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Morning News

Nach zwei Verlusttagen ging es für den DAX am Dienstag wieder bergauf. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte die schwachen Vorgaben der Wall Street aufgriffen und ein schwächerer Yen kaum zu stützen vermochte, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Obwohl das griechische Schuldendrama einmal mehr die Schlagzeilen bestimmen sollte, war der Fokus im frühen Handel zunächst auf den heimischen ZEW-Index gerichtet. Das Konjunkturbarometer der Finanzexperten fiel auf den tiefsten Stand seit sieben Monaten zurück und trübte sich damit stärker ein als erwartet. Verantwortlich dafür waren laut ZEW-Präsident Fuest externe Faktoren, insbesondere die Unsicherheit um die Zukunft Griechenlands sowie die weiterhin lediglich zaghafte Erholung der globalen Konjunktur. Weitaus erfreulicher waren dagegen die Arbeitsmarktdaten für den Euroraum: Die Beschäftigtenzahlen im Wirtschaftsblock zogen zu Jahresbeginn wie schon im Vorquartal erneut leicht an.

Indes braut sich vor dem morgigen Treffen der Eurogruppe ein heftiges Gewitter zusammen. Während Griechenlands Regierung keinen Spielraum mehr sieht, um den Gläubigern weiter entgegenzukommen, wirft Kommissionspräsident Juncker Griechenlands Ministerpräsidenten Tsipras die Vorspiegelung falscher Tatsachen vor. Die Hängepartie um Griechenland verstärkt in Übersee allerdings wiederum die Hoffnungen darauf, dass die US-Notenbank angesichts der Unsicherheiten und der möglichen negativen Folgen für die Konjunktur im Euroraum gezwungen sei, den ersten Zinsschritt weiter hinauszuzögern. Die Spekulationen zogen schließlich auch den DAX zurück in die Gewinnzone. Die US-Konjunkturdaten konnten am Dienstag indes nur teilweise überzeugen. Während die Wohnbaugenehmigungen im Mai auf den höchsten Stand seit mehr als sieben Jahren kletterten, fielen die Baubeginne von hohem Niveau aus etwas stärker als erwartet zurück. Dennoch zeigt der Trend für die US-Volkswirtschaft weiter nach oben, was auch die anhaltenden Übernahmeaktivitäten signalisieren. Nach zwei Verlusttagen schlossen auch die US-Indizes im Plus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag freundlich. In Asien werden hinter den Erwartungen zurückgebliebene japanische Handelszahlen von positiven US-Vorgaben und einem schwächeren Yen überlagert. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung im Plus erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive könnte angesichts der angedeutet festen Eröffnung ein schneller Test der Marke von 11.100 Punkten erfolgen. Sollte es nicht gelingen, die Hürde zu überwinden, gilt es, die Marke von 11.000 Punkten zu verteidigen, da sonst ein erneuter Test der Zwischentiefs bei 10.880 und 10.800 Punkten drohen könnte.

Devisen

Der Euro bleibt weiterhin in der Seitwärtsrange zwischen 1,12 und 1,13 US-Dollar gefangen. Ein Ausbruchsversuch der Bullen konnte am Dienstag zurückgeschlagen werden. Frischer Rückenwind könnte allerdings aus den USA kommen, wo die Investoren angesichts der griechischen Hängepartie zunehmend mit einem weiteren Hinauszögern des ersten Zinsschrittes der US-Notenbank rechnen. Die nächsten Kursziele außerhalb der Seitwärtsrange warten auf der Oberseite im Bereich zwischen 1,1320 und 1,1330 US-Dollar, auf der Unterseite bei 1,1160 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Der heutige Zinsentscheid der US-Notenbank könnte möglicherweise die ersehnten Impulse für das Edelmetall bringen. Auch der Goldpreis bewegte sich in den vergangenen Tagen in einer engen Spanne zwischen 1.190 US-Dollar auf der Oberseite und 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar auf der Unterseite. Sollten die Notenbanker am Abend für nachhaltigere Bewegungen sorgen, finden sich die nächsten Zwischenziele bei 1.200 bzw. 1.207 US-Dollar auf der Oberseite sowie bei 1.160 US-Dollar auf der Unterseite.

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