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Morning News

Zum Auftakt der neuen Handelswoche weitete der DAX die Verluste vom Freitag aus, während der Index auf Schlusskursbasis zugleich erstmals seit Februar wieder unter die Marke von 11.000 Punkten zurückfiel. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo neben den jüngsten Entwicklungen zu Griechenland auch die schwachen Vorgaben der Wall Street vom Wochenschluss belasteten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Das Thema Griechenland zunächst hinten angestellt, gab es durchaus Ermutigendes aus der Eurozone zu berichten. Die Ökonomen der Bundesbank etwa sehen einen anhaltenden Aufschwung der heimischen Wirtschaft, der weiterhin vor allem vom starken Konsumklima gestützt wird, hinter dem wiederum erfreuliche Beschäftigtenzahlen stehen. Darüber hinaus laufe auch der Konjunkturmotor der Eurozone wieder auf stabilen, höheren Drehzahlen. Die konjunkturelle Erholung habe sich im Winterhalbjahr gefestigt, wofür sich neben niedrigen Ölpreisen und einem schwachen Euro vereinzelt auch die Reformanstrengungen verantwortlich zeichneten. Außerdem gefielen die jüngsten Zahlen aus der Handelsbilanz der Währungsunion: Für April verzeichnete der Wirtschaftsblock einen rekordhohen Handelsbilanzüberschuss.

Im Falle Griechenlands bleiben die Fronten indes weiter verhärtet. Griechischen Forderungen nach einem Schuldenschnitt und Vorwürfen der Plünderei an die Troika steht eine zunehmend ungeduldigere Eurogruppe gegenüber. EZB-Präsident Draghi bekräftigte zu Wochenbeginn ebenfalls, dass die Notenbank dabei helfen wolle, einen Konsens zu erzielen, aber Griechenland nunmehr am Zuge sei. Auch die US-Börsen konnten sich den negativen Einflüssen durch die andauernde Hängepartie nicht entziehen. Darüber hinaus hatten abermals schwache Industriedaten und ein unerwartet schwaches Konjunkturbarometer für die Region New York enttäuscht. Erfreuliche Sentimentdaten vom US-Immobiliensektor konnten nur vereinzelt stützen. Zudem herrschte Zurückhaltung vor dem Zinsentscheid der US-Notenbank, der am morgigen Mittwoch auf dem Programm steht. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag im Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die negativen US-Vorgaben auf, während ein etwas schwächerer Yen nur vereinzelt Akzente setzen kann. Die Futures auf die US-Indizes werden ebenfalls leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive muss es den Bullen zunächst gelingen, sich oberhalb von 11.000 Punkten zu etablieren. Nächstes Zwischenziel wäre dann die Marke von 11.100 Punkten. Behalten die Bären dagegen die Oberhand, droht ein Test des jüngsten Bewegungstiefs, das sich bei 10.880 Punkten findet.

Devisen

Durchwachsene US-Konjunkturdaten gaben dem Euro zum Wochenstart etwas Auftrieb. Allerdings scheint es, dass die Tradingrange der Gemeinschaftswährung aktuell bei 1,13 US-Dollar auf der Oberseite sowie bei 1,12 US-Dollar auf der Unterseite begrenzt bleibt, bis nachhaltige Impulse durch die US-Notenbank oder durch eine absehbare Lösung im Konflikt mit Griechenland geliefert werden. Mögliche Sprungbretter für eine stärkere Bewegung warten vorerst bei 1,1160 US-Dollar auf der Unterseite sowie bei 1,1320 bzw. 1,1360 US-Dollar auf der Oberseite.

Rohstoffmarkt 

Auch das Edelmetall präsentiert sich aktuell lethargisch. Während die Bären auf der Unterseite keinen Durchbruch im Bereich der Unterstützungszone um 1.175 bzw. 1.180 US-Dollar erzielen, gelang es denn Bullen auf der Oberseite zuletzt nicht, den wichtigen Widerstand bei 1.200 US-Dollar, geschweige denn die kleine Hürde bei 1.190 US-Dollar zu überwinden. Mögliche Impulse könnte allerdings der morgige Zinsentscheid der US-Notenbank mit sich bringen. Die nächsten Ziele warten dann bei 1.160 US-Dollar für die Bären bzw. im Bereich der 200-Tage-Linie bei 1.207 US-Dollar für die Bullen.

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