flatex Magazin

News rund um den DAX und die Börse. Unser Marktanalyst Oswald Salcher und unsere Morning News halten Sie auf dem Laufenden.

Immer auf dem neuesten Stand. RSS-Feed abonnieren.

erstellt von flatex Team

Morning News

Auch am Mittwoch ging der DAX mit Verlusten aus dem Handel. Mit roten Vorzeichen aus Asien, wo flache chinesische Inflationsdaten, ein gesenkter Wachstumsausblick der japanischen Regierung, ein festerer Yen sowie negative Vorgaben der Wall Street belasteten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Positive und negative Nachrichten hielten sich im frühen Handel zunächst die Waage. In Deutschland musste die Bundesregierung ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr angesichts des sich abkühlenden globalen Konjunkturmotors leicht nach unten korrigieren. Die Wachstumsprognose für das kommende Jahr blieb jedoch unangetastet. Bundeswirtschaftsminister Gabriel konstatierte, Arbeitsmarkt und Beschäftigungslage blieben weiter außerordentlich stark. Neben der Nachfrageschwäche in den Schwellenländern werde jedoch auch die Flüchtlingskrise ihre Spuren hinterlassen. Während die Bundesregierung deshalb mit einer leicht steigenden Arbeitslosenzahl rechnet, ermittelte das Marktforschungsunternehmen GfK vor dem Hintergrund der schwächelnden Weltwirtschaft sowie steigenden Flüchtlingszahlen ein gesunkenes Konsumklima in Europa. Darüber hinaus missfielen weitere Konjunkturdaten aus der Eurozone, wo die Industrieproduktion nach einer Erholung im Juli im August einen erneuten Rückschlag erlitt. Im Kleingedruckten wussten allerdings positive Zahlen aus Frankreich zu überzeugen, die den jüngsten Aufwärtstrend in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone bestätigten. 

Auch außerhalb der Eurozone blieb die Nachrichtenlage uneinheitlich. So meldete Großbritannien zum einen unerwartet positive Zahlen vom Arbeitsmarkt, allerdings gab es mit einer leicht rückläufigen Dynamik bei der Entwicklung der Reallöhne zugleich auch einen kleineren Wermutstropfen zu verzeichnen. In den USA enttäuschten im Anschluss die vielbeachteten Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel. Während das Umsatzplus im September leicht hinter den Erwartungen zurückgeblieben war, wurden die wichtigen Konsumdaten für den Vormonat darüber hinaus noch nach unten korrigiert. Zugleich nährten jedoch auch unerwartet stark gesunkene Erzeugerpreise die Hoffnung darauf, dass sich die Währungshüter, die den Fokus insbesondere auch auf die Inflationserwartungen legen, mit Blick auf die Zinswende weiter geduldig zeigen. Der in der Folge deutlich schwächere US-Dollar sowie der positive Wirtschaftsbericht der US-Notenbank, der am Abend weiterhin robustes Wachstum für die größte Volkswirtschaft der Erde konstatierte, konnten den US-Aktienmarkt allerdings nicht stützen. Von negativen Nachrichten aus der US-Berichtsaison und chinesischen Konjunkturdaten belastet, beschlossen die US-Indizes den Handelstag mit neuerlichen Verlusten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag freundlich. An den Märkten in Asien steigen die Hoffnungen darauf, dass die Notenbanken angesichts der gestiegenen Konjunktursorgen einmal mehr als Retter in der Not fungieren werden. Auch die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Plus erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive bleibt der Fokus weiterhin auf die Marke von 10.000 Punkten gerichtet. Weitere Ziele für die Bullen warten in der Folge bei 10.070 sowie bei 10.140 Punkten. Auf der Unterseite droht unterhalb von 9.880 Punkten ein Bärenangriff auf die Unterstützungszone bei 9.800 Punkten.

Devisen

Schwache US-Konsumdaten sowie rückläufige US-Produzentenpreise bildeten eine giftige Gemengelage, die dem US-Dollar zur Wochenmitte starken Gegenwind bescherte. Da mehr und mehr Marktteilnehmer angesichts der zunehmenden Konjunktursorgen ohnehin nicht mehr mit einem baldigen Zinsschritt der US-Notenbank rechnen, kann der Euro erneut profitieren. Die Gemeinschaftswährung könnte in der Folge erstmals seit August wieder über die Marke von 1,15 US-Dollar klettern. Sollte es den Bullen gelingen, die Unterstützungszone bei 1,1470 US-Dollar zu verteidigen, ist ein baldiger Test wahrscheinlich. Das nächste Etappenziel würde dann im Bereich der August-Hochs bei 1,1580 US-Dollar warten. Auf der Unterseite haben die Bären zunächst die 1,1440 US-Dollar im Visier.

Rohstoffmarkt

Das Edelmetall konnte den anhaltenden Aufwärtstrend auch zur Wochenmitte fortsetzen. Rückenwind kommt von steigenden Zweifeln an einem baldigen Zinsschritt der US-Notenbank, einem deutlich schwächeren US-Dollar sowie einem positiven Signal seitens der Charttechnik. Hier konnte die 200-Tage-Linie nachhaltig überwunden werden. Übergeordnetes Ziel der Bullen ist nun die Widerstandszone bei 1.200 US-Dollar. Auf der Unterseite muss es den Bären zunächst gelingen, die 200-Tage-Linie zu durchbrechen, die bei 1.177 US-Dollar wartet.

Comments (0)

No comments found!

Write new comment

Disclaimer
Die „flatex GmbH“, als Herausgeberin dieses Magazins übernimmt keine Haftung für die Vollständigkeit und Richtigkeit der im Magazin enthaltenen Börsen- und Wirtschaftsinformationen, allgemeinen Marktdaten, Preise, Indizes und sonstigen Inhalte. Gleichfalls übernimmt die „flatex GmbH“ keine Haftung für etwaige Verzögerungen oder die Genauigkeit sowie Verfügbarkeit der publizierten Inhalte. Weiterlesen

Sie sind noch
kein Kunde bei
flatex?

Eröffnen Sie ein Konto und profi-
tieren Sie von allen Vorteilen!

Jetzt Konto eröffnen

Twitter