flatex Magazin

News rund um den DAX und die Börse. Unser Marktanalyst Oswald Salcher und unsere Morning News halten Sie auf dem Laufenden.

Immer auf dem neuesten Stand. RSS-Feed abonnieren.

erstellt von flatex Team

Morning News

Am Dienstag verbuchte der DAX erneut Gewinne. Trotz mehrheitlich roter Vorzeichen aus Asien, wo der anhaltende Ausverkauf an den chinesischen Börsen und ein festerer Yen neben schwachen US-Vorgaben noch zusätzlich belasteten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Im frühen Handel war der Fokus zunächst auf den heimischen ZEW-Index gerichtet. Das vielbeachtete Konjunkturbarometer der Finanzexperten war im September bereits den sechsten Monat in Serie zurückgefallen, was zugleich den niedrigsten Stand seit November 2014 bedeutete. Dabei hatte die unerwartet starke Einschätzung der aktuellen Lage angesichts der zunehmenden Eintrübung der konjunkturellen Perspektiven einen noch stärkeren Rückfall des Sentimentbarometers verhindert. ZEW-Präsident Fuest kommentierte, dass die Aussichten für die heimische Wirtschaft durch die Konjunkturabschwächung in den Schwellenländern zunehmend gedämpft werden und die positiven Konjunkturimpulse durch die Exportwirtschaft in der Folge schwächer ausfallen dürften. Positive Nachfrageimpulse sind indes weiterhin aus der Eurozone zu erwarten, wo die Beschäftigtenzahlen vor dem Hintergrund einer sich fortsetzenden konjunkturellen Erholung im zweiten Quartal erneut gestiegen sind. Passend dazu konnte die Währungsunion im Juli zudem einen neuen, rekordhohen Handelsbilanzüberschuss verbuchen, welchem sowohl gestiegene Importzahlen wie auch deutlich gestiegene Exportzahlen zugrunde lagen. 

Im weiteren Verlauf des Handelstages nährten diverse Daten aus Großbritannien und den USA die Hoffnung darauf, dass die Bank of England und die US-Notenbank die nahende Zinswende weiter hinauszögern könnten. In Großbritannien waren es abermals flache Inflationsdaten, die diese Hoffnungen bestärkten, nachdem die Teuerungsrate im August auf die Nulllinie zurückgefallen war. In den USA war es hingegen ein Mix aus Schwächesignalen eines Konjunkturbarometers für die Region New York, durchwachsenen Daten zur Industrieproduktion sowie nur mehr spärlich steigenden Lagerbeständen und Unternehmensumsätzen, der für neuerliche Hoffnungen sorgte. Indes zeigen sich die US-Verbraucher von den jüngsten Unsicherheiten kaum beeindruckt: Die US-Einzelhändler meldeten für August abermals gestiegene Umsatzzahlen. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die positiven US-Vorgaben auf, während ein Stabilisierungsversuch der chinesischen Börsen zusätzlich stützt. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive bleibt die 10.200 vorerst der Dreh- und Angelpunkt. Die nächsten Ziele auf der Oberseite finden sich bei 10.250, 10.340 und 10.400 Punkten. Auf der Unterseite haben die Bären das Wochentief bei 10.070 Punkten sowie die Unterstützungszone bei 10.000 Punkten im Visier.

Devisen

Der abermals zurückgefallene ZEW-Index brachte am Dienstag frischen Gegenwind für den Euro mit sich. Den Bullen gelang es allerdings, den Unterstützungsbereich bei 1,1270 US-Dollar zu verteidigen. Sollte es nun allerdings nicht gelingen, die Marke von 1,13 US-Dollar zurückzuerobern, drohen ein erneuter Angriff auf die Verteidigungszone sowie Anschlusstiefs bis auf 1,1220 US-Dollar. Gelingt es den Bullen, sich wieder oberhalb von 1,13 US-Dollar zu etablieren, findet sich das nächste Zwischenziel bei 1,1350 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Am Dienstag konnten sich die Ölpreise von den starken Vortagesverlusten erholen. Nachdem im Falle von Brent ein Angriff auf die Unterstützung bei 47 US-Dollar abgewendet werden konnte, nehmen die Bullen nun wieder Ziele bis 49 US-Dollar ins Visier. Der zuletzt stärkere US-Dollar sowie die zuletzt wenig überzeugenden Konjunkturdaten bremsen die Aufwärtsdynamik allerdings ein. Sollte der Angriff auf die 49-Dollarmarke misslingen, dürfte der Fokus schnell wieder auf die Unterstützungszone bei 47 US-Dollar wechseln.

Comments (0)

No comments found!

Write new comment

Disclaimer
Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

Sie sind noch
kein Kunde bei
flatex?

Eröffnen Sie ein Konto und profi-
tieren Sie von allen Vorteilen!

Jetzt Konto eröffnen

Twitter