in den USA befeuerte nicht nur die Hoffnungen auf ein weiteres Hinauszögern des ersten Zinsschrittes der US-Notenbank, sondern zugleich auch den Goldpreis, der in diesem Zusammenhang auch von der Aussicht auf einen schwächeren US-Dollar profitierten würde. Gelingt es den Bullen nun, den Widerstandsbereich bei 1.120 US-Dollar nachhaltig zu durchbrechen, warten die nächsten Ziele bei 1.130 sowie 1.140 US-Dollar. Sollten die Bären zum Gegenschlag ausholen, drohen schnelle Anschlusstiefs bis auf 1.100 US-Dollar. Mit Blick auf den US-Zinsentscheid am Abend könnte es in der Folge zu stärkeren Bewegungen kommen.

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