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Morning News

Der DAX beschloss die vergangene Handelswoche mit dem sechsten Plus in Serie. Mit freundlichen Vorzeichen aus Asien, wo die Märkte positive Vorgaben der Wall Street aufgegriffen hatten und die Hoffnung auf eine anhaltend lockere Geldpolitik der amerikanischen Notenbank beflügelte, startete der heimische Leitindex fester in den Tag.

Noch vor der Eröffnung hatten zudem ermutigende Industriedaten aus Frankreich gestützt. In der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone hatte die Industrieproduktion die Erwartungen im August deutlich übertroffen, womit nach zuletzt positiven Sentimentbarometern nun auch harte Daten auf einen zarten Aufschwung beim Sorgenkind unter den großen Volkswirtschaften im Währungsraum hoffen lassen. Aus Italien wurde im Anschluss hingegen ein kleiner Rückschlag gemeldet. Der Ausstoß des hiesigen Industriesektors war im August noch etwas stärker zurückgefallen, als es von Ökonomen erwartet worden war. Die mäßigen Daten vermochten es jedoch nicht, das positive Sentiment in Mitleidenschaft zu ziehen. Gleiches galt für die neuerlichen Mahnungen von EZB-Präsident Draghi, der angesichts des sich abkühlenden Konjunkturmotors in den Schwellenländern vor steigenden Konjunkturrisiken für die Eurozone warnte. 

Verfolgt man die Marktreaktionen der jüngeren Vergangenheit, scheinen schlechte Nachrichten nun wieder zu guten Nachrichten für den Aktienmarkt zu werden, da die Konjunkturflaute zumindest für eine anhaltend lockere Geldpolitik der großen Notenbanken sorgen oder gar frische Konjunkturstimuli, etwa in Japan und China, erwirken könnte. In den USA untermauerten abermals zurückgefallene Importpreise am Freitag zudem, dass die US-Notenbank mit Blick auf den bis zum Jahresende erwarteten ersten Zinsschritt auch angesichts des schwachen Inflationsdrucks weiterhin über zeitlichen Spielraum bei der Zinswende verfügt. Den unter dem Strich impulsarmen US-Handel beschlossen die US-Indizes im freundlichen Marktumfeld schlussendlich nahe ihrer Vortageshochs. Am Wochenende unterstrich der Internationale Währungsfonds schließlich noch einmal die zuvor bereits mehrfach geäußerte Forderung nach einer anhaltend lockeren Geldpolitik der Notenbanken, da sich die Wachstumsperspektiven der Weltwirtschaft zuletzt deutlich abgeschwächt hätten und Spill-over-Effekte bei anziehenden Zinsen in der Folge auch an den volatilen Finanzmärkten zu negativen Konsequenzen führen könnten.

Am Morgen sind die Vorzeichen für den Handelstag gemischt. In Asien greifen die Märkte die positiven US-Vorgaben vom Wochenschluss mehrheitlich auf, während neuerliche Spekulationen auf weitere chinesische Konjunkturstimuli zusätzlich stützen. Die Futures auf die US-Indizes bewegen sich kaum. Auf dem Parkett wird der DAX zur Eröffnung zunächst freundlich erwartet.

Aus charttechnischer Perspektive dürfte sich der Fokus zunächst auf den Widerstandsbereich bei 10.200 Punkten richten, falls es gelingt, die jüngsten Bewegungshochs bei 10.146 sowie bei 10.180 Punkten zu überwinden. Die ersten Ziele auf der Unterseite warten im Bereich zwischen 10.070 und 10.050 sowie bei 10.000 Punkten.

Devisen

Der Euro verbuchte zum Wochenschluss deutliche Zugewinne. Neben dem Protokoll zum jüngsten Zinsentscheid der US-Notenbank, das keine Hinweise auf einen baldigen Zinsschritt lieferte, brachten auch erfreuliche Konjunkturdaten aus Frankreich spürbaren Rückenwind für die Gemeinschaftswährung. Sollte es den Bullen gelingen, die Marke von 1,1350 US-Dollar zu verteidigen, könnten ein schneller Angriff auf die Marke von 1,14 sowie weitere Hochs bis auf 1,1440 bzw. 1,1470 US-Dollar folgen. Wird die Verteidigungszone bei 1,1350 US-Dollar jedoch durchbrochen, droht ein Bärenangriff auf die 1,13 US-Dollar.

Rohstoffmarkt

Fehlende Hinweise auf eine schnelle US-Zinswende und der in der Folge schwächere US-Dollar führten zum Wochenschluss zu deutlichen Zugewinnen beim Edelmetall. Nun gilt es für die Bullen jedoch, den Ausbruch über die Widerstandszone bei 1.160 US-Dollar zu bestätigen. Sollte dies gelingen, dürfte sich der Fokus auf der Oberseite schnell auf die 200-Tage-Linie richten, die aktuell bei 1.177 US-Dollar verläuft. Erstes Ziel auf der Unterseite ist hingegen der Unterstützungsbereich bei 1.150 US-Dollar.

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