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erstellt von flatex Team

Morning News

Zum Wochenschluss ging es für den DAX nach zwei Tagen der Erholung wieder deutlich bergab. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo neben freundlichen Vorgaben der Wall Street auch positive japanische Industriedaten, ein leichterer Yen und die Hoffnung auf weitere chinesische Konjunkturstimuli stützten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Erneut war es das griechische Schuldendrama, das die Notierungen ins Minus drückte. Während das hoch verschuldete Land zwar weiterhin zu enormen Zugeständnissen bereit ist, seien einige geforderte Einschnitte indes weiterhin inakzeptabel, sodass ein Konsens zwischen Schuldner und den Gläubigern nach wie vor in weiter Ferne liegt. Laut diversen Medienberichten liefen in der Eurogruppe nun allerdings auch konkrete Planungen für den Fall einer griechischen Zahlungsunfähigkeit an – ein deutliches Signal dafür, dass die Euro-Partner nicht gewillt sind, Griechenland um jeden Preis zu retten und zugleich ein bedrohliches Signal für die Finanzmärkte. Eine zwischenzeitliche Kurserholung ging mit der Nachricht einher, dass die Abreise der IWF-Bevollmächtigten am Vortag keinesfalls als Verhandlungsabbruch zu verstehen gewesen sei.

 

Doch die Erholung erwies sich als kurzes Strohfeuer, Unsicherheit und Skepsis kehrten alsbald zurück. In der Spitze verlor der heimische Leitindex am Freitag gut 300 Punkte. Enttäuschende Industriedaten hatten die negative Momentaufnahme zum Euroraum zudem noch zusätzlich verstärkt. So war der Ausstoß der Industrie in der Eurozone im April deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Darüber hinaus wurden auch die schwachen Zahlen aus dem Vormonat weiter nach unten korrigiert. Am Nachmittag missfielen zudem die Inflationsdaten aus den USA. Die stärker als erwartet gestiegenen Erzeugerpreise könnten in naher Zukunft womöglich den Druck auf die Verbraucherpreise erhöhen und damit eventuell zugleich auch die US-Notenbank mit Blick auf die Zinswende unter Zugzwang setzen. Ermutigende Signale seitens eines deutlich stärker als erwartet ausgefallenen US-Konsumklimabarometers konnten im Anschluss dann keine positiven Akzente mehr setzen. Auch die US-Indizes beschlossen den Handelstag, vom griechischen Schuldendrama belastet, im Minus. 

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag rot. In Asien fallen die Notierungen auf breiter Front zurück, nachdem am Sonntag in Brüssel ein neuerlicher Vermittlungsversuch im Schuldenstreit abgebrochen wurde. Auch die Futures auf die US-Indizes werden leichter gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive warten die ersten Etappenziele auf der Oberseite bei 11.200 und 11.250 Punkten. Auf der Unterseite finden sich die ersten Ziele dagegen im Bereich zwischen 11.080 und 11.100 Punkten. Sollten die Bären auch die 11.000-Punktemarke durchbrechen, droht ein Test des jüngsten Bewegungstiefs bei 10.880 Punkten. 

Devisen 

Zum Wochenschluss ging es für die europäische Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich deutlich bergab. Ursache dafür war jedoch nicht die Hängepartie um Griechenland, sondern ein Kommentar von Bundeskanzlerin Merkel, die vor einem zu starken Euro gewarnt hatte. Nachdem die Gemeinschaftswährung zwischenzeitlich deutlich unter 1,12 US-Dollar gefallen war, konnten die Bullen die Marke jedoch zurückerobern. Im frühen Handel droht allerdings bereits ein neuer Test durch die Bären. Sollte der Angriff erfolgreich sein, wartet das nächste Ziel bei 1,1160 US-Dollar. Erstes Ziel auf der Oberseite ist die Marke von 1,1240 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Am Ölmarkt gibt die starke Angebotsseite weiterhin den Ton an. Seit Mitte vergangener Woche, als ein Test des Widerstandes bei 67 US-Dollar scheiterte, halten die Bären das Zepter in der Hand. Falls es den Bullen nicht gelingt, die Marke von 65 US-Dollar zurückzuerobern, dürften weitere Tiefs bis in den Bereich zwischen 62 und 63 US-Dollar folgen.

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