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Morning News

Nach drei Verlusttagen in Serie präsentierte sich der DAX am Donnerstag deutlich erholt. Mit gemischten Vorzeichen aus Asien, wo uneinheitliche Vorgaben der Wall Street, anziehende Renditen am Anleihemarkt, hinter den Erwartungen zurückgebliebene Orderzahlen für den japanischen Maschinenbau und ein festerer Yen auf den Kursen lasteten, während die Hoffnung auf zusätzliche chinesische Konjunkturstimuli nur vereinzelt stützen konnte, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

An Christi Himmelfahrt blieben Nachrichtenlage und Umsätze im Anschluss überschaubar. Im frühen Handel ging es mit dem sich fortsetzenden Ausverkauf am Anleihemarkt und einer festeren europäischen Gemeinschaftswährung zunächst weiter bergab. 

Im weiteren Verlauf des Handelstages drehte das Sentiment jedoch, was einmal mehr den Hoffnungen geschuldet war, die die Investoren in die Notenbanken setzen. Während EZB-Präsident Draghi während einer Rede in den USA erneut bekräftigte, das gestartete Anleihekaufprogramm wie geplant umzusetzen, um bereits positive Effekte wie steigende Investitionen und Konsumausgaben weiter zu verstärken, könnte auch die US-Notenbank gezwungen sein, weiterhin an ihrer lockeren Geldpolitik festzuhalten. Dies deuten jedenfalls unerwartet schwache Inflationsdaten an: Im April waren die Erzeugerpreise wider Erwarten deutlich zurückgefallen. Der US-Dollar verlor trotz der unerwartet stark ausgefallenen, wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten in der Folge abermals deutlich an Boden. Mit den gestiegenen Hoffnungen auf ein weiteres Hinauszögern der US-Zinswende und einem US-Dollar, dessen Schwäche den US-Unternehmen mehr als willkommen ist, ging es für die US-Börsen schließlich deutlich nach oben.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien können die freundlichen US-Vorgaben und ein schwächerer Yen angesichts anhaltender Konjunktursorgen nur vereinzelt stützen. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus nun auf die Widerstandszone bei 11.600 Punkten gerichtet. Gelingt es, die Hürde nachhaltig zu überwinden, könnten schnelle Hochs bis auf 11.680 bzw. 11.700 Punkte folgen. Sollten die Bären allerdings die 11.500 durchbrechen können, finden sich die nächsten Ziele im Bereich zwischen 11.400 und 11.440 Punkten.

Devisen

Die jüngsten US-Daten machen ein Hinauszögern der Zinswende trotz der anhaltend positiven Entwicklung am US-Arbeitsmarkt wahrscheinlicher. Sollten die wichtigen US-Konjunkturdaten am Nachmittag enttäuschen, wäre für die Bullen ein schneller Sieg an der Marke von 1,15 US-Dollar denkbar. Sollten die US-Daten allerdings positiv überraschen, könnte es für den Euro dagegen schnell wieder bis auf 1,13 oder gar bis auf 1,1240 US-Dollar nach unten gehen.

Rohstoffmarkt

Die flachen Inflationsdaten aus den USA und ein in der Folge schwächerer US-Dollar waren am Donnerstag das Angriffssignal für die Bullen. Ein erster Test der 200-Tage-Linie scheiterte jedoch, der Ausbruchsversuch missglückte. Allerdings ist davon auszugehen, dass die Bullen einen erneuten Angriffsversuch wagen, falls die wichtigen US-Daten am Nachmittag enttäuschen. Dann könnten die Bullen den Goldpreis schnell bis in den Bereich zwischen 1.240 und 1.250 US-Dollar in die Höhe treiben. Falls die US-Daten jedoch positiv überraschen, dürften die Bären zum Gegenschlag ausholen und die Marke von 1.200 US-Dollar ins Visier nehmen.

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