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Morning News

Am Dienstag endete die zuvor sieben Tage andauernde Gewinnserie des DAX. Mit mehrheitlich roten Vorzeichen aus Asien, wo abermals enttäuschende chinesische Konjunkturdaten, ein schwächerer Rohstoffsektor sowie ein festerer Yen belasteten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Zudem war der heimische Aktienmarkt in den Sog einer Gewinnwarnung sowie eines eher skeptischen Ausblicks des Zulieferers Leoni geraten, die deutliche Spuren im Automobilsektor hinterließen. Auch im Anschluss blieb die Nachrichtenlage eher trüb. Der heimische ZEW-Index, das vielbeachtete Konjunkturbarometer der Finanzexperten, hatte sich im Oktober auch vor dem Hintergrund des VW-Skandals noch stärker eingetrübt, als befürchtet werden musste. Der siebte Rückgang in Folge, der zugleich ein 12-Monatstief bedeutete, ist jedoch primär durch die anhaltende Wachstumsschwäche der Schwellenländer sowie den damit einhergehenden, gedämpften Wachstumsaussichten zu erklären. Rezessionsängste verwarf der zuversichtliche ZEW-Präsident Fuest jedoch sogleich mit dem Verweis auf die robuste Binnenkonjunktur sowie die fortschreitende konjunkturelle Erholung in der Eurozone. Nichtsdestotrotz geht die Nachfrageschwäche aus den Schwellenländern auch an den heimischen Maschinenbauern nicht spurlos vorbei. Der Verband befürchtet, dass die Umsätze auch im kommenden Jahr stagnieren werden, nachdem man im Sommer bereits die Wachstumsprognose für das laufende Geschäftsjahr kassieren musste.

Im weiteren Tagesverlauf hielten sich positive und negative Nachrichten die Waage. Aus Großbritannien wurden für September zunächst gefallene Verbraucherpreise gemeldet. Ein Phänomen, das in der zweitgrößten Volkswirtschaft der EU damit erst zum zweiten Mal seit 1960 zu bestaunen war. Noch stellen die gesunkenen Preise für die Unternehmen noch keine Bedrohung größeren Ausmaßes dar. Zugleich erhöht sich jedoch die Wahrscheinlichkeit dafür, dass sich die Bank of England mit Blick auf eine nahende Zinswende vorerst weiter in Geduld üben muss. Auch in den USA bestimmt die Zinsdiskussion dieser Tage weiter den Diskurs. Diesmal meldete sich die Federal Reserve San Francisco mit einer Studie zu Wort. Der angesichts des aktuellen wirtschaftlichen Umfeldes wenig überraschende Tenor der Zeilen: Die Zinswende dürfte wohl noch langsamer verlaufen, als es die US-Notenbank aktuell selbst prognostiziert. Darüber hinaus wusste eine weitere Studie zu gefallen, die zumindest für die kleinen US-Unternehmen in den kommenden Monaten steigende Löhne signalisiert. Dies reichte angesichts der enttäuschenden China-Daten und auch mit Blick auf die durchwachsenen Ergebnisse aus der US-Berichtsaison jedoch nicht aus, um den Bullen frische Impulse zu liefern. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag im Minus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag uneinheitlich. In Asien greifen die Märkte die negativen Vorgaben der Wall Street auf, während flache chinesische Inflationsdaten, die den Spielraum für frische Konjunkturstimuli der chinesischen Notenbank erhöhen, sowie ein festerer Yen zusätzlich belasten. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst leichter erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive ist der Fokus zunächst wieder auf die Marke von 10.000 Punkten gerichtet. Gelingt es den Bullen nicht, die Hürde zu überwinden, drohen unterhalb des Vortagestiefs bei 9.940 Punkten weitere Rückläufe bis auf 9.880 Punkte sowie in der Folge ein Test der Unterstützung bei 9.800 Punkten. Auf der Oberseite wäre bei einem Sprung über die 10.000 dagegen zunächst Raum bis auf 10.070 Punkte.

Devisen

Der träge Wochenstart setzte sich auch am Dienstag fort. Den Bullen fehlen bislang die Impulse, um die Hürde bei 1,14 US-Dollar nachhaltig zu überwinden, auf der Unterseite hält die Unterstützung bei 1,1350 US-Dollar. Die nächsten Zwischenziele warten bei einem gelungenen Angriff bei 1,13 US-Dollar für die Bären bzw. bei 1,1440 US-Dollar für die Bullen.

Rohstoffmarkt

Hinter den Erwartungen zurückgebliebene chinesische Inflationsdaten sowie die chinesischen Handelszahlen, die am Vortag enttäuschten, erhöhen die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Lockerung der chinesischen Geldpolitik. Diese Aussichten sowie der zuletzt etwas schwächere US-Dollar sorgen für Rückenwind im Bullenlager. Nächstes Angriffsziel ist nun die 200-Tage-Linie, die aktuell bei 1.177 US-Dollar wartet. Auf der Unterseite könnte ein Gegenschlag der Bären neuerliche Tiefs bis auf 1.160 US-Dollar mit sich bringen.

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