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Morning News

Am Dienstag verbuchte der DAX abermals ein Minus. Mit mehrheitlich roten Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte schwache US-Vorgaben aufgegriffen hatten und die jüngsten Lockerungsmaßnahmen der chinesischen Notenbank sowie ein schwächerer Yen nur vereinzelt für Entlastung sorgen konnten, startete der heimische Leitindex leichter in den Tag.

Bereits im frühen Handel wurde der Aktienmarkt vom sich fortsetzenden Ausverkauf am europäischen Rentenmarkt und einer in der Folge deutlich festeren europäischen Gemeinschaftswährung belastet. Da die Renditen im Euroraum vergleichsweise stärker anzogen als jene aus den USA, fließt mehr Kapital in die hiesigen Rentenpapiere, was dem Euro, der ohnehin von der Unsicherheit rund um den Zeitpunkt der US-Zinswende profitiert, noch zusätzlich Auftrieb verleiht. Überdies lastete die anhaltende Unsicherheit um Griechenland auf den Aktienkursen. Bundesfinanzminister Schäuble konstatierte am Dienstag in Brüssel, dass sich nach wie vor wenig bewegt habe, obschon die griechischen Liquiditätsreserven zunehmend schwinden.

Es gab allerdings auch positive Signale an diesem schwachen Handelstag. Während die britische Industrieproduktion im März überraschend stark hochgefahren wurde, sieht das Ifo-Institut mit Verweis auf das eigene Konjunkturbarometer zur Weltwirtschaft für den europäischen Raum ein mittlerweile deutlich freundlicheres Wirtschaftsklima. In Osteuropa, aber auch in Lateinamerika und Asien dürften sich die Wachstumsraten jedoch weiter eintrüben. In den USA sollte die jüngste Wachstumsdelle dagegen bald wieder überwunden sein. Unter dem Strich gewinne die Weltwirtschaft wieder an Fahrt. Der Frühindikator der OECD signalisiert für den OECD-Raum ebenfalls weiterhin stabiles Wachstum, obschon der Rückgang der konjunkturellen Dynamik in den USA Spuren beim Konjunkturbarometer hinterlassen hat. Erfreulich waren hingegen positive Signale für Italien und Frankreich. Im US-Handel konnten schließlich auch ein festerer Energiesektor und ermutigende Zahlen zur US-Staatskasse stützen, nachdem das Finanzministerium für April aufgrund sprudelnder Steuereinnahmen den höchsten Haushaltsüberschuss seit sieben Jahren vermelden konnte. Mit einer zunehmenden Beruhigung am Anleihemarkt beschlossen die US-Indizes den Handelstag schließlich nur mit leichteren Verlusten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag positiv. In Asien greifen die Börsen die positiven Vorgaben der Wall Street auf, die sich nach zwischenzeitlichen Verlusten deutlich von ihren Tiefs entfernte, während solide chinesische Industriedaten und ein schwacher Yen ebenfalls stützen können. Die Futures auf die US-Indizes werden fester gehandelt. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive gilt es für die Bullen zunächst, die 11.500 Punkte zu verteidigen, da andernfalls ein erneuter Test der 11.440 bzw. 11.400 Punkte drohen würde, der weitere Rückschläge bis in den Bereich zwischen 11.300 und 11.330 Punkten mit sich bringen könnte. Auf der Oberseite muss zunächst die Widerstandszone bei 11.600 Punkten überwunden werden.

Devisen

Anziehende Renditen bei den Staatsanleihen aus der Eurozone und die zögerliche Haltung der US-Notenbank, die die Zinswende aufgrund durchwachsener Konjunkturdaten weiter hinauszögern könnte, sorgen beim Euro aktuell für Rückenwind. Gelingt es, den Widerstandsbereich um 1,1240 bzw. 1,1260 US-Dollar zu überwinden, dürfte ein schneller Test der 1,13 US-Dollar folgen. Sollten die Bären dagegen einen erfolgreichen Angriff auf die 1,12 US-Dollar wagen, könnte es im Anschluss schnell bis auf 1,1140 US-Dollar nach unten gehen. Wichtige Konjunkturdaten dürften im Laufe des Tages für weitere Impulse sorgen.

Rohstoffmarkt

Der schwächere US-Dollar sorgte am Ölmarkt wiederum für eine anziehende Nachfrage. Brent durchbrach in der Folge den Widerstand bei 67 US-Dollar. Sollte auch ein Test der Marke von 68 US-Dollar erfolgreich sein, dürfte der Angriff auf den horizontalen Widerstand bei 70 US-Dollar folgen. Fällt der Kurs allerdings unter 67 US-Dollar zurück, findet sich das nächste Etappenziel auf der Unterseite bei 65 US-Dollar. 

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