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Morning News

Der DAX beschloss die vergangene Handelswoche mit dem dritten Plus in Serie. Mit positiven Vorzeichen aus Asien, wo Chinas Aktienmärkte die Erholung nach dem jüngsten Ausverkauf fortsetzten und die Hoffnungen auf einen Konsens im griechischen Schuldenpoker einen festeren Yen egalisierten, startete der heimische Leitindex deutlich fester in den Tag.

Ermutigende Industriedaten aus Frankreich und Italien hatten im frühen Handel darüber hinaus zusätzlichen Rückenwind gebracht. Während die Industrie in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone im Mai mit einem soliden Ausstoß überzeugt hatte und sich damit die Hoffnung auf eine Renaissance des französischen verarbeitenden Gewerbes nach einem ordentlichen Jahresauftakt verstärkt, wurden die Erwartungen mit Blick auf Italien überraschend deutlich übertroffen. Das verarbeitende Gewerbe der drittgrößten Volkswirtschaft der Eurozone meldete für Mai das stärkste Wachstumsplus seit elf Monaten.

Doch auch außerhalb der Eurozone wussten die Konjunkturdaten am Freitag zu gefallen. Großbritannien etwa meldete für den Monat Mai im Anschluss ein deutlich gesunkenes Handelsbilanzdefizit. In den USA signalisierten die stark angestiegenen Lagerbestände und weiter anziehenden Umsatzzahlen des Großhandels, dass die größte Volkswirtschaft der Erde im zweiten Quartal weiter an Fahrt aufgenommen hat. Diese Einschätzung dürfte auch US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen teilen, die am Freitag noch einmal ihre Erwartungshaltung untermauerte, dass die Fed noch in diesem Jahr erstmals wieder die Zinsen anheben werde, da man auch weiterhin mit stärkerem Wachstum rechne. Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen in China und mit Blick auf die Causa Griechenland räumte sie jedoch zugleich ein, dass unerwartete Ereignisse durchaus zu einer Verzögerung des ersten Zinsschrittes führen könnten. Während mit einer Erholung der Notierungen in China zum Wochenschluss bereits ein Problem in den Hintergrund gedrängt wurde, beflügelten indes auch wohlwollende Reaktionen zu den jüngsten Sparvorschlägen aus Athen. Ob der Optimismus der Märkte angebracht war, werden jedoch erst die nächsten Stunden zeigen - der bis zur Stunde andauernde Krisengipfel zu Griechenland brachte bislang noch keinen Konsens. 

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die positiven Vorgaben vom Wochenschluss auf, während die Erholungsrallye an den chinesischen Börsen auch den dritten Handelstag in Serie anhält. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst im Plus erwartet. 

Aus charttechnischer Perspektive warten die nächsten Ziele auf der Oberseite bei 11.400 und 11.440 Punkten. Übergeordnet haben die Bullen weitere Ziele bis in den Bereich von 11.600 Punkten im Visier. Unterhalb von 11.300 Punkten warten die ersten Etappenziele dagegen bei 11.250 und 11.200 Punkten. Sollte ein erfolgreicher Angriff auf die 11.000 erfolgen, drohen weitere Rücksetzer bis auf 10.880 bzw. 10.800 Punkte.

Devisen

Zum Wochenschluss war die Hürde bei 1,12 US-Dollar trotz der zuletzt aufgekommenen Hoffnung um Griechenland noch zu groß. Die Tatsache, dass der Krisengipfel in Brüssel bis zur Stunde keine Einigung erzielte, setzt die Gemeinschaftswährung im frühen Montagshandel allerdings unter Druck. Sollte es nicht gelingen, die Marke von 1,1160 US-Dollar zurückzuerobern, könnte ein Angriff auf die 1,11 US-Dollar drohen. Im Anschluss wären weitere Rückläufe bis in den Bereich zwischen 1,1060 und 1,1080 US-Dollar denkbar.

Rohstoffmarkt

Ein bevorstehender Konsens im Atom-Streit mit dem Iran setzt die Ölpreise zu Wochenbeginn deutlich unter Druck. Dem Vernehmen nach sei eine Einigung greifbar, was wiederum zu fallenden Sanktionen und einer deutlichen Stärkung des Ölangebotes auf dem Weltmarkt führen dürfte. Sollte die Unterstützung bei 57 US-Dollar nicht halten, ist ein schneller Test der Marke von 56 US-Dollar denkbar. Auf der Oberseite haben die Bullen dagegen zunächst die Marke von 59 US-Dollar im Visier.

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