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Morning News

Der DAX kommt in dieser Woche bislang nicht auf die Beine, zur Wochenmitte gab es das dritte Minus in Serie. Mit freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte positive Vorgaben der Wall Street aufgegriffen hatten und ein schwacher Yen zusätzlich stützen konnte, während insgesamt solide chinesische Konjunkturdaten dennoch den rückläufigen Wachstumstrend der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde untermauerten, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Im frühen Handel war der Fokus auf Wachstumszahlen aus der Eurozone gerichtet, die ein gemischtes Bild zeichneten und im Einzelfall gar enttäuschten. Dies galt allen voran für die Daten zur heimischen Volkswirtschaft, die im abgelaufenen Quartal überraschend deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben war. Erfreulichere Zahlen gab es dagegen aus Frankreich und Italien, wo das Wachstum zu Jahresbeginn jeweils stärker ausgefallen war als erwartet. Für die Eurozone war es unter dem Strich das stärkste Quartal seit Q2 2013. Die Daten zur Industrieproduktion im Euroraum enttäuschten im Anschluss dagegen auf ganzer Linie. Zum einen war der Ausstoß der Industrie im März unerwartet zurückgefallen, zum anderen wurden die starken Zahlen für den Vormonat noch leicht nach unten korrigiert.

Auch außerhalb der Grenzen des gemeinsamen europäischen Währungsraumes konnten die Daten nur vereinzelt überzeugen. In Großbritannien gefielen frische Zahlen vom Arbeitsmarkt, während auch die Entwicklung der Reallöhne zu überzeugen wusste, allerdings korrigierte die britische Notenbank zugleich die Wachstumsprognosen für dieses Jahr und die kommenden Jahre nach unten. Hinter den Erwartungen zurückgebliebene Umsatzzahlen der US-Einzelhändler vertieften die Sorgenfalten am Nachmittag noch zusätzlich, obschon nach oben korrigierte Zahlen für den Vormonat die Enttäuschung zumindest in Grenzen halten konnten. Gleiches galt für gestiegene Umsatzzahlen, die die US-Unternehmen für den März meldeten. Allerdings nährten die jüngsten Daten aus dem Einzelhandel die Sorge vor einer größeren Konjunkturdelle, zumal es dem starken US-Konsumklima laut Einschätzung zahlreicher Ökonomen vorbestimmt sein sollte, den Konjunkturmotor der größten Volkswirtschaft der Erde in den kommenden Quartalen anzutreiben. Der US-Dollar geriet sogleich unter Druck, wodurch der deutlich aufwertende Euro die Aktienmärkte im gemeinsamen Währungsraum ins Minus drückte. Die US-Börsen, die nahe ihrer Vortagesniveaus aus dem Handel gingen, wurden dagegen von der Hoffnung auf ein weiteres Hinauszögern der Zinswende sowie von neuerlichen Übernahmeaktivitäten gestützt.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Fernost werden die Märkte neben den durchwachsenen US-Vorgaben auch von einem festeren Yen belastet, während die Hoffnung auf weitere chinesische Konjunkturmaßnahmen nur vereinzelt stützen kann. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Minus erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive muss es den Bullen gelingen, die Marken von 11.300 bzw. 11.330 Punkten zu verteidigen, da andernfalls schnelle Tiefs bis auf 11.250 bzw. 11.200 Punkte drohen. Auf der Oberseite finden sich die ersten Ziele bei 11.400 bzw. 11.440 Punkten.

Devisen

Schwache Umsatzzahlen aus dem US-Einzelhandel, die die Sorge um die US-Konjunktur schürten und ein weiteres Zögern der US-Notenbank wahrscheinlicher machen, setzten den US-Dollar zur Wochenmitte deutlich unter Druck. Die Bullen trieben den Euro in der Folge bis auf 1,1370 US-Dollar. Sollte die Unterstützungszone um 1,1350 US-Dollar halten, könnte ein schneller Test der 1,14 US-Dollar folgen. Auf der Unterseite ist die Verteidigungslinie bei 1,13 US-Dollar erstes Angriffsziel der Bären. Darunter finden sich die nächsten Ziele im Bereich zwischen 1,1240 und 1,1260 US-Dollar. 

Rohstoffmarkt

Auch der Goldpreis sprang nach den schwachen US-Konjunkturdaten vom Vortag deutlich nach oben. Die Unsicherheit um den Zustand der US-Konjunktur, ein mögliches Hinauszögern der US-Zinswende und der deutlich schwächere US-Dollar brachten Rückenwind für die Goldbullen mit sich, die den Widerstand bei 1.200 US-Dollar überwinden konnten und erst an der 200-Tage-Linie bei 1.218 US-Dollar zum Stehen kamen. Sollte es gelingen, die Hürde zu überwinden, wären schnelle Hochs bis in den Bereich zwischen 1.240 und 1.250 US-Dollar möglich. Scheitert der Angriff, findet sich das erste Ziel auf der Unterseite bei 1.200 US-Dollar.

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