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Morning News

Nach zwei Verlusttagen war es dem DAX gelungen, die 11.000-Punktemarke zurückzuerobern. Mit freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo die chinesische Notenbank ihre jüngsten Maßnahmen zur Abwertung der Landeswährung für beendet erklärt hatte und positive US-Vorgaben sowie ein schwächerer Yen enttäuschende Orderzahlen für den japanischen Maschinenbau überlagerten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Im zunächst impulsarmen ersten Teil der Handelssitzung, bei dem der Fokus insbesondere auf der Berichtsaison lag, waren es vor allem erfreuliche Geschäftszahlen, ein schwächerer Euro und anziehende US-Futures, die den Gesamtmarkt stützen konnten. Bis zum Mittag standen in der Folge allerdings keine Konjunkturdaten aus der ersten Reihe auf dem Programm. Die Zeilen des Protokolls zum jüngsten Zinsentscheid der Europäischen Zentralbank verdeutlichten indes, dass die Währungshüter mit der Dynamik der konjunkturellen Erholung im Euroraum nicht zufrieden sind. Die Notenbanker erwarten, dass die wirtschaftliche Erholung weiter moderat und graduell verlaufen werde. Darüber hinaus konstatierte das Ifo-Institut in einer neuen Studie mit Blick auf die Weltwirtschaft, dass ein durchgreifender Aufschwung weiter auf sich warten lasse.

Die jüngsten Konjunkturdaten aus den USA signalisierten indes, dass mit der größten Volkswirtschaft der Welt weiterhin als Wachstumslokomotive zu rechnen ist. Insbesondere die vielbeachteten Umsatzzahlen der Einzelhändler gefielen. In den Details des Zahlenwerkes fanden sich Indizien darauf, dass die kurze Schwächephase der vergangenen Monate überstanden zu sein scheint, zumal die Zahlen für den Vormonat noch nach oben korrigiert wurden. Zudem konnten auch die wöchentlichen Zahlen vom Arbeitsmarkt erneut überzeugen. Die wachsenden US-Lagerbestände bestätigten überdies den Trend aus dem Großhandel, der andeutet, dass die Unternehmen aufgrund der laufenden Konjunktur den Warenbestand aufstocken. Die ansehnlichen Konjunkturdaten lenkten den Fokus jedoch sogleich wieder auf die US-Notenbank und die Gefahr, dass im September angesichts der starken Momentaufnahme durchaus ein erster Zinsschritt erfolgen könnte. Die US-Indizes beschlossen den Handelstag nahe der Vortagesniveaus.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien präsentieren sich die Märkte uneinheitlich, während der geschwächte Yuan und ein schwächerer Yen vereinzelt stützen können. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst kaum verändert erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, die 11.000-Punktemarke zu verteidigen. Sollte dies nicht gelingen, droht ein Test der Unterstützungszone bei 10.900 Punkten, wo u.a. die 200-Tage-Linie wartet. Die nächsten Hürden auf der Oberseite finden sich bei 11.100 Punkten sowie in der Folge im Bereich zwischen 11.140 Punkten und den Vortageshochs bei 11.150 Punkten.

Devisen

Nach einem erfolglosen Test der 1,12 US-Dollar brachten starke US-Konjunkturdaten frischen Rückenwind für den US-Dollar mit sich. Dennoch war es dem Euro in der Folge gelungen, sich oberhalb der Marke von 1,11 US-Dollar zu behaupten und anschließend verlorenen Boden zurückzugewinnen. Eine Reihe wichtiger Konjunkturdaten könnte zum Wochenschluss nun allerdings für nachhaltige Impulse im Währungspaar sorgen. Sollte der Euro auf der Oberseite die 1,1220 US-Dollar durchbrechen, könnten übergeordnete Ziele bis auf 1,1340 US-Dollar in Angriff genommen werden. Fällt die europäische Gemeinschaftswährung unter die Marke von 1,11 US-Dollar zurück, droht ein schneller Bärenangriff auf die 1,10 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Starke US-Konjunkturdaten, der in der Folge festere US-Dollar, das Ende der chinesischen Abwertungsmaßnahmen und die Stabilisierung an den Aktienmärkten bedeuteten heftigen Gegenwind für das Edelmetall. Nachdem ein erster Ausbruchsversuch über den Widerstand bei 1.120 US-Dollar gescheitert war, gilt es auf der Unterseite nun, die Unterstützung bei 1.100 US-Dollar im Auge zu behalten. Sollte den Bullen jedoch ein erneuter Angriffsversuch glücken, wartet das nächste Zwischenziel bei 1.130 US-Dollar.

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