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Morning News

Mit den Zugewinnen zur Wochenmitte hielt die Gewinnserie des DAX bereits den sechsten Handelstag in Serie. Trotz mehrheitlich freundlicher Vorzeichen aus Asien, wo die Börsen die positiven Vorgaben der Wall Street aufgegriffen hatten, ein leichterer Yen die von der Bank of Japan gesenkte Wachstumsprognose für Japan egalisierte, überraschend positive chinesische Konjunkturdaten die Welle der Gewinnmitnahmen an den chinesischen Börsen allerdings nicht stoppen konnten, startete der heimische Leitindex zunächst leichter in den Tag.

Mit Blick auf die bevorstehende Anhörung von US-Notenbankpräsidentin Yellen zur Geldpolitik der Fed sowie die für den Abend angesetzte Abstimmung des griechischen Parlamentes zu wichtigen Reformschritten herrschte zunächst gespannte Zurückhaltung am Markt. Positive Impulse brachte schließlich eine Meldung mit sich, laut der die EU-Kommission eine Brückenfinanzierung für Griechenland plane, durch die gewisse Komplikationen umgangen werden können und Griechenland bis zur Verabschiedung eines dritten Hilfsprogrammes liquide gehalten werden soll. Die ersten Voraussetzungen dafür wie auch für das dritte Hilfsprogramm wurden am Abend schließlich geschaffen – die griechischen Volksvertreter verabschiedeten wie gefordert erste wichtige Reformen.

Indes gab es in Großbritannien frischen Gegenwind für die Pläne von Notenbankgouverneur Carney, perspektivisch die Zinsen anzuheben. Nach den flachen Inflationsdaten vom Dienstag meldeten die Statistiker am Mittwoch unerwartet gestiegene Arbeitslosenzahlen. Vorerst bleibt allerdings abzuwarten, ob aus der Eintagsfliege ein Trend zu werden droht. Aktuell scheint der konjunkturelle Trend in Großbritannien wie auch in den USA weiterhin aufwärtsgerichtet zu sein. US-Notenbankpräsidentin Yellen jedenfalls hielt während ihrer Anhörung im Repräsentantenhaus an der positiven Einschätzung zur US-Konjunktur fest, weshalb es auch wahrscheinlich sei, dass das Zinsumfeld noch in diesem Jahr angehoben werde. Yellens Aussagen wurden vom am Abend veröffentlichten Konjunkturbericht der Fed sowie von weiteren US-Konjunkturdaten untermauert. So hatte sich etwa ein Konjunkturbarometer für die Region New York deutlich stärker aufgehellt als erwartet. Darüber hinaus hatte die US-Industrie ihren Ausstoß im Juni ebenfalls stärker gesteigert als prognostiziert worden war. Die US-Indizes gingen schließlich nahe ihrer Vortagesniveaus aus dem Handel.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag freundlich. In Fernost registrieren die Märkte das ´Ja´ des griechischen Parlamentes mit Erleichterung, ein leichterer Yen und ein Ende der Gewinnmitnahmen an den chinesischen Börsen können zusätzlich stützen. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive könnten durch den Sprung über die Hürde bei 11.600 Punkten schnelle Hochs bis auf 11.670 bzw. 11.700 Punkte folgen. Unterhalb der Unterstützungszone von 11.530 bzw. 11.540 Punkten droht dagegen ein Angriff auf die 11.480 Punkte, der Anschlusstiefs bis auf 11.400 Punkte mit sich bringen kann.

Devisen

Die Spekulationen um die US-Zinswende sind aktuell erneut der Taktgeber beim Währungspaar, nachdem US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen am Vortag abermals ihre positiven Aussagen zum Zustand der US-Konjunktur wiederholte und den Plan bekräftigte, noch in diesem Jahr erstmals an der Zinsschraube drehen zu wollen, falls es die Umstände erlauben. In der Folge mussten sich die Bullen an der Marke von 1,10 US-Dollar geschlagen geben. Nun droht allerdings bereits der Angriff auf die 1,09 US-Dollar. Sollte das Momentum der Bären anhalten, könnten schnelle Tiefs bis in den Bereich um 1,0870 US-Dollar drohen. Im Gegenzug dürften die Bullen erst bei Kursen oberhalb von 1,0940 bzw. 1,0950 US-Dollar zumindest kurzzeitig verschnaufen können.

Rohstoffmarkt

Die näher rückende US-Zinswende und der in der Folge festere US-Dollar beflügeln die Bären. Es droht ein baldiger Test der wichtigen Unterstützung bei 1.140 US-Dollar sowie der Bewegungstiefs bei 1.130 US-Dollar, durch die weitere Abverkäufe ausgelöst werden könnten. Den Bullen muss es daher gelingen, die Widerstände bei 1.160 sowie bei 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar aus dem Weg zu räumen.

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