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Morning News

Am Dienstag setzte der DAX seine laufende Gewinnserie mit dem fünften Plus in Serie fort. Trotz positiver Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte die freundlichen Vorgaben der Wall Street mehrheitlich aufgegriffen hatten, ein leichterer Yen zusätzlich stützte und einsetzende Gewinnmitnahmen in China lediglich vereinzelt belasteten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Im frühen Handel war der Fokus zunächst auf den heimischen ZEW-Index gerichtet. Das vielbeachtete Konjunkturbarometer der Finanzexperten markierte angesichts der Zuspitzung im griechischen Schuldenstreit und des jüngsten Ausverkaufs an den chinesischen Börsen ein neues Jahrestief. Zugleich fiel der Rückschlag jedoch nicht so stark aus wie befürchtet. Zudem wurde die aktuelle Lage deutlich freundlicher beurteilt als erwartet. ZEW-Präsident Fuest sieht die deutsche Wirtschaft daher weiter auf Kurs. Auch der Trend bei der Kreditvergabe im Euroraum geht weiter in die richtige Richtung, wie frische EZB-Daten untermalten. Im abgelaufenen Quartal waren die Hürden für die Kreditvergabe weiter gesunken, mehr Kredite waren nachgefragt und bewilligt wurden. Indes ist das verarbeitende Gewerbe der Eurozone im Mai etwas vom Kurs abgekommen: Statt des erwarteten Zuwachses war die Industrieproduktion im Euroraum überraschend rückläufig. 

Die uneinheitliche Nachrichtenlage setzte sich im Laufe des Handelstages weiter fort. So sprach etwa Großbritanniens Notenbankgouverneur Mark Carney mit Blick auf die zuletzt starken Wirtschaftsdaten von einer näher rückenden Zinswende, obwohl die britische Inflationsrate in den negativen Bereich zu fallen droht. In den USA enttäuschten anschließend die wichtigen und vielbeachteten Umsatzzahlen der Einzelhändler. Nach einem starken Vormonat, für den die Zahlen allerdings leicht nach unten korrigiert wurden, meldeten die Einzelhändler für Juni unerwartete Umsatzeinbußen. Weitere Daten zeigten allerdings, dass die US-Unternehmen ihre Lagerbestände weiterhin ausbauen und die Umsätze weiter steigen. Die überraschend schwachen Zahlen aus dem Einzelhandel nährten zudem die Hoffnungen, dass die US-Notenbank den ersten Zinsschritt möglicherweise weiter hinauszögern könnte. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag mit Zugewinnen.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag freundlich. In Fernost greifen die Märkte die US-Vorgaben mehrheitlich auf, während ein leichterer Yen zusätzlich stützt, besser als erwartet ausgefallene chinesische Konjunkturdaten die sich fortsetzenden Gewinnmitnahmen an Chinas Börsen allerdings nicht bremsen können. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive warten die nächsten Hürden auf der Oberseite bei 11.600 sowie bei 11.640 Punkten. Sollte die 11.500 nicht halten, finden sich die nächsten Zwischenziele bei 11.440 sowie bei 11.400 Punkten. 

Devisen

Die europäische Gemeinschaftswährung scheint an der Marke von 1,10 US-Dollar auf frische Impulse zu warten. Die könnten im Laufe des Tages von US-Notenbankpräsidentin Yellen sowie vom griechischen Parlament kommen, das am Abend über wichtige Reformschritte entscheiden will. Aus charttechnischer Perspektive müssen die Bullen zunächst die Hürde bei 1,1060 US-Dollar überwinden, um einen erneuten Angriff auf die 1,11 US-Dollar starten zu können. Gelingt es allerdings nicht, sich oberhalb von 1,10 US-Dollar zu etablieren, drohen unterhalb von 1,0980 US-Dollar schnelle Anschlusstiefs bis in den Bereich um 1,0940 bzw. 1,0950 bzw. bis auf 1,09 US-Dollar.

Rohstoffmarkt 

Nachdem der historische Atom-Deal mit dem Iran verkündet worden war, ist nun zu vernehmen, dass das OPEC-Mitglied die Ölexporte wohl erst im neuen Jahr erhöhen darf. Die Nachricht sorgt für Entlastung und Rückenwind im Bullenlager. Nachdem ein Angriff auf die Unterstützung bei 57 US-Dollar abgewehrt werden konnte, bereiten die Bullen nun einen erneuten Angriff auf die Hürde bei 59 US-Dollar vor. Sollte der Versuch glücken, wartet bei 60 US-Dollar ein weiterer horizontaler Widerstand. Die Bären haben dagegen weiterhin die Marke von 57 US-Dollar im Visier.

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