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Morning News

Nachdem sich der DAX zur Wochenmitte zumindest zu stabilisieren schien, ging es am Donnerstag weiter bergab, wobei schließlich gar die 12.000-Punktemarke durchbrochen wurde. Trotz positiver Vorzeichen aus Asien startete der heimische Leitindex leichter in den Handel.

Nachdem sich der DAX zur Wochenmitte zumindest zu stabilisieren schien, ging es am Donnerstag weiter bergab, wobei schließlich gar die 12.000-Punktemarke durchbrochen wurde. Trotz positiver Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte nach zuletzt durchwachsenen Konjunkturdaten aus den größten Volkswirtschaften der Welt weiter darauf spekulierten, dass die Geldpolitik der großen Notenbanken auch weiterhin locker bleiben werde bzw. noch gelockert wird, startete der heimische Leitindex leichter in den Handel. In der Folge vermochten es positive Nachrichten aus dem Euroraum nicht, die Notierungen zu stützen, wobei u.a. das Frühjahrsgutachten der führenden heimischen Wirtschaftsforschungsinstitute, dass der größten Volkswirtschaft der Eurozone dank niedriger Energiepreise und einer schwachen Gemeinschaftswährung einen starken Wachstumsschub verspricht, durchaus einen Grund zur Zuversicht lieferte. Ähnlich war der Tenor einer EZB-Umfrage unter Finanzexperten: Auch hier rechneten die Befragten mit anziehenden Wachstumsraten in der Eurozone. Misstöne gab es indes erneut zu den anhaltenden Problemen an der Peripherie des Währungsraumes, denn auch die EU-Kommission zeigt sich mit den Reformfortschritten in Griechenland unzufrieden. Mit Blick auf die in der nächsten Woche bevorstehenden Verhandlungen scheint die griechische Position weiter geschwächt. 

Aus den USA wurden im zweiten Teil der Handelssitzung erneut durchwachsene Konjunkturdaten vermeldet. Die wöchentlichen Zahlen vom Arbeitsmarkt verfehlten die Erwartungen zwar leicht, signalisierten jedoch zugleich einen anhaltenden Aufwärtstrend. Überraschend schwach waren diesmal hingegen die Daten vom Immobilienmarkt ausgefallen, wo sowohl die Zahlen zu den Baubeginnen als auch die Zahlen zu den Baugenehmigungen deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben waren. In deutlich stärkerer Verfassung präsentierte sich hingegen ein Konjunkturbarometer für die Region Philadelphia, welches sich im April wider Erwarten merklich aufgehellt hatte. Die uneinheitliche Datenlage ermöglicht weiterhin kein klares Meinungsbild hinsichtlich der Frage, ob die teilweise durchwachsenen Konjunkturdaten ausreichen werden, um den ersten Zinsschritt der US-Notenbank nach hinten zu schieben. Dies sorgt zunehmend auch für Verunsicherung am Markt. Mehrheitlich positive Zahlen aus der US-Berichtsaison konnten den Gesamtmarkt indes stützen. Die US-Indizes gingen schließlich nahe ihrer Vortagesniveaus mit leichten Abschlägen aus dem Handel.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien präsentieren sich die Märkte mit durchwachsenen Vorgaben der Wall Street uneinheitlich, während ein festerer Yen belastet und die Hoffnungen auf geldpolitische Stimuli aus China zumindest vereinzelt stützen können. Die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus vorerst auf die Marke von 12.000 Punkten gerichtet. Gelingt es den Bullen nicht, die Hürde erneut zu überwinden und sich oberhalb von 12.000 Punkten zu etablieren, drohen weitere Tiefs, die den Index zunächst bis in den Bereich von 11.800 Punkten führen könnten. Auf der Oberseite finden sich die nächsten Zwischenziele im Bereich zwischen 12.040 und 12.060 Punkten sowie bei 12.100 Punkten.

Devisen

Die steigende Unsicherheit über die Verfassung der US-Wirtschaft sorgt angesichts durchwachsener US-Konjunkturdaten für eine weiterlaufende Erholung des Euro. Am Vortag scheiterte ein erster Test der Marke von 1,08 US-Dollar allerdings. Ein zweiter Test dürfte jedoch nur eine Frage der Zeit bleiben, falls es nicht erneut negative Nachrichten zur Hängepartie um Griechenland geben sollte. Sollten die Bullen die Hürde überwinden, wartet das nächste Zwischenziel für die Erholungsbewegung bei 1,09 US-Dollar. Die Bären haben dagegen erste Ziele bis 1,0740 bzw. 1,07 US-Dollar im Visier.


Rohstoffmarkt

Am Ölmarkt gewinnt der Kampf zwischen Bullen und Bären weiter an Intensität. Nachdem eine sinkende US-Produktion für weiteren Auftrieb im Bullenlager gesorgt hatte, signalisieren der gesteigerte Ausstoß Saudi-Arabiens und weiterhin rekordhohe Lagerbestände in den USA, dass die Angebotsseite weiterhin stark bleiben wird. In der Folge scheiterte ein Test der Widerstandszone um 65 US-Dollar. Während der Fokus der Bullen weiter auf dieser Marke liegt, haben die Bären Zwischenziele bei 62 und 60 US-Dollar im Visier.

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